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Finanztest Weniger Leistung - aber Zusatzbeitrag: Diese Krankenkassen sind ihr Geld noch wert


Auch bei gesetzlichen Krankenkassen gilt: Vergleichen lohnt sich. Finanztest hat alle Anbieter unter die Lupe genommen – und Unterschiede bei Service und Zusatzleistungen entdeckt. 

Im Kampf um Mitglieder schrauben die gesetzlichen Krankenkassen immer wieder an den Beiträgen, aber auch den Zusatzleistungen. Sei es Zahnvorsorge, Hautkrebsfrüherkennung oder Geldbonus für gesundes Verhalten – die Kassen machen hier große Unterschiede. Insgesamt hat Finanztest 78 gesetzliche Krankenkassen auf Leistungen und Service untersucht, auch mit Blick auf Vorsorge-Untersuchungen und alternative Behandlungen.

Vor allem die Techniker Krankenkasse (TK) und die Barmer GEK haben im Vergleich zu 2014 Leistungen gekürzt, berichtet die Zeitschrift Finanztest von der Stiftung Warentest. Die beiden haben zum Beispiel bei osteopathischen Behandlungen und den Zuschüssen zur professionellen Zahnreinigung den Rotstift angesetzt. Statt bisher 360 Euro schießt die TK nur noch 120 Euro zum Osteopathen dazu, die Barmer GEK hat den Zuschuss ganz gestrichen. Die BKK Provita zahlt bis zu 400 Euro dazu. 

Viele Krankenkassen bauen Geschäftsstellen ab

Während für manche Kunden die Zusatzleistungen entscheidend sind, gibt es auch ganz klare Unterschiede beim Beitrag. Hier lässt sich leichter ein Überblick verschaffen als im Dschungel der Zusatzleistungen: Seit Jahresbeginn gilt für alle Kassen der allgemeine Beitragssatz von 14,6 Prozent des Bruttoeinkommen – doch einige Verlangen einen Zusatzbeitrag, den müssen die Mitglieder komplett selbst bezahlen. Zu den teuersten Kassen gehören die IKK Nord mit 15,9 Prozent und die Securvita BKK mit 15,7 Prozent. Deutlich günstiger ist zum Beispiel die HKK mit 15,0 Prozent Beitragssatz.

Viele Krankenkassen sparen auch am Service und haben Geschäftsstellen geschlossen. Bei der Barmer GEK gibt es nur 694 statt vorher 800 Filialen. Die DAK-Gesundheit hat 122 Geschäftsstellen geschlossen und hat nur noch 520 Niederlassungen, in denen sie ihre Kunden empfangen kann.

Zuschuss zur künstlichen Befruchtung 

Auch Kinderwunschbehandlungen werden inzwischen von der gesetzlichen Krankenkasse teilweise übernommen. Der Gesetzgeber schreibt hier vor, dass 50 Prozent der genehmigten Kosten für drei Versuche erstattet werden. Doch manche Kassen zahlen mehr, wie zum Beispiel die AOK Plus, die HKK und die Knappschaft.  

Grundsätzlich gilt, egal bei welcher Kasse sie sind: Medizinisch notwendige Leistungen sind immer abgedeckt. Welche das sind, legt der Bundesausschuss fest – in dem Krankenkassen, Ärzte und Krankenhäuser vertreten sind. 

Den gesamten Vergleich der gesetzlichen Krankenkassen von Finanztest finden Sie gegen Gebühr unter www.test.de.

law

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