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Klaus Zumwinkel: Erfolgreicher Sanierer der "Schneckenpost"

Am 15. Dezember begeht Post-Chef Klaus Zumwinkel seinen 60. Geburtstag und kann dabei auf ein durchaus erfolgreiches Jahr zurückblicken.

Wenn Post-Chef Klaus Zumwinkel am 15. Dezember seinen 60. Geburtstag feiert, kann er auf ein durchaus erfolgreiches Jahr zurückblicken. Für seine Arbeit beim Bonner Logistikkonzern wurde der Vorstandschef unter anderem in Rom mit dem «Industry Leadership Award 2003» ausgezeichnet und vom «manager magazin» zum «Manager des Jahres» gekürt. Grund für beide Preise war der gelungene Umbau der ehemals staatlichen "Schneckenpost" zum global agierenden Logistikkonzern mit rund 380.000 Beschäftigten und einem Umsatz von 39,3 Milliarden Euro.

McKinsey-Wurzeln

Seit 1990 leitet Zumwinkel den "Gelben Riesen", der damals noch Deutsche Bundespost hieß und später zur Aktiengesellschaft wurde. Das Manager-Handwerk hat der passionierte Bergwanderer seit 1974 bei der renommierten Unternehmensberatung McKinsey gelernt. Danach wechselte der promovierte Ökonom zum Versandhaus Quelle, wo er 1987 die Chef-Nachfolge von Grete Schickedanz antrat. Zumwinkel gilt als bescheiden und zurückhaltend, nach außen wirkt er manchmal unspektakulär. Seit mehr als einem Vierteljahrhundert ist der Vater von zwei Kindern mit einer Studienkollegin und Lehrerin verheiratet.

Aufsichtsratsvorsitzender der Telekom

Neben der Deutschen Post hat der rheinische Unternehmersohn auch bei der Deutschen Telekom großen Einfluss. Nachdem er zunächst als Nachfolger von Telekom-Chef Ron Sommer im Gespräch war, übernahm Zumwinkel im März 2003 den Vorsitz im Aufsichtsrat des Konzerns. Damit trägt kaum ein anderer deutscher Wirtschaftslenker so viel Verantwortung für Mitarbeiter und Aktionäre. Beide Unternehmen sind DAX-Schwergewichte, die als marktbeherrschende Dienstleister Bedeutung für fast jeden Verbraucher haben.

DPA