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Verrückte Burger-Klage: Kunden verklagen McDonald's auf fünf Millionen Dollar - weil sie keinen Käse mögen

In Florida verklagen zwei Stammkunden McDonald's auf fünf Millionen Dollar. Der verrückte Grund: Sie hätten jahrelang für Käse auf dem Burger gezahlt, den sie nie erhalten haben.

McDonald's Quarter Pounder

McDonald's-Klassiker: Der Quarter Pounder with Cheese

Getty Images

Eigentlich sind Cynthia Kissner und Leonard Werner große -Fans. Seit vielen Jahren essen die beiden Einwohner des US-Staats Florida regelmäßig bei der Billigburgerkette. Ihr absoluter Favorit auf der Karte ist der Quarter Pounder, ein Burger mit 120 Gramm Fleisch, der hierzulande am ehesten dem Royal TS entspricht. Nur den Käse auf dem Quarter Pounder mögen die beiden McDonalds-Kunden nicht, was an sich kein größeres Problem darstellt: Denn auf Wunsch lassen die netten McDonald's-Mitarbeiter den Käse auf dem Burger natürlich einfach weg.

Nun ist Frau Kissner und Herrn Werner allerdings aufgefallen, dass sie für ihren Viertelpfünder ohne den gleichen Preis zahlen wie diejenigen, die den Käse drauflassen, was sie irgendwie unfair finden. Und ob man's glaubt oder nicht: Aus diesem Umstand haben die Käseverschmäher tatsächlich eine 5-Millionen-Dollar-Klage gemacht. Laut "Miami Herald" reichten sie vor dem Bundesgericht von Fort Lauderdale Klage gegen McDonald's ein, weil sie zu Unrecht für Käse zahlen würden, den sie gar nicht haben wollen. In der Anklageschrift heißt es, die Kunden würden "gezwungen, für zwei Scheiben Käse zu zahlen, die sie nicht wollen, bestellen oder erhalten, um ihr begehrtes Produkt zu erwerben".

"McDonald's hat sich unrechtmäßig bereichtert"

Rechtsanwalt Andrew Lavin, der die Burger-ohne-Käse-Liebhaber in ihrer schrägen juristisch vertritt, argumentiert, früher habe McDonald's den Quarter Pounder mit und ohne Käse angeboten und zwar zu unterschiedlichen Preisen. Irgendwann habe McDonald's umgestellt und nur noch die Variante mit Käse als Standard angeboten, weshalb seinen Mandanten systematisch zu viel berechnet worden sei. "McDonald's hat sich durch diese Praktiken unrechtmäßig bereichert, weil es Zahlungen für Käse erhalten hat, den es den Kunden nicht geliefert hat", sagt Lavin. Wenn der Sammelklage stattgegeben werde, könnten sich auch alle anderen Betroffenen ihr anschließen, sagte Lavin dem "Miami Herald".

McDonald's erklärte gegenüber "USA Today", man glaube nicht, dass die Klage juristischen Erfolg haben werde. "Der angebotene Quarter Pounder Burger kommt mit Käse. Wir versuchen uns an die Kundennachfrage anzupassen, indem wir individualisierte Bestellungen wie einen Quarter Pounder ohne Käse ermöglichen." 

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