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LUXUSBRANCHE: Escada rutscht in die roten Zahlen

Die Lust am Luxus ist fast zu einer Konsumabstinenz geworden. Der Mode-Konzern Escada ist im letzten Quartal in die roten Zahlen gerutsch. Eine Besserung sei nicht in Sicht.

Der Damenmodekonzern Escada ist wegen der Krise in der Luxusbranche im abgelaufenen Quartal in die roten Zahlen gerutscht. »Unsere Kundinnen müssen die Lust zum Konsumieren verspüren«, sagte Finanzvorstand Georg Kellinghusen am Montag in München. Die negativen Meldungen der vergangenen Monate hätten aber in der Luxus-Branche eine regelrechte Konsumabstinenz ausgelöst. Eine kurzfristige Besserung sei nicht in Sicht. Wegen des eingeschlagenen Sparkurses bekräftigte der Konzern aber seine Prognosen für das Gesamtjahr. Auch beim geplanten Verkauf weiterer Randmarken sieht sich Escada auf gutem Weg. Dieser Prozess soll im kommenden Jahr weitgehend abgeschlossen werden.

Verlust verdoppelt

Der Verlust nach Steuern bei Escada weitete sich im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2001/02 (31. Oktober) im Jahresvergleich von 1,4 auf 2,8 Millionen Euro aus. In den ersten neun Monaten war das Ergebnis mit 3,5 Millionen Euro aber dank schwarzer Halbjahreszahlen positiv (Vorjahr: minus 0,9 Mio Euro). Der Umsatz sank in den ersten drei Quartalen um 5,6 Prozent auf 571,6 Millionen Euro. Kellinghusen sagte zu den Quartalsergebnissen: »Wir bewegen uns voll im Rahmen unserer Planungen.« Die Einbußen begründete der Konzern auch mit einer vorsichtigeren Ausstattung der Escada-Läden mit neuer Ware.

Weiterer Rückgang erwartet

Im vollen Geschäftsjahr erwartet die Escada AG (Aschheim bei München) weiterhin einen leichten Rückgang des Konzernumsatzes. Beim Ergebnis rechnet Kellinghusen mit einem Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) von etwa 25 Millionen Euro. Nach neun Monaten lag dieser bei 19,5 Millionen Euro. Im Jahr zuvor war ein EBIT-Verlust von 17 Millionen Euro entstanden. Auch beim Ergebnis nach Steuern erwartet der Konzern 2001/02 schwarze Zahlen.

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