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Neuer Bundesbank-Chef Weidmann verdient künftig mehr als die Kanzlerin


Einen neuen Job annehmen, und dann gleich mehr verdienen als der Ex-Chef - wem würde das nicht gefallen? Für Jens Weidmann wird dieser Traum vieler Arbeitnehmer nun wahr. Der künftige Bundesbank-Chef wird deutlich besser als die Bundeskanzlerin verdienen.

Der designierte Bundesbank-Chef Jens Weidmann wird in seinem neuen Amt besser verdienen als seine ehemalige Chefin und Fördererin, Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Weidmanns im April aus dem Amt scheidender Vorgänger Axel Weber erhielt im Jahr 2009 ein Jahresgehalt von insgesamt 388.074,81 Euro, bestätigte die Bundesbank am Donnerstag. Die künftigen Bezüge von Merkels bisherigem Wirtschaftsberater dürften den Angaben zufolge annähernd gleich sein. Merkel hingegen kommt nach Angaben der Bundesregierung mit ihren Bezügen als Regierungschefin und Abgeordnete auf ein Jahresgehalt von etwa 283.000 Euro.

Das Salär des Bundesbank-Chefs setzt sich nach Angaben im Geschäftsbericht der Bundesbank für das Jahr 2009 aus einem Grundgehalt von mehr als 300.000 Euro jährlich sowie besonderen Vergütungen und einer pauschalen Dienstaufwand-Entschädigung von insgesamt mehr als 80.000 Euro zusammen. Merkel erhält zusätzlich zu ihrem monatlichen Bruttogehalt als Kanzlerin von derzeit 15.768,14 Euro monatlich und einer Aufwandsentschädigung über 1022,58 Euro noch eine halbierte Abgeordnetendiät in Höhe von 3823,50 Euro plus eine gekürzte Kostenpauschale von 2976,75 Euro.

Merkel hatte nach tagelangen Spekulationen am Mittwoch Weidmann zum Nachfolger des überraschend aus dem Amt scheidenden Weber ernannt. Der 42-Jährige soll seinen neuen Posten Anfang Mai antreten. Neue Vizechefin der Bundesbank soll ab Juni die derzeitige Exekutivdirektorin der Finanzaufsicht BaFin, Sabine Lautenschläger, werden. Auch sie kann sich mit einem Jahresentgelt von mehr als 300.000 Euro über höhere Bezüge als die Kanzlerin freuen.

dho/AFP AFP

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