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US-Autobranche: Ford prüft weitere Stellenstreichung

Der amerikanische Autokonzern Ford will zur Verminderung seiner Verluste zu harten Maßnahmen greifen. So sollen mehr Fabriken geschlossen und Stellen gestrichen werden - sogar im Management.

In seiner Online-ausgabe vom Freitag berichtet das "Wall Street Journal", dass Ford nun auch Stellen im Management streichen will, um die Gehaltskosten in den USA um weitere zehn bis 30 Prozent zu reduzieren. Im kommenden Monat sollen in Nordamerika 6000 Stellen von Angestellten dem Rotstift zum Ofper fallen, berichtete die US-Wirtschaftsagentur "Bloomberg". Dies sind mehr als 16 Prozent der Ford-Angestellten. Der Autobauer will zunächst freiwillige Vereinbarungen mit Abfindungen erreichen, ehe auf Entlassungen zurückgegriffen wird. Ein Ford- Sprecher wollte hierzu keine Stellung nehmen.

14 Fabriken werden geschlossen

Konzernchef Bill Ford steht angesichts von Verlusten von 254 Millionen Dollar im zweiten Quartal und schleppenden US-Autoverkäufen unter Druck, den Restrukturierungsplan "Weg vorwärts" (Way Forward) zu beschleunigen, berichtete das "Wall Street Journal". Ford hatte im Januar im Rahmen des Plans angekündigt, dass 30.000 nordamerikanische Stellen gestrichen und bis 2012 insgesamt 14 Fabriken geschlossen werden sollten.

Ford wollte seine nordamerikanischen Gehaltskosten um zehn Prozent senken, was 4000 Arbeitsplätzen entspräche. Dies Ziel sei im ersten Quartal durch Entlassungen bereits erreicht worden. Jetzt ziehen Ford-Manager nach Angaben der Zeitung Pläne für mehr Streichungen in Erwägung. Der Autokonzern wollte gemäß seines Restrukturierungsplans 2007 und 2008 vier Fabriken schließen. Jetzt werde geprüft, ob die Schließungen beschleunigt werden müssten. Ford zieht die Ankündigung weiterer Werksaufgaben in Erwägung. Dazu wird sich der Verwaltungsrat des Unternehmens am 14. September treffen, um die Pläne zu prüfen.

DPA / DPA