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US-Rüstungsriese Northrop erhält Mega-Auftrag für neue Bomber


Der Deal hat ein Volumen von bis zu 80 Milliarden Dollar: Der Rüstungskonzern Northrop Grumman soll die neue Langstrecken-Bomberflotte für die US-Streitkräfte bauen. Boeing und Lockheed Martin haben das Nachsehen.

Im Rennen um den milliardenschweren US-Auftrag für den Bau einer neuen Langstrecken-Bomberflotte hat sich der Rüstungskonzern Northrop Grumman durchgesetzt. Mit einem Volumen von bis zu 80 Milliarden Dollar ist es der größte Rüstungsauftrag seit einem Jahrzehnt. Ein Konsortium um Boeing und Lockheed Martin hatte das Nachsehen. "Der Bau dieses Bombers ist eine strategische Investition in die kommenden 50 Jahre", sagte Verteidigungsminister Ash Carter am Dienstag. Ein Experte bezeichnete den Auftrag als Lebensversicherung für Northrop. Boeing prüft jedoch rechtliche Schritte gegen die Auftragsvergabe.

In einem ersten Schritt soll Northrop 21 Maschinen für 21,4 Milliarden Dollar planen und bauen. Sollte das Militär an seinen Plänen zum Kauf von 100 Maschinen festhalten, summiert sich der Auftrag auf mehr als 80 Milliarden Dollar. Das neue Flugzeug soll die in die Jahre gekommenen B-52- und B-1- Langstreckenbomber der US-Luftwaffe ersetzen, die zum Teil in den 50er Jahren gebaut wurden.

Neue Bomber sollen Dienst 2025 aufnehmen

Northrop stellt auch die B2-Tarnkappenbomber her, die im Kosovo-Krieg 1999 ihren ersten Einsatz hatten, und ist Produzent der Drohne Global Hawk. Die neuen Bomber sollen ab 2025 ihren Dienst aufnehmen.

Der Konzern mit Sitz in Virginia hob am Mittwoch seine Gewinnprognose für das Gesamtjahr an. Im abgelaufenen Quartal verdiente das Unternehmen unter dem Strich 516 Millionen Dollar, neun Prozent mehr als vor Jahresfrist. Der Umsatz legte leicht auf knapp sechs Milliarden Dollar zu. Für das Gesamtjahr erwartet Northrop nun einen Gewinn je Aktie von 9,70 bis 9,80 Dollar nach zuvor 9,55 bis 9,70 Dollar. Der Umsatz soll zwischen 23,6 und 23,8 Milliarden Dollar beragen, bislang hatte das untere Ende der Prognosespanne bei 23,4 Milliarden Dollar gelegen.

amt Reuters

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