HOME

Suhrkamp-Verlag: Richterin prüft Insolvenzplan

Noch ist keine Entscheidung über die Zukunft des traditionsreichen Suhrkamp Verlages gefallen. Das Insolvenzverfahren gestaltet sich schwieriger als erwartet.

Anders als erwartet gibt es noch keine Entscheidung über den Insolvenzplan für den traditionsreichen Suhrkamp Verlag. Wie Gerichtssprecher Ulrich Wimmer am Freitag mitteilte, ist die zuständige Richterin am Amtsgericht Berlin-Charlottenburg noch mit der Prüfung des Konzepts befasst. "Das ist ein so umfangreiches Vorhaben, dass viele Punkte geklärt werden müssen", so Wimmer.

Ursprünglich war die Entscheidung innerhalb von zwei Wochen nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens, am 6. August, erwartet worden. Diese Frist in der Insolvenzordnung sei eine Soll-Regel, die bei komplizierteren Fällen auch mehr Spielraum biete, sagte der Gerichtssprecher.

Nach dem Insolvenzplan, der von Suhrkamp-Chefin Ulla Unseld-Berkéwicz unterstützt wird, soll der Verlag von einer Kommandit- in eine Aktiengesellschaft umgewandelt werden. Der seit Jahren mit Berkéwicz zerstrittene Miteigentümer Hans Barlach würde dabei weitgehend entmachtet. Er lehnt das Insolvenzverfahren deshalb grundsätzlich ab.

kgi/DPA / DPA