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Mogelpackung des Monats: Light-Salami von Lidl hat mehr Fett und Kalorien als das Original

Die Truthahn-Salami "Light" der Lidl-Marke Dulano ist nicht nur teurer als die normale Variante - sie hat auch noch mehr Fett und Kalorien als das Original. Für die Verbraucherzentrale Hamburg ist die Salami die Mogelpackung des Monats.

Salami Light

Die Light-Salami der Lidl-Marke Dulano ist auf 100 Gramm gerechnet nicht nur rund ein Drittel teurer als die normale Truthahnwurst. Sie enthält auch mehr Fett und Kalorien als das Original. Während die normale Salami 18 Prozent Fett enthält, sind es in der Light-Version 20 Prozent. Bei den gesättigten Fettsäuren sind es laut Verbraucherzentrale sogar 25 Prozent mehr. Rein rechtlich darf "Light" draufstehen, weil die Truthahnsalami weniger Fett enthält als eine normale Schweinefleischsalami - irreführend ist es trotzdem.

Preiserhöhungen mögen die Kunden nicht, daher sparen viele Hersteller lieber am Inhalt. Das kommt auf das selbe heraus, fällt aber nicht so einfach auf. Die Verbraucherzentrale Hamburg schaut genau hin und kürt regelmäßig die "Mogelpackung des Monats".

Diesmal erhält die Lidl-Marke Dulano den Negativpreis für die Light-Variante seiner Truthahn-Salami. Denn die Light-Salami ist auf 100 Gramm gerechnet nicht nur rund ein Drittel teurer als die normale Truthahnwurst. Der Preisaufschlag erscheint auch alles andere als gerechtfertigt: Die Inhaltsstoffe sind in beiden Varianten die gleichen - mit dem einzigen Unterschied, dass das Light-Produkt sogar mehr Fett und Kalorien enthält als das Original. Während die normale Salami 18 Prozent Fett enthält, sind es in der Light-Version 20 Prozent. Bei den gesättigten Fettsäuren sind es laut Verbraucherzentrale sogar 25 Prozent mehr.

Der Hersteller betont, dass die Auszeichnung als "Light"-Produkt rein rechtlich korrekt sei, weil die Truthahn-Salami mehr als 30 Prozent weniger Fett enthält als eine normale Schweinefleisch-Salami. Das ist laut Verbraucherzentrale tatsächlich so, für den Verbraucher aber ziemlich irreführend.

Illustre Reihe von Mogelpackungen

Die Verbraucherzentrale Hamburg hat bereits viele namhafte Hersteller als Mogelpackung des Monats angeprangert. Der Schoko-Weihnachtsmann von Milka war ebenso darunter wie die Pasta-Sauce Miracoli oder Müsli von Dr. Oetker. Milka-Hersteller Mondelez kritisierten die Verbraucherschützer auch für die Abkehr von der 100-Gramm-Standardgröße hin zu 93-, 87- oder 81-Gramm-Tafeln sowie die Schrumpfung einiger 300-Gramm-Großpackungen auf 270 oder 280 Gramm.

Einmal im Jahr lässt die Verbraucherzentrale unter den Kandidaten über die Mogelpackung des Jahres abstimmen. 2017 erhielt das Vitalis Früchtemüsli von Dr. Oetker den Negativpreis. Weitere Mogelpackungen der vergangenen Monate zeigt unsere Fotostrecke. 

++Hier finden Sie Mogelpackungen der Industrie, die bis heute in den Supermarktregalen stehen++

Milka
bak/kg