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Unternehmenskultur: 5 Milliarden einstreichen, 600 entlassen

Der britische Ölmulti BP treibt seine Sparpläne voran und will trotz eines Milliardengewinns rund 600 Arbeitsplätze in Deutschland streichen. "Gemeinsam versuchen wir alles, um betriebsbedingte Kündigungen zu vermeiden, aber noch können wir sie nicht garantieren", sagte der Vorstandschef der Deutschen BP, Uwe Franke, zu den Plänen den Zeitungen der Essener WAZ-Gruppe (Mittwochausgaben).

Der britische Ölmulti BP treibt seine Sparpläne voran und will trotz eines Milliardengewinns rund 600 Arbeitsplätze in Deutschland streichen. "Gemeinsam versuchen wir alles, um betriebsbedingte Kündigungen zu vermeiden, aber noch können wir sie nicht garantieren", sagte der Vorstandschef der Deutschen BP, Uwe Franke, zu den Plänen den Zeitungen der Essener WAZ-Gruppe (Mittwochausgaben).

Von den rund 1200 Arbeitsplätzen in der Bochumer Hauptverwaltung sollen demnach 200 Stellen in ein neues europäisches Dienstleistungszentrum nach Budapest verlagert werden. In der Gelsenkirchener Raffinerie sollten 340 von bislang 2060 Stellen wegfallen. Zudem seien in Hamburg demnach 50 und in Mönchengladbach zehn Arbeitsplätze betroffen.

Zwar erwarte das Unternehmen, zu dem in Deutschland die Tankstellenmarke Aral gehört, trotz der Wirtschaftskrise in diesem Jahr schwarze Zahlen, sagte Franke. Aber man dürfe in guten Jahren nicht mit der Kostendisziplin warten, bis man in den roten Zahlen sei.

BP hatte am Dienstag für das dritte Quartal einen bereinigten Gewinn von knapp fünf Milliarden Dollar ausgewiesen. Damit halbierte sich das Ergebnis zwar, dank des Sparkurse lag es aber um fast 50 Prozent über den Expertenerwartungen.

Reuters / Reuters