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Reaktionen auf Erhöhung: 34 Cent mehr Mindestlohn? "Für mich sind das 16 Tafeln Schokolade im Monat"

Der Mindestlohn steigt um 34 Cent auf 8,84 Euro die Stunde. Ist das jetzt viel oder wenig? Dazu hat jeder seine eigene Meinung. Empörte, lustige und sarkastische Reaktionen.

Mindestlohn

34 Cent mehr Mindestlohn pro Stunde

Der gesetzliche Mindestlohn steigt Anfang 2017 von 8,50 Euro auf 8,84 Euro. Wie genau die zuständige Mindestlohnkommission auf diesen krummen Betrag gekommen ist, hat sie hier erklärt. Es handelt sich, kurz gesagt, um eine Anpassung an die allgemeine Tarifentwicklung seit Einführung des Mindestlohns Anfang 2015 - inklusive eines eigenen Spielraums.

34 Cent mehr die Stunde - ist das angemessen? Oder eher ein schlechter Witz? Da gehen die Meinungen weit auseinander. Die Gewerkschaften hatten mindestens neun Euro Mindestlohn gefordert, der Chef der Wirtschaftsweisen wollte gar keine Erhöhung. 

Eine betroffene Mindestlöhnerin hat jedenfalls schon mal schnell für sich durchgerechnet, welch Geldregen sie erwartet und was sie damit anstellt. Ob die Schokoladenliebhaberin dabei berücksichtigt hat, dass die 34 Cent der Bruttobetrag sind?

Für einen Vollzeitbeschäftigten bedeutet die Erhöhung ein Gehaltsplus von 54,40 Euro brutto im Monat. Comedian Rob Vegas, der unter dem Pseudonym Harald Schmidt twittert, erwartet, dass die Discounter sich auf die gestiegene Kaufkraft schnell einstellen werden.


Mindestlohn zu gering - oder schon zu hoch?

Aus Sicht der Linken fällt die Erhöhung  viel zu gering aus. Sie hat offenbar mit einer Erhöhung um 35 Cent gerechnet, wie das vorbereitete Chart nahelegt, fordert aber 12 Euro, um Armut wirksam zu bekämpfen.

Das arbeitgebernahe Institut der deutschen Wirtschaft tritt dagegen auf die Bremse. Ein Mindestlohn von 10 Euro oder mehr wäre aus Sicht des Wirtschaftsinstituts unverantwortlich. Es sei "völlig offen, ob die starke Verteuerung einfacher Arbeit nicht doch noch Jobs kosten wird".

Aber wieviel sind die 34 Cent pro Stunde für den Einzelnen nun wert? Viele ziehen offenbar gerne essbare Vergleichsgrößen heran Die Taz rechnet in Brötchen...


... die Hamburger Hartz IV-Kritikerin Inge Hannemann in Eiskugeln...


... und Reporter Constantin Schreiber in Knoblauchzehen.


Ein Seitenhieb auf die Briten geht immer.

Richtig kompliziert wird es aber erst bei der Umrechnung in Sportwagen.


bak
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