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Magnetschwebebahn: China will Transrapid-Strecke verlängern

In Deutschland ist der Transrapid gescheitert. Alle Hoffnungen ruhen daher auf China, wo die einzige kommerzielle Strecke der Welt betrieben wird. Und von dort kommt gute Kunde: Die Regierung in Peking will die Strecke verlängern.

Die Behörden in Ostchina planen nun erst im Jahr 2010 den Baubeginn für die verlängerte einzige kommerzielle Transrapidstrecke der Welt - drei Jahre später als ursprünglich geplant. Das berichtete die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua aus einem Aktionsplan der Provinzbehörden im ostchinesischen Zhejiang. Die Trasse von der Hafenmetropole Shanghai ins benachbarte Hangzhou war bereits im März 2006 vom Pekinger Staatsrat genehmigt, nach Protesten von Anwohnern aber auf Eis gelegt worden.

Nach dem Aus für die Münchner Transrapidstrecke konzentrieren sich die Hoffnungen für die in Deutschland von einem Konsortium aus Siemens und ThyssenKrupp entwickelte Technik auf das Projekt in Shanghai, wo die schnelle Bahn bereits seit 2003 zwischen einem Flughafen und dem Stadtzentrum hin- und herpendelt. Laut dem Aktionsplan soll der Bau nun aber erst bis 2015 beendet werden, fünf Jahre später als eigentlich vorgesehen.

Die Gesamtkosten betragen laut früherer Angaben 35 Milliarden Yuan (3,5 Milliarden Euro). Der durch Zhejiang und nicht Shanghai verlaufende Teil soll dem Aktionsplan zufolge allein 22 Milliarden Yuan (2,2 Milliarden Euro) kosten. Mit 199,434 Kilometern wird die Verbindung etwa 25 Kilometer länger als ursprünglich geplant. Erste Vorarbeiten sollen bis Ende dieses Jahres fertig sein.

DPA / DPA