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Lebenshaltungskosten in der EU: Dänen greifen am tiefsten in die Tasche

Teures Pflaster Dänemark: Nirgendwo in der EU müssen die Menschen so viel für ihr Leben bezahlen wie im hohen Norden. In Deutschland liegt das Preisniveau knapp über dem Durchschnitt.

Das Leben in Deutschland ist nur etwas teurer (3,4 Prozent) als im Schnitt der 27 Staaten der Europäischen Union. Im direkten Vergleich mit seinen Nachbarländern schneiden die Deutschen sogar überraschend günstig ab. Lediglich in Polen und Tschechien seien die Lebenshaltungskosten niedriger, berichtete das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden. In Österreich kosten Waren und Dienstleistungen hingegen 6,7 Prozent mehr als im EU-Schnitt, in den Niederlanden 8,0 Prozent, in Frankreich 10,7 Prozent und in Belgien 11,8 Prozent.

Am teuersten innerhalb der EU ist es in Dänemark: Dort müssen die Verbraucher für den Erwerb eines repräsentativen Warenkorbs am tiefsten in die Tasche greifen und 42,2 Prozent mehr zahlen als im EU-Durchschnitt. Höher sind die Lebenshaltungskosten in Europa nur in den Nicht-EU-Ländern Schweiz (plus 61,8 Prozent) und Norwegen (plus 50,7 Prozent). Am günstigsten schnitt Bulgarien ab: Dort müssen die Verbraucher nur gut halb so viel zahlen wie im Durchschnitt aller Mitgliedstaaten (minus 49,0 Prozent).

jwi/AFP/DPA / DPA
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