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TELEKOM: Rekord-Verlust von 28 Milliarden Euro

Die Deutsche Telekom wird dieses Jahr wohl mit dem höchsten Verlust abschließen, den je ein DAX-Unternehmen ausgewiesen hat. Bis Ende des Jahres werde laut »Handelsblatt« ein Verlust von bis zu 28 Milliarden Euro auflaufen.

Der designierte Telekom-Chef Kai-Uwe Ricke startet mit tiefroten Zahlen: Die Deutsche Telekom wird nach Informationen des in Düsseldorf erscheinenden »Handelsblatts« dieses Jahr wohl mit dem höchsten Verlust abschließen, den je ein zur DAX-Riege gehörendes Unternehmen ausgewiesen hat. Unter Berufung auf informierte Kreise berichtet das Blatt, bis Ende des Jahres werde bei dem Konzern ein Verlust von bis zu 28 Milliarden Euro auflaufen. Die Telekom habe nicht dazu Stellung nehmen wollen, schreibt die Zeitung.

Größter Brocken sei eine Sonderabschreibung auf den Wert von teuer hinzugekauften Unternehmen und auf UMTS-Mobilfunklizenzen, heißt es. Die Sonderabschreibung werde etwa 20 Milliarden Euro betragen. Hinzu kämen bis zu acht Milliarden Euro Verlust aus dem operativen Geschäft. In den ersten neun Monaten des Jahres ist dem Blatt zufolge bereits ein Verlust von fünf Milliarden Euro aufgelaufen.

Der Telekom-Vorstand habe sich inzwischen darauf geeinigt, die US-Mobilfunktochter Voicestream nicht zu verkaufen, berichtet die Zeitung. Verhandlungen mit dem US-Konkurrenten Cingular über einen Einstieg als Mitgesellschafter würden zunächst nicht fortgesetzt. Das Geschäft in den USA entwickle sich erheblich besser als erwartet.