HOME

Sanierung: Streicht Ford ein Drittel aller Jobs?

Die Sanierung bei Ford könnte mehr Arbeitsplätze kosten, als bislang befürchtet: Laut einer Zeitung stehen bei dem US-Autohersteller 40.000 Stellen zur Disposition - ein Drittel der Belegschaft.

Der Verwaltungsrat des angeschlagenen US-Autoherstellers Ford könnte in dieser Woche über die Streichung von fast 40.000 Stellen bis zum Jahresende beraten. Das seien 30 Prozent der nordamerikanischen Ford-Belegschaft, berichtete die "Detroit Free Press". Das wären rund 6000 mehr als die 34.000 Stellenkürzungen, die zuvor in diesem Jahr angekündigt worden waren.

Ford hatte ursprünglich im Rahmen seines nordamerikanischen Sanierungsplans die Streichung von 30.000 Stellen und die Schließung von 14 Fabriken bis 2012 angekündigt. Außerdem wollte Ford 4000 Angestellte nach Hause schicken oder insgesamt 34.000 Mitarbeiter.

Auf der Tagesordnung der Verwaltungsratssitzung stünden unter anderem auch beschleunigte und zusätzliche Werksschließungen, eine Änderung des Produktplans, die Konsolidierung der US-Ford-Händler und Abstandsofferten für Ford-Arbeiter im ganzen Land.

Der neue Ford-Konzernchef Alan Mulally werde an dem Treffen des Aufsichtsgremiums teilnehmen, dem er als neues Mitglied ebenfalls angehört. Mulally hatte in der vergangenen Woche Bill Ford als Unternehmenschef abgelöst. Ford ist allerdings Verwaltungsratsvorsitzender geblieben.

Mulally ist von Boeing zu Ford gekommen. Er hatte als Präsident der Boeings-Verkehrsflugzeugsparte eine erfolgreiche Sanierung des Geschäftsbereichs nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 durchgeführt. Die Airlines und Boeing hatten unter deren Auswirkungen sehr gelitten. Bei Boeing war die Belegschaft unter Mulally von 127.000 auf 52.000 reduziert worden.