HOME

Erneuerbare Energien: Ökostrom-Umlage sinkt - und mit ihr der Strompreis

Erstmals seit ihrer Einführung sinkt die Ökostrom-Umlage im nächsten Jahr. Für die Verbraucher sinken dadurch die Strompreise, wenn auch nur minimal.

Verbraucher und Wirtschaft in Deutschland können auf etwas Entspannung bei den Strompreisen hoffen. Erstmals seit ihrer Einführung im Jahr 2000 sinkt im nächsten Jahr die Ökostrom-Umlage, wenn auch nur leicht von 6,24 auf 6,17 Cent je Kilowattstunde. Das teilten die vier für die Verwaltung des Ökostrom-Kontos verantwortlichen Übertragungsnetzbetreiber am Mittwoch mit.

Das Sinken wird bei der über den Strompreis zu zahlenden Umlage bei einem Verbrauch von 3500 Kilowattstunden aber nur 2,45 Euro weniger im Jahr ausmachen. Da zugleich der Netzausbau zu Buche schlägt, könnten flächendeckende Preissenkungen ausbleiben - aber zumindest dürfte es keine weiteren starken Preissprünge geben.

Mehr Strom aus erneuerbaren Energien

Grund für den leichten Rückgang ist einerseits ein Überschuss auf dem Ökostromkonto der Netzbetreiber von knapp 1,4 Milliarden Euro zum 30. September 2014. Ein Jahr zuvor hatte dort noch ein Defizit von 2,2 Milliarden Euro gestanden. Gleichzeitig werde die Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energien im nächsten Jahr allerdings weiter ansteigen, teilten die Netzbetreiber unter Verweis auf Prognosen unabhängiger Gutachter mit. Der Anstieg um mehr als zehn Terawattstunden auf dann insgesamt 160 Terawattstunden werde vor allem der Erzeugung von Windenergie an Land und auf dem Meer sowie Biomasse zugerechnet.

Die Ökostrom-Umlage ist durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) geregelt, das erst diesen Sommer überarbeitet wurde. Es garantiert den Erzeugern von Strom aus erneuerbaren Energien eine feste Vergütung bei der Einspeisung in das deutsche Stromnetz. Auf diese Weise soll Deutschland unabhängiger von fossilen Brennstoffen werden.

ono/DPA/AFP / DPA
Themen in diesem Artikel