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Mehrere Bundesländer betroffen: Warnstreiks bei der Post gehen weiter

Für einige Haushalte in Bayern, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Berlin und Brandenburg gibt es keine Briefe: Hunderte Beschäftigte der Deutschen Post streiken. Verdi fordert sechs Prozent mehr Lohn.

Im Tarifkonflikt bei der Deutschen Post haben sich am Freitag wieder Hunderte Beschäftigte an Warnstreiks beteiligt. Betroffen waren unter anderem die Bundesländer Bayern, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Berlin und Brandenburg. Allein in Bayern beteiligten sich in der Nacht etwa 600 Beschäftigte an dem Ausstand. In ausgewählten Verteilerzentren legten die Post-Mitarbeiter Arbeit nieder, wie ein Verdi-Sprecher am Freitagmorgen in Berlin sagte. Briefe und Pakete blieben liegen.

"Ich gehe davon aus, dass weit mehr als eine Million Sendungen in Bayern unbearbeitet liegengeblieben sind", sagte Anton Hirtreiter von Verdi in Bayern.

Post hat bisher noch kein Angebot vorgelegt

Für die rund 132.000 Tarifbeschäftigten der Deutschen Post fordert Verdi sechs Prozent mehr Lohn, mindestens aber 140 Euro mehr im Monat. Die Post hat bisher noch kein Angebot vorgelegt. Kommenden Donnerstag (25.4.) gehen die Tarifverhandlungen in die dritte Runde. Bis dahin will Verdi weitere Aktionen durchführen.

Am Mittwoch hatten bereits rund 3400 Briefträger gestreikt. Einen Tag später ließen dann etwa 750 Mitarbeiter in Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz und im Saarland die Arbeit in den Verteilerzentren zeitweise ruhen. Das Unternehmen beschäftigt in Deutschland 175.000 Menschen, darunter mehr als 40.000 Beamte.

ger/DPA / DPA