Übernahme Zank um die "Berliner Zeitung"


Dem Springer-Verlag ist die diskutierte Übernahme der "Berliner Zeitung" durch den Holtzbrinck-Konzern ein Dorn im Auge. Er droht mit der Einstellung der "Welt" und der "Berliner Morgenpost".

Im Streit um die Übernahme der "Berliner Zeitung" durch den Holtzbrinck-Konzern hat der Springer-Verlag mit der Einstellung von "Welt" und "Berliner Morgenpost" gedroht. In einem Brief an Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD) warnte Vorstandschef Mathias Döpfner vor "schwerwiegenden Konsequenzen", falls der Minister nach dem Nein des Bundeskartellamtes die Übernahme doch noch erlaube. Eine Springer-Sprecherin bestätigte am Donnerstag einen entsprechenden Bericht des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel".

Die Übernahme der "Berliner Zeitung" durch Holtzbrinck hätte zwingend zur Folge, dass "zunächst die "Morgenpost" und letztlich auch die "Welt" vom Markt genommen werden müssten", heißt es in dem Schreiben vom Beginn der Woche. Die Entscheidung über eine Ministererlaubnis soll Mitte Mai fallen. Der Holtzbrinck-Verlag ("Die Zeit", "Handelsblatt") besitzt in Berlin bereits den "Tagesspiegel". Er hat seinerseits mit der Einstellung des "Tagesspiegels" gedroht, falls die Ministererlaubnis nicht erteilt wird. Die "Berliner Zeitung" gehörte bislang zur Bertelsmann-Tochter Gruner+Jahr.


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