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Verdacht auf Steuerbetrug: Finanzfahnder durchsuchen Büros von McDonald's in Frankreich

Finanzermittler haben Büros von McDonalds in Frankreich durchsucht. Dem weltgrößten Burger-Kette wird Steuerbetrug von jährlich 75 Millionen Euro vorgeworfen. McDonald's und die Staatsanwaltschaft haben sich bislang nicht geäußert.

McDonald's: Wegen des Verdachts des Steuerbetrugs wurde in Frankreich Zentrale durchsucht

McDonald's: Verdacht auf Steuerbetrug

Ermittler der französischen Finanzfahndung haben wegen des Verdachts auf Steuerbetrug Büros des US-Konzerns McDonald's in Paris durchsucht. Das Verfahren geht nach einem Bericht von "Les Echos" vom Donnerstag auf Anschuldigungen über einen angeblichen Betrug von jährlich 75 Millionen Euro zurück, weil Gewinne in Frankreich zugunsten der europäischen Konzernzentrale in Luxemburg reduziert worden sein sollen. Die Ermittler sollen deswegen die Büros in Paris bereits in der vergangenen Woche durchsucht haben. Von Staatsanwaltschaft und Unternehmen gab es keine Stellungnahmen.


Erst Google, dann McDonald's

Am Dienstag hatten Ermittler Büros des US-Internetkonzerns Google durchsucht. Damit sollte geklärt werden, ob Google Ireland Ltd. eine feste Niederlassung in Frankreich und das Unternehmen gegen Steuervorschriften verstoßen hat, indem es einen Teil seiner Aktivitäten nicht in Frankreich angibt. Google betonte, sich an Steuergesetze zu halten und mit den Behörden zusammenzuarbeiten.


Setzt auch McDonald's auf das Steuersparmodell Europa?

Steuerzahlungen großer Unternehmen sind schon länger im Blick europäischer Behörden. Dabei geht es im Kern darum, dass Umsätze in Ländern verbucht werden, die günstigere Steuerkonditionen bieten.
Entsprechende betriebsinterne Geldströme werden in Europa zunehmend hinterfragt. Zuletzt stand auch Ikea deshalb in der Kritik.  

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kg / DPA