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Kirk Kerkorian: Boxer und Milliardär mit Sinn fürs Entertainment

Der Nachfahre armenischer Einwanderer ist das klassische Beispiel für einen "Self-Made-Millionär". Nach der Gründung einer Charter-Fluglinie begann Kerkorians Aufstieg zum Investor.

Kirk Kerkorian (86) ist ein klassisches Beispiel für den amerikanischen "Self-Made-Man". Der Nachfahre armenischer Einwanderer brach die Schule vorzeitig ab und schlug sich zunächst als Boxer, Zeitungsausträger und Autoverkäufer durch. Später wurde er Pilot und gründete eine Charter-Fluglinie, die unter anderem Prominente von Los Angeles nach Las Vegas flog. Dank seiner Kontakte in der Hauptstadt der Unterhaltung machte Kerkorian dann als Investor Karriere - allerdings mit einem etwas zweifelhaften Ruf.

Verkaufte MGM gleich mehrmals

Bei seinen Geschäften ging Kerkorian wenig zimperlich vor, was ihm unter anderem den Spitznamen "Terminator" einbrachte. Show gehört zu seinem Stil. Das Hollywood-Studio Metro Goldwyn Mayer («James Bond») kaufte und verkaufte er gleich ein paar Mal. Auch an Chrysler war er mehrfach beteiligt, sein Anteil kletterte auf bis zu 14 Prozent. Drei Jahre vor der Fusion mit Daimler-Benz versuchte Kerkorian selbst, den Autohersteller zu übernehmen, gelobte dann aber, für fünf Jahre auf solche Pläne zu verzichten.

Eine Ehe hielt nur 1 Monat

Von der Entstehung des neues Autogiganten 1998 profitierte Kerkorian, auch wenn er einen Teil seiner Aktien erst bei fallenden Kursen abstieß. Die Vermutung, dass die Deutschen keine Fusion, sondern eine Übernahme im Sinn gehabt hatten, wurmte den Milliardär dann jedoch so sehr, dass er sich im November 2000 trotz seines fortgeschrittenen Alters in einen Jahre langen Rechtsstreit mit DaimlerChrysler stürzte. Kerkorian war drei Mal verheiratet und hat zwei Töchter. Seine letzte Ehe hielt 1999 nur einen Monat.

DPA
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