Mineralölfirmen Shell und DEA legen ihr Tankstellengeschäft zusammen


Durch das Joint Venture entsteht mit 3.200 Betrieben das größte Tankstellenetz Deutschlands, Aral liegt jetzt nur noch auf Platz zwei.

Die Fuisionitis greift nun auch bei den Tankstellen um sich: Nach eigenen Angaben bringt die RWE-Mineralöltochter DEA ihr Tankstellengeschäft sowie zwei Raffineriestandorte und Beteiligungen im Ölgeschäft als Morgengabe in ein Gemeinschaftsunternehmen mit der Shell ein. Dies wurde auf einer gemeinsamen Pressekonferenz, noch am gleichen Tag, in Hamburg bekannt gegeben werden. DEA bringt seine 1.700 Tankstellen in das Joint-Venture ein, das dann zusammen mit Shell auf insgesamt 3.200 Tankstellen in Deutschland kommt. Den Wert der Transaktion bezifferte der Sprecher nicht.

Durch die Zusammenlegung der Tankstellen von DEA und Shell entsteht das größte Tankstellennetz in Deutschland. Der bisherige Branchenprimus Aral wird dadurch von Platz eins verdrängt. Über eine Trennung des Tankstellengeschäfts von DEA war bereits seit mehreren Monaten spekuliert worden. Zunächst war erwartet worden, dass die RWE-Tochter einen Kooperation mit BP eingeht. DEA gehört bei RWE nach eigenen Angaben des Konzerns nicht mehr zu dessen Kerngeschäft.

Das zum 1. Juli 2001 zu gründende Gemeinschaftsunternehmen soll den Namen Shell & DEA Oil GmbH tragen und seinen Sitz in Hamburg haben. Beide Partner werden zu jeweils 50 Prozent daran beteiligt sein. Die Rohölverarbeitungskapazität wird bei 34 Millionen Tonnen liegen. Die Kartellbehörde muss dem Zusammenschluss aber noch zustimmen.


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