MEDIEN Kirch: Aufschub für Verkauf seines Springeranteils


Der gescheiterte Medienunternehmer hat offenbar durch eine Einstweilige Verfügung einen neuen Aufschub für die Verwertung seines Springer-Anteils bekommen.

Laut »Spiegel«-Informationen hat der gescheiterte Medienunternehmer Leo Kirch nun bis mindestens 10. September Zeit, einen Käufer zu finden. Ursprünglich wäre die Frist Ende August abgelaufen, und das Paket wäre an die Deutsche Bank gefallen. Am Freitag hatte die WAZ-Gruppe erstmals offiziell Interesse an einem möglichen Einstieg bei Springer bekundet.

Friede Springer mag die WAZ nicht

Verlegerwitwe Friede Springer hatte allerdings in der Vergangenheit erklärt, Springer und die Essener WAZ-Gruppe passten nicht zusammen. Zudem handelt es sich bei den Kirch-Anteilen um vinkulierte Namensaktien, die nur nur mit Billigung des Unternehmens veräußert werden können.

Verschnaupause bis zum 10. September

Nach »Spiegel«-Informationen hat Kirch am Donnerstag beim Landgericht München eine Einstweilige Verfügung beantragt, in der er die Deutsche Bank bezichtigt, gegen den zuvor geschlossenen Vergleich verstoßen und den Verwertungsprozess seines Springer-Anteils behindert zu haben. Bei dem Vergleich hatten sich Kirch und die Bank darauf geeinigt, dass der Medienunternehmer bis Ende August Zeit hat, selbst einen Käufer zu finden. Danach sollte das Paket an die Deutsche Bank fallen, bei der Kirch es als Sicherheit für einen Kredit über 720 Millionen Euro verpfändet hatte. Das Gericht setzte dem Bericht zufolge die neuerliche Verhandlung nun für den 10. September an. Mindestens bis zu diesem Termin sind der Deutschen Bank damit die Hände gebunden.


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