HOME

LUFTHANSA: Kranich mit sinkender Auslastung

Die Lufthansa hat 2001 wegen der Terror-Anschläge in den USA und der Konjunkturflaute erheblich Fracht und Passagiere verloren und ihre Maschinen schlechter ausgelastet.

Die Zahl der Fluggäste ging erstmals seit 1997 zurück und lag bei 45,7 Millionen. Dies ist ein Minus von 2,7 Prozent im Vergleich zum Rekordwert des Vorjahres. Die transportierte Fracht sank sogar um 8,1 Prozent auf 1,7 Millionen Tonnen. Bei den Passagiermaschinen nahm die Auslastung um 2,9 Punkte auf 71,5 Prozent ab, bei der Fracht um 5,4 Punkte auf 62,8 Prozent. Die Lufthansa schließt einen Verlust 2001 nicht aus.

Europazahlen brachen ein

Die Passagierzahlen bei Europas zweitgrößter Fluggesellschaft waren den Angaben zufolge im vergangenen Jahr in nahezu allen Zielgebieten rückläufig. Das stärkste Minus verzeichnete Europa inklusive Deutschland mit 3,2 Prozent, nach Nord- und Südamerika flogen 2,3 Prozent weniger Gäste. Nur im Asien-Pazifik-Raum wurde ein Passagier-Plus von 3,2 Prozent erzielt. Obwohl das Sitzplatzangebot insgesamt um 2,1 Prozent erhöht worden war, sank der Absatz um 1,9 Prozent.

Operativer Verlust droht

Das wirtschaftliche Ergebnis will die Lufthansa am 25. April vorlegen. Der Vorstand hatte angekündigt, dass sich ein operativer Verlust nur unter höchsten Anstrengungen vermeiden lassen wird. Als Reaktion auf den Nachfragerückgang hat die Lufthansa Flugzeuge stillgelegt, Flugverbindungen gestrichen und mit den Gewerkschaften ein millionenschweres Sparpaket ausgehandelt, um Entlassungen zu vermeiden. In den ersten neun Monaten 2001 hatte der Konzern ein um 63,5 Prozent geringeres operative Ergebnis von 290 Millionen Euro (567,2 Mio DM) erwirtschaftet.

Themen in diesem Artikel