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GM, Toyota, Fiat Chrysler: Kalifornien will keine Dienstwagen mehr von Herstellern kaufen, die Trump unterstützen

VW und BMW können sich freuen: Weil sie sich an die strengen kalifornischen Abgaswerte halten wollen, plant der US-Bundesstaat seine Dienstwagen bei ihnen zu kaufen. Grund: Firmen, die Trumps Politik unterstützen, sollen boykottiert werden.

Autoverkehr in Los Angeles

Autoverkehr in Los Angeles

AFP

Weil die Metropole Los Angeles in den 70er-Jahren im Smog versank, hat Kalifornien mittlerweile die strengsten Abgasvorschriften der USA – und viele andere US-Bundesstaaten machen es den Westküstlern nach. Doch Donald Trump drängt darauf, die Emissionsnormen bundesweit senken – was sich Kalifornien nicht bieten lassen will. Deshalb geht die dortige Regierung nun zum Gegenangriff über und wird keine Dienstwagen mehr von Firmen kaufen, die Trumps Umweltpolitik unterstützen, sagte der Gouverneur Gavin Newsom. Namentlich: GM, Toyota und Fiat Chrysler.

Deutsche Autobauer dürften sich freuen

Newsom weiter: "Autobauer, die sich auf die falsche Seite der Geschichte gestellt haben, werden von der Kaufkraft Kaliforniens nichts haben." Deutsche Hersteller dürfte die Nachricht freuen. Denn mit Beginn des nächsten Jahres sollen nur noch Wagen von Unternehmen gekauft werden, die sich an Kaliforniens Abgas-Privilegien halten wollten, so Newsom, darunter seien Ford, BMW und VW.

US-Präsident Donald Trump kündigt jetzt auch ganz offiziell das Pariser Klimaabkommen.

Der Nachrichtenagentur Reuters zufolge habe Kalifornien zwischen 2016 und 2018 weder bei VW noch bei BMW einen einzigen Wagen erstanden. Für Ford-Fahrzeuge hatte Kalifornien in dieser Zeit knapp 70 Millionen Dollar ausgegeben, für die von GM rund 60 Millionen Dollar, für Fiat-Chrysler-Fahrzeuge fast 56 Millionen Dollar und für Toyota-Modelle gut zehn Millionen Dollar.

Kalifornien zieht zur Not vors Oberste Gericht

Trump hatte im September angekündigt, dass seine Regierung Kalifornien das Sonderrecht für strengere Regeln gegen Luftverschmutzung aberkennen wolle. Dem US-Präsidenten zufolge würden diese Maßnahme werde zu "weitaus weniger teuren" und "wesentlich sichereren" Autos führen. Der Bundesstaat, der größte Automarkt der USA und Vorreiter im Klimaschutz, will für den Erhalt des Abgasprivilegs notfalls bis zum Obersten Gerichtshof gehen. "Kalifornien wird niemals auf Erlaubnis aus Washington warten, um die Gesundheit und Sicherheit von Kindern und Familien zu schützen", so Gouverneur Newsom.

Quellen: Reuters, ARD, "New York Times"

nik