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Lebensmittelpreise: Schluss mit billig

Jahrelang haben die Deutschen von stabilen und günstigen Nahrungsmittelpreisen profitiert. Damit wird bald Schluss sein. Denn wachsender Wohlstand und steigende Nachfrage lassen die Preise anziehen. Die Gewinne deutscher Bauern könnten dennoch sinken.

Nach Jahren sinkender Nahrungsmittelpreise gehen die Zeiten günstiger Lebensmittel aus Sicht des Deutschen Bauernverband dem Ende entgegen. Weltweit gehe aktuell der Preistrend für Lebensmittel wie etwa Weizen und Mais deutlich nach oben, sagte Verbandspräsident Gerd Sonnleitner der "Bild"-Zeitung. Zu den Gründen gehöre unter anderem der wachsende Wohlstand und die steigende Nachfrage in bevölkerungsreichen Ländern wie China und Indien.

Für die deutschen Verbraucher sagte Sonnleitner Preissteigerungen bei landwirtschaftlichen Waren in Höhe der allgemeinen Inflationsrate voraus. "Die Preise für unsere Produkte werden sich künftig der allgemeinen Inflationsrate anpassen, in diesem Jahr also um rund 2,5 Prozent steigen. Bisher lagen sie immer darunter", sagte der Verbandschef.

Mit steigenden Gewinnen können die deutschen Ackerbau-Landwirte in diesem Jahr dennoch nicht rechnen. Grund sind laut Sonnleitner die hohen Energiekosten. "Unterm Strich dürften viele Landwirte sogar weniger in der Tasche haben als im Vorjahr", sagte Sonnleitner. Der Funktionär wandte sich entschieden gegen den Abbau von Agrarsubventionen. "Wir brauchen auch künftig diese Finanzhilfen. Sie helfen uns, die hohen Umwelt- und Tierschutzstandards zu erhalten und somit Nachteile auf dem Weltmarkt auszugleichen", sagte Sonnleitner der Zeitung.

AP / AP