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Nach Ekel-Skandal: Yi-Ko will Burger-King-Filialen unter neuem Namen weiter betreiben

Yi-Ko gibt nicht auf: Der Betreiber der 89 Burger-King-Filialen, die nach Hygienevorwürfen schließen mussten, hat sich umbenannt. Bereits seit Januar laufen seine Geschäfte unter einem neuen Namen.

Der Burger-King-Lizenznehmer Yi-Ko benennt sich um.

Der Burger-King-Lizenznehmer Yi-Ko benennt sich um.

Im Frühjahr 2014 erschütterte Burger King ein Skandal: Mangelnde Hygiene, grauenhafte Arbeitsbedingungen, nicht gezahltes Urlaubsgeld und Betriebsräte, die wiederholt unter Druck gesetzt worden sein sollen – die Vorwürfe rissen nicht ab. Im Zentrum stand schon damals der größte Burger-King-Lizenznehmer Yi-Ko.

Der nach den Enthüllungen in die Schlagzeilen geratene Franchise-Unternehmer gibt aber offenbar nicht auf. Nach der finanziellen Schieflage vieler Filialen der Fastfood-Kette in Deutschland hat er sich einfach umbenannt, um so einen Neustart zu signalisieren. Das Unternehmen aus Stade firmiere jetzt unter der Bezeichnung KRG Foodservice, sagte ein Sprecher der Betreibergesellschaft von Burger King. Die "Wirtschaftswoche" hatte dies vorab gemeldet.

Burger King hatte Yi-Ko nach Berichten über Hygienemängel und schlechte Arbeitsbedingungen im November fristlos gekündigt. Ende Januar hatte die Burger King GmbH in München als Betreibergesellschaft überraschend einen Insolvenzantrag für 89 Filialen mit rund 3000 Beschäftigten zurückgenommen. Die Restaurants hatten zuvor schließen müssen.

Der russische Investor Alexander Kolobov steckte 15 Millionen Euro in das Unternehmen. Seit Wochen verhandelt er mit Burger King über die Zukunft der Filialen. Von den Betreibern hieß es, die Gesprächen seien "auf einem guten Weg".

lea/DPA / DPA
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