ÜBERNAHMEPOKER AOL Time Warner bekommt Viva-Anteile


Das Ringen um die Übernahme des Musiksenders Viva soll der US-Medienkonzern AOL Time Warner für sich entschieden haben. Konkurrent Viacom wäre damit aus dem Rennen.

Den Übernahmepoker um den Musiksender Viva soll nach einem Zeitungsbericht der US-Medienkonzern AOL Time Warner für sich entschieden und den Konkurrenten Viacom ausgestochen haben. Wie die »Süddeutschen Zeitung« in ihrer Freitagausgabe schreibt, hat AOL Time Warner von der Musikgruppe EMI ein 15,3-prozentiges Viva-Anteilspaket übernommen.

Von MTV, einer Tochter des US-Konzerns Viacom, hieß es, die Verhandlungen um eine Übernahme von Viva seien eingestellt worden. »Unsere Investitionskriterien und strategischen Ziele konnten nicht erfüllt werden«, sagte der in London ansässige MTV-Europachef Brent Hansen der dpa am Freitag. Nach seinen Angaben hätte MTV alles daran gesetzt, die Marke Viva langfristig zu erhalten und beide Musiksender parallel weiter zu entwickeln.

Hansen hatte nach eigenen Worten Gespräche mit mehreren Viva- Anteilseignern geführt, zu denen unter anderem AOL Time Warner, Vivendi Universal und die EMI-Gruppe gehören. In der Branche wurde ein Übernahmepreis von 17 Euro pro Aktie angegeben. Am Freitagmorgen lag der Kurs der Viva-Aktie bei knapp über 13 Euro. Langfristige Prognosen von Analysten schätzen nach MTV-Angaben die Viva-Aktie bei rund elf bis 13 Euro ein.


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