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Foodtruck vom Discounter ... dann kommt Penny eben zu den Kunden


Foodtrucks sind im Trend - das dachte sich wohl auch Penny. Der Discounter karrt spezielle "To-go"-Produkte in Büroviertel oder auf Festivals, um neue Kunden zu gewinnen. 

Gekühlter Milchkaffee, Salami-Käse-Sandwich oder Pasta-Salat: Vor knapp 18 Monaten startete der Discounter Penny seine "penny to go"-Produkt-Palette. Mit dem schnellen Snack für zwischendurch wollte die Discounter-Tochter von Rewe neue Kunden anlocken: Menschen, die in der Mittagspause ein Häppchen essen wollen. Oder Singles, die abends noch den kleinen Hunger verspüren. Jetzt geht Penny noch ein Stück weiter - oder genauer: fährt noch weiter. Denn der Discounter hat seinen "To-go"-Produkten einen fahrbaren Untersatz spendiert. Ein Foodtruck soll neue Kunden anlocken.

Foodtrucks, also kleine Transporter, in denen schnell Snacks und Fast Food zubereitet wird, sind im Trend. Die Highspeed-Köche setzen auf ausgewählte Zutaten und servieren Burger, Sandwiches und andere Snacks in Rekordzeit. Essen auf der Straße und von der Straße - schnell, international beeinflusst, ausgewogen, modern. Bei diesem Hype will Penny mitmischen. "Die Esskultur wandelt sich. Der Snack zwischendurch wird dem selbst gekochten Essen häufig vorgezogen, und der Schnellimbiss war noch nie so beliebt wie heute", sagt ein Sprecher der Rewe Group dem stern. Kunden bekommen beim Foodtruck ausgewählte Snacks aus der rund 80 Artikel umfassenden "To-go"-Serie, wie Frucht- und Gemüse-Smoothies, Club Sandwiches, Wraps und Salate. 

Penny-Truck für "gestresste Manager"

Seit Ende 2014 kurvt auf Deutschlands Straßen der blassgrüne Lieferwagen des Discounters umher. Ob beim Hamburger Schlagermove, dem Kölner Karneval oder vor dem Frankfurter Hauptbahnhof: Dort, wo Menschen sind, steht der Wagen. Eine klare Zielgruppe gibt es für den Truck nicht, heißt es bei Rewe. Ob Jugendliche, Familien oder "gestresste Manger": Jeder, der sich "außer Haus ernährt", sei ein potentieller Kunde. Doch die Qualität der Produkte scheint nicht alle zu überzeugen. "Das Mittagpausenessen ist tatsächlich günstig. Schmeckt aber auch genau so. Wer zuckrige Pastasalate mit Pesto mag, kommt auf seine Kosten", schreibt der "Supermarktblog" über die neue Produktlinie.

Günstige Smoothies und Salate

Tatsächlich sind die Produkte ein Schnäppchen, die Preise wie beim Discounter: Sandwiches kosten rund zwei Euro, Milchshakes rund 50 Cent und Smoothies weniger als einen Euro. "Die bisherige Kundenresonanz ist sehr gut. Penny verzeichnet bei einigen Produkten zweistellige Zuwachsraten", sagt der Rewe-Sprecher. "Der "penny to go"-Truck soll das Thema außerhalb der Märkte platzieren, neue Zielgruppen erschließen und natürlich für eine gewisse Aufmerksamkeit sorgen." An 29 Standorten fuhr der Truck in diesem Jahr bereits vor und blieb dort bis zu vier Tage vor Ort. 

Essen auf Rädern

Mit dem Truck versucht Penny sich an einen Food-Trend zu hängen - doch bislang scheint der Truck eher als Marketinginstrument durchs Land zu rollen. Und dennoch ist Penny nicht der einzige Supermarkt, der neue Vertriebswege sucht. So setzt beispielsweise der Vollversorger Rewe auf Lieferung bestellter Lebensmittel.  


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