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Opel: Angst um Astra-Entwicklung in Deutschland

Der Opel-Astra wird möglicherweise nicht mehr in Deutschland weiterentwickelt. Neue Modelle könnten künftig in Südkorea oder Japan entworfen werden.

Es könne sein, dass der Astra-Auftrag an ein anderes Entwicklungszentrum des Opel-Mutterkonzerns General Motors (GM) vergeben werde, sagte Opel-Vorstandschef Hans Demant der "Financial Times Deutschland". "Im Verbund kämen auch Detroit, Suzuki oder Daewoo in Frage." Eine Entscheidung werde bis Ende des Jahres fallen. Suzuki in Japan und Daewoo Motor in Südkorea sind ebenfalls Töchter des US-Konzerns GM, dessen Hauptsitz Detroit ist. Der Astra ist das meistgebaute Auto im Opel-Programm.

Wegen hoher Verluste seines Europageschäfts und darunter auch seiner deutschen Tochter hat GM in Europa ein strenges Sparprogramm sowie einen massiven Stellenabbau durchgesetzt. Für 2005 kündigte der weltweit drittgrößte Autobauer am Donnerstag einen fallenden Gewinn an. Zugleich schob er ein langfristiges Gewinnziel auf. GM werde den für Mitte des Jahrzehnts angepeilten Gewinn je Aktie von zehn Dollar nun erst 2007 erreichen, teilte GM in Detroit mit.

Reuters / Reuters