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News von heute Fridays for Future kündigt für Oktober neuen globalen Klimastreik an

"Der Planet stirbt" steht auf einem Transparent bei einer Demonstration von "Fridays for Future" zum Klimastreik
Die Klimaschutzbewegung Fridays for Future hat für den 22. Oktober zu einem neuen globalen Klimastreik aufgerufen
© Martin Schutt / DPA
Die News von heute im stern-Ticker.

Inhaltsverzeichnis

Verfolgen Sie alle Nachrichten zur Bundestagswahl hier im Wahl-Ticker.

Die News von heute im stern-Ticker:   

17.30 Uhr: Nach Tropensturm 70.000 Häuser in Thailand überflutet

In Thailand sind bei Überschwemmungen rund 70.000 Häuser überflutet und sechs Menschen getötet worden. Die Behörden versetzten die Hauptstadt Bangkok in Alarmbereitschaft, um eine Wiederholung der Flutkatastrophe von 2011 zu verhindern. Nach Behördenangaben waren bereits 30 Provinzen im Norden und Zentrum des Landes von den Folgen des Tropensturms "Dianmu" betroffen, dort kam es teilweise zu massiven Überschwemmungen. 2011 waren in Bangkok mehr als 500 Menschen ums Leben gekommen, ein Fünftel der Stadt stand unter Wasser.

16.46 Uhr: Zweiter Verdächtiger nach gewaltsamem Tod von Sexarbeiterin gefasst

Im Fall der getöteten Sexarbeiterin aus Hannover haben die Ermittler einen zweiten Verdächtigen gefasst. Der 35-Jährige sei im Raum Hildesheim festgenommen worden, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft in Hannover mit. Die 53-Jährige war am 19. September leblos und gefesselt in ihrer Wohnung im Stadtteil Stöcken entdeckt worden. Dort hatte sie als Prostituierte gearbeitet. In Untersuchungshaft sitzt bereits ein 25-jähriger Tatverdächtiger. Dem Iraker wird Totschlag vorgeworfen.

Der Beschuldigte räume ein, zur Tatzeit am Tatort gewesen zu sein, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Nach eigener Darstellung war er aber nicht in der Wohnung der Frau, weil ihm niemand geöffnet habe. Von dem 25-Jährigen fanden sich jedoch nach Behördenangaben DNA-Spuren in der Wohnung.

Beide Männer sollen das Verbrechen gemeinschaftlich begangen haben. Der 35-Jährige bestritt zunächst, mit der Tat etwas zu tun zu haben. Er soll am Mittwoch dem Haftrichter vorgeführt werden. Dann wollen die Ermittler auch weitere Einzelheiten bekanntgeben.

16.07 Uhr: Abfallberge häufen sich in Marseille wegen Streik der Müllabfuhr

Ein Streik der Müllabfuhr sorgt in der Mittelmeermetropole Marseille für Abfallberge auf den Straßen. Der am Donnerstag vergangener Woche begonnene Streik weite sich aus, berichtete der Sender Europe 1. Der Auslöser ist, dass die Arbeitszeit der Müllfahrer ohne zusätzlichen Lohn kräftig erhöht werden soll. Ein frankreichweites Gesetz sehe ab Anfang kommenden Jahres eine 35-Stundenwoche für alle Beschäftigten im öffentlichen Dienst vor. Die Müllfahrer, die bisher am Ende ihrer Runde nach Hause konnten, klagen nun, dass sie zusammengerechnet 28 Tage im Jahr zusätzlich arbeiten müssten. Wie Anwohner dem Sender sagten, müsse eine Lösung in dem Konflikt gefunden werden. Die Abfallberge verschandelten die Stadt und lockten Ratten an.

15.48 Uhr: Kinder tagelang neben alleinerziehendem toten Vater

Drei kleine Kinder haben in einem kleinen Ort im oberbayerischen Landkreis Altötting einige Tage neben ihrem gestorbenen Vater gelebt. Die Tante der Mädchen habe den Mann nach einigen Tagen gefunden, bestätigte die Polizei in Burghausen. Der 35-Jährige sei eines natürlichen Todes gestorben, erläuterte ein Polizeisprecher in Rosenheim. Die "Passauer Neue Presse" hatte zuerst über den Fall berichtet.

Die zwei, drei und vier Jahre alten Mädchen hätten geglaubt, der Vater schlafe, schreibt die Zeitung. Dem Bericht zufolge starb der Mann in der Nacht zum 14. September und wurde am 17. September gefunden. Die Vierjährige als Älteste habe sich um ihre beiden kleineren Geschwister gekümmert und ihnen zu essen und zu trinken gegeben. Zunächst betreue nun die Tante die Mädchen.

15.31 Uhr: Fridays for Future kündigt für Oktober neuen globalen Klimastreik an

Die Klimaschutzbewegung Fridays for Future hat für den 22. Oktober den neunten globalen Klimastreik angekündigt. Der Streik werde in Deutschland erstmals zentral in Berlin stattfinden, teilte die Organisation in der Hauptstadt mit. Dort solle für "sozial gerechten und antirassistischen Klimaschutz" gestreikt werden, zudem sollten Blockaden im politischen Berlin und eine "Konferenz der Visionen" organisiert werden.

"Wir wissen, dass eine gerechtere Welt ohne Klimakrise und Ausbeutung möglich ist", erklärte Sprecherin Maia Stimming. "Dafür können wir uns aber nicht auf die Parteien verlassen, denn sie lassen uns keine Wahl, als die Veränderung selbst in die Hand zu nehmen." Der Streik sei Teil der Aktionstage "Gerechtigkeit jetzt", an denen auch die Organisationen Ende Gelände, Sea-Watch, das Aktionsbündnis Antirassismus, Extinction Rebellion, Mietenwahnsinn und die Aktion Agrar teilnähmen, hieß es weiter.

14.43 Uhr: Russische Justiz leitet neue Ermittlungen gegen Nawalny

Die russische Justiz hat neue Ermittlungen gegen den inhaftierten Kreml-Kritiker Alexej Nawalny eingeleitet. Nawalny und mehrere enge Mitstreiter werden laut einer Mitteilung des für schwere Straftaten zuständigen Ermittlungskomitees beschuldigt, "eine extremistische Organisation gegründet und angeführt" zu haben. Diese soll seit 2014 insbesondere zum "Machtwechsel durch Gewalt" aufgerufen haben. Eine mögliche Verurteilung wegen der neuen Vorwürfe könnte Nawalnys Haftstrafe deutlich verlängern.

Die russische Justiz hatte die von Nawalny gegründeten Organisationen – die Anti-Korruptionsstiftung FBK sowie sein regionales Unterstützernetzwerk – bereits im Juni für "extremistisch" erklärt und verboten. Nawalny gilt als wichtigster Widersacher des russischen Präsidenten Wladimir Putin. Die russische Opposition wirft der Führung in Moskau vor, die Parlamentswahlen im September manipuliert zu haben. Der Kreml bestreitet dies.

14.35 Uhr: Durchsuchungen bei früherem SPD-Politiker Kahrs in Hamburg wegen Cum-Ex-Skandal

Im Zusammenhang mit dem Cum-Ex-Skandal haben Ermittler übereinstimmenden Medienberichten zufolge das Haus des früheren SPD-Bundestagsabgeordneten Johannes Kahrs im Auftrag der Staatsanwaltschaft Köln durchsucht. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft fanden Durchsuchungen in Privaträumen sowie in Räumlichkeiten der Hamburger Finanzbehörden statt. Wegen des Anfangsverdachts der Begünstigung werde gegen drei Beschuldigte ermittelt, deren Namen die Ermittlungsbehörde nicht nannte. Die bisherigen Ermittlungen hätten Anhaltspunkte für strafrechtlich relevantes Verhalten der Beschuldigten im Zusammenhang mit Cum-Ex-Geschäften ergeben, erklärte die Staatsanwaltschaft. Der Bundesgerichtshof in Karlsruhe hatte Cum-Ex-Geschäfte im Juli für strafbar befunden.

14.24 Uhr: Polizei befreit Katze mit Garnelen-Trick

Mit einem Trick haben Polizisten in der Nähe von Freiburg ein Katzenbaby aus dem Motorraum eines Sattelzugs befreit. Zeugen hatten das Tier am Sonntag auf den Radkästen des auf einer Rastanlage an der A5 abgestellten Fahrzeugs gesehen, wie die Polizei heute mitteilte. Beim Eintreffen der Streife auf dem Rastplatz in Schallstadt im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald habe sich die Katze dann im Motorraum verkrochen.

Mit Garnelen eines Lastwagenfahrers habe das junge Tier letztlich aus dem Versteck herausgelockt und behutsam eingefangen werden können. Die Katze wurde den Angaben nach anschließend in ein Tierheim gebracht. Ob sie bereits seit längerer Zeit als blinder Passagier mit dem Lastwagen unterwegs war, habe noch nicht geklärt werden können, hieß es seitens der Polizei.

13.56 Uhr: Krätze und Hepatitis breiten sich in Syrien aus

Im Norden Syriens brechen wegen eines Mangels an sauberem Wasser immer mehr Krankheiten aus. Die Infektionszahlen von Krätze, Durchfall und Hepatitis seien im Sommer zwischenzeitlich um fast 50 Prozent gestiegen, teilte die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen mit. Internationale Geldgeber hätten die Finanzierung für das Bürgerkriegsland in diesem Jahr drastisch gekürzt. Viele Organisationen haben Ärzte ohne Grenzen zufolge deshalb die Wasserversorgung in Flüchtlingslagern eingestellt. Drei Millionen Menschen sind den Angaben nach von dem Wassermangel betroffen, vor allem Vertriebene. Auch die Bekämpfung der Corona-Pandemie würde erschwert. Dabei sind die Intensivstationen vieler Krankenhäuser im Land laut Hilfsorganisationen wegen stark steigender Corona-Infektionszahlen bereits jetzt schon voll.

Nach jüngsten Angaben der Vereinten Nationen sind in dem seit zehn Jahren andauernden Konflikt bislang mehr als 350.000 Menschen getötet worden.

13.50 Uhr: Künstlerkollektiv entsorgte AfD-Flyer statt sie auszuliefern

Das "Zentrum für politische Schönheit" ist nach eigenen Angaben verantwortlich für eine Aktion, mit der die AfD im Wahlkampf hinters Licht geführt worden war. Das Künstlerkollektiv teilte mit, es habe einen "Flyerservice Hahn" gegründet und der AfD angeboten, als Dienstleister Werbematerial für sie zu verteilen. Anstatt das Material zu verteilen, habe das ZPS die fünf Millionen Flyer von verschiedenen Kreisverbänden der Partei gesammelt, um sie später zu entsorgen.

Der genaue Umfang des entstandenen Schadens sei noch nicht bekannt, sagte ein AfD-Sprecher auf Anfrage. Vergangenen Freitag hatte die Partei von mehr als einer Million nicht verteilter Wahlkampf-Flyer gesprochen. AfD-Spitzenkandidat Tino Chrupalla hatte zwei Tage vor der Wahl erklärt: "Diese beispiellose Aktion trifft nicht nur die AfD. Hier ist bereits jetzt ein erheblicher Schaden für die Demokratie eingetreten." Die AfD kündigte an, zeitnah eine Strafanzeige stellen zu wollen.

13.27 Uhr: Neuer Nachtzug verbindet Wien über München mit Paris

Von Wien nach Paris gibt es ab dem 13. Dezember eine neue Nachtzugverbindung mit Halt in München. Der Nightjet fährt dreimal wöchentlich, wie die Deutsche Bahn (DB) mitteilte. Die Verbindung wird gemeinschaftlich von der DB, den Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) und der französischen SNCF angeboten. Zum Fahrplanwechsel der Deutschen Bahn am 13. Dezember startet außerdem ein neuer Nachtzug von Zürich über Basel und Köln nach Amsterdam.

Der Nightjet zwischen Wien und Paris fährt am Montag, Donnerstag und Samstag. Abfahrt in Wien ist um 19.40 Uhr, die Ankunft in Paris dann am nächsten Morgen um 9.42 Uhr. Am Dienstag, Freitag und Sonntag fährt er von Paris über München nach Wien. Er hält außerdem in St. Pölten, Linz und Salzburg. 

13.24 Uhr: Russland meldet so viele Corona-Tote an einem Tag wie noch nie

In Russland hat es so viele Corona-Tote innerhalb eines Tages gegeben wie noch nie seit Beginn der Pandemie vor gut eineinhalb Jahren. 852 infizierte Menschen seien binnen 24 Stunden gestorben, teilten die Behörden mit. Schon seit Monaten verzeichnet das flächenmäßig größte Land der Erde mit rund 146 Millionen Einwohnern hohe tägliche Todeszahlen, in den vergangenen Tagen stiegen so noch weiter an. Laut offizieller Corona-Statistik starben insgesamt mehr als 205.500 Patienten mit dem Virus. Es wird aber von einer hohen Dunkelziffer ausgegangen.

In Russland sind nach jüngsten Zahlen erst knapp 30 Prozent der Bevölkerung doppelt geimpft – obwohl das Land im August 2020 das weltweit erste Vakzin freigegeben hatte. Angesichts von täglich mehr als 20.000 Neuinfektionen wächst in der Bevölkerung die Sorge, dass es neue Beschränkungen geben könnte. 

13.04 Uhr: EU drängt VW zu Entschädigung aller Kunden im Dieselskandal

Im Dieselskandal hat die EU-Kommission Volkswagen zur raschen Entschädigung aller europäischen Verbraucher aufgerufen. Der auch für den Verbraucherschutz zuständige EU-Justizkommissar Didier Reynders sagte der Nachrichtenagentur AFP in Brüssel, VW dürfe nicht länger "auf Zeit spielen" und den Ausgang von Schadenersatzprozessen in den Mitgliedsländern abwarten. Volkswagen müsse "außerhalb von Deutschland genauso entschlossen handeln wie in Deutschland", forderte Reynders.

12.51 Uhr: Junger Nashornbulle im Berliner Zoo gestorben

Ein junger Nashornbulle ist im Berliner Zoo gestorben. Das drei Jahre alte Panzernashorn starb vermutlich an den Folgen einer Entzündung im Bauchraum, die möglicherweise zu einer Blutvergiftung oder Embolie führte, wie der Zoo mitteilte. Bereits seit einigen Wochen hatte das Nashorn namens Karl gesundheitlich angeschlagen gewirkt. Der rund 1,3 Tonnen schwere Nashornbulle wurde im Tierpark Berlin im Ostteil der Stadt geboren und zog mit seiner 26 Jahre alten Mutter vor zwei Jahren in den Berliner Zoo.

12.29 Uhr: Wieder Toter am Watzmann in Berchtesgadener Alpen entdeckt

Am Watzmann in den Berchtesgadener Alpen ist erneut ein toter Bergsteiger geborgen worden. Ein Wanderer aus München habe vergangene Woche einen leblosen Körper auf dem Weg zur Watzmann-Mittelspitze gefunden, teilte die Polizei mit. Der alarmierte Notarzt konnte nur den Tod feststellen. Die Identifizierung des Toten brauchte einige Tage, weil der Mann keine persönlichen Sachen bei sich hatte. Auch hatte ihn niemand als vermisst gemeldet.

Erst als sich ein Argentinier nach einem Landsmann bei der Polizei in Salzburg erkundigte, kamen die Behörden weiter: Es handle sich bei dem Toten um einen 25 Jahre alten Argentinier, der einige Zeit in Deutschland gelebt habe und auf einer Rucksacktour durch Europa gewesen sei, erklärte die Polizei. Die Ermittler gehen davon aus, dass er vom Gipfel der Watzmann-Mittelspitze auf rund 2700 Metern über mindestens 200 Meter abgestürzt war. Im August waren zwei Menschen am Watzmann ums Leben gekommen.

12.22 Uhr: Lufthansa-Tochter Swiss will ungeimpftem Kabinenpersonal kündigen

Die Schweizer Lufthansa-Tochter Swiss will Kabinenpersonal kündigen, das sich nicht gegen das Coronavirus impfen lässt. Das teilte die Swiss in Zürich auf Anfrage mit. Vorher hatten die Tamedia-Zeitungen darüber berichtet. Die Fluggesellschaft hatte im August die Impfpflicht für Besatzungen eingeführt. Bis 1. Dezember müssen alle vollständig geimpft sein. Hintergrund ist, dass viele Länder fliegendes Personal nur geimpft ins Land lassen wollen. Mehr als die Hälfte des Personals sei bereits geimpft, hieß es.

Wer dabei bleibe, sich nicht impfen zu lassen, müsse voraussichtlich Ende Januar 2022 mit der Kündigung rechnen. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die mehr Zeit zum Überlegen brauchen, dürften ihr Arbeitsverhältnis rund sechs Monate ruhen lassen und hätten ein Rückkehrrecht. "Für Crew-Mitglieder, die sich nachweislich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können, werden individuelle Lösungen gesucht", teilte ein Sprecher mit.

US-Krankenschwestern senden emotionalen Hilferuf von Intensivstationen

12.10 Uhr: Polizei: Größter Kokainschmugglerring Europas zerschlagen

Die spanische Polizei hat in Zusammenarbeit mit Kollegen aus Deutschland und anderen Ländern den nach eigenen Angaben größten Schmugglerring für Kokain Europas zerschlagen. Dabei seien in Spanien 61 Verdächtige vor allem aus Balkanländern festgenommen und unter anderem vier Tonnen Kokain, zweieinhalb Tonnen Marihuana und große Mengen Bargeld sichergestellt worden, bestätigte die Polizei.

An den jahrelangen Ermittlungen unter Leitung der europäischen Polizeibehörde Europol seien neben Polizisten aus Spanien und Deutschland auch Kollegen aus Kroatien, Slowenien und Serbien sowie Kolumbien und US-Beamte beteiligt gewesen. Die Festnahmen in Spanien seien bereits im Frühjahr dieses Jahres in Barcelona, Madrid, Málaga, Tarragona, Girona und Valencia erfolgt. Die Bande habe große Mengen Kokain aus Südamerika nach Europa geschmuggelt und in verschiedenen Ländern Europas verteilt.

12 Uhr: Taliban greifen vorübergehend zur Verfassung aus der Königszeit

Die militant-islamistischen Taliban in Afghanistan wollen vorübergehend die Verfassung aus der Zeit des 1973 abgesetzten Königs Sahir Schah anwenden. Demnach war der König weder dem Volk noch dem Parlament gegenüber rechenschaftspflichtig. Ausgenommen von der alten Verfassung seien Artikel, die dem Islam widersprächen, sagte Taliban-Justizminister Abdul Hakim Scharai einer Erklärung seines Ministeriums zufolge. Die Verfassung von 1964 soll demnach für die Zeit der Übergangsregierung gelten.

Wahlen haben die Taliban seit ihrer Machtübernahme Mitte August nie in Aussicht gestellt. Die Islamisten dürften in Kabul auf unabsehbare Zeit an der Macht bleiben. Ihre derzeit fast 50 Mitglieder umfassende Übergangsregierung besteht nur aus Männern aus dem Umfeld der Taliban.

11.55 Uhr: Tankwagenfahrer soll 800.000 Liter Treibstoff veruntreut haben

Rund 800.000 Liter Treibstoff soll ein Tankwagenfahrer in Österreich veruntreut haben. Der finanzielle Schaden der betroffenen Tiroler Tankstelle betrage etwa 1,5 Millionen Euro, berichtete die österreichische Nachrichtenagentur APA. Nach Angaben der Polizei hatte der heute 50-Jährige zwischen 2016 und 2021 die Tankstelle in Kufstein mit Treibstoff beliefert. Dabei soll er den Ermittlungen zufolge einen Teil der vereinbarten Menge bei einer anderen Tankstelle im Bezirk Kufstein abgefüllt haben, die den Treibstoff dann weiterverkaufte. Dennoch habe der Mann mit der Tankstelle, die er eigentlich beliefern sollte, die volle vereinbarte Menge abgerechnet. Nach Angaben der Polizei konnte der Tankwagenfahrer bei der Tankstelle, die er widerrechtlich belieferte, gratis tanken.

11.52 Uhr: Gericht macht Weg für erste Arbeiten am Fehmarnbelt-Tunnel in Deutschland frei

Das Oberverwaltungsgericht im schleswig-holsteinischen Schleswig hat den Weg für den Beginn erster Arbeiten am Fehmarnbelt-Tunnel auf der deutschen Seite freigemacht. In einem Beschluss billigte es die vorläufige Inbesitznahme von Grundstücken im Bereich des Fährhafens von Puttgarden, die für die Bauarbeiten auf deutscher Seite benötigt werden. Die Besitzerin der Grundstücke, das Fährunternehmen Scandlines, hatte gegen die vom Kieler Innenministerium angeordnete Maßnahme geklagt.

Der Fehmarnbelt-Tunnel unter der Ostsee soll Deutschland mit dem Nachbarland Dänemark verbinden. Dieser wird zwischen der deutschen Insel Fehmarn und der dänischen Insel Lolland gebaut und ist eines der größten Infrastrukturprojekte in Europa. Der Tunnel wird von Dänemark errichtet und betrieben, Deutschland konzentriert sich auf den Bau von Schienen- und Straßenanbindungen auf der eigenen Seite.

11.50 Uhr: Fast drei Viertel der Erwachsenen in Deutschland vollständig geimpft

Bei den Corona-Impfungen in Deutschland sind nun fast drei Viertel der Erwachsenen und ein Drittel der Kinder zwischen 12 und 17 Jahren vollständig geimpft. Die dafür meist nötige zweite Spritze haben nach Daten des Robert-Koch-Instituts inzwischen 74,7 Prozent aller Menschen ab 18 Jahren bekommen – und 33,2 Prozent derjenigen von 12 bis 17 Jahren. Mindestens eine erste Impfung haben demnach 78,6 Prozent der Erwachsenen und 41 Prozent der 12- bis 17-Jährigen erhalten.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) schrieb auf Twitter: "Das ist eine gute Quote." Jede weitere Impfung gebe allen mehr Sicherheit für Herbst und Winter. Insgesamt sind inzwischen 53,3 Millionen Menschen oder 64,1 Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft. Mindestens einmal geimpft sind 56,4 Millionen Menschen oder 67,8 Prozent aller Einwohner.

11.31 Uhr: Razzia wegen gewerbsmäßigen Betrugs in vier Bundesländern

In vier Bundesländern sind Polizei und Staatsanwaltschaft zu einer Razzia wegen des Verdachts des gewerbsmäßigen Betrugs ausgerückt. Rund 20 Wohn- und Geschäftsräume in Rheinland-Pfalz, Hessen, Nordrhein-Westfalen und im Saarland wurden durchsucht, wie die Staatsanwaltschaft Kaiserslautern mitteilte. Die Ermittlungen richten sich gegen fünf Verdächtige: einen ehemaligen sowie einen aktuellen Mitarbeiter eines Unternehmens des Karlsberg-Konzerns sowie drei Logistikunternehmer. Einige von ihnen sollen seit 2012 dem Unternehmen Transportleistungen unter Verwendung falsch deklarierter Rechnungen abgerechnet haben, die tatsächlich überhaupt nicht oder nur teilweise stattgefunden haben sollen. Der Staatsanwaltschaft zufolge ist von einem Schaden in Millionenhöhe auszugehen. Die Verantwortlichen des Karlsberg-Konzerns hätten den Ermittlern ihre Unterstützung zugesichert.

11.28 Uhr: Dienstmädchen gibt Arbeitgebern Klowasser zu trinken - Haft

Ein Dienstmädchen hat in Singapur seinen Arbeitgebern Wasser aus der Kloschüssel zu trinken gegeben und muss nun einen Monat in Haft. Der 32-Jährigen von den Philippinen sei zudem vorgeworfen worden, in die Wasserkanne gespuckt zu haben und teure Kosmetik der Hausherrin mitbenutzt zu haben, berichtete die lokale Zeitung "Today" unter Berufung auf die Justiz. Die Taten wurden entdeckt, nachdem die Familie misstrauisch geworden war und Kameras im Haus installiert hatte. Die Frau habe die Taten zugegeben, als ihr daraufhin von der zuständigen Arbeitsagentur gekündigt werden sollte.

Die Anwälte der Angeklagten sagten vor Gericht, ihre Mandantin sei von ihren Dienstgebern schlecht behandelt worden. So habe das Ehepaar ihr das Handy abgenommen und sie mangelhaft ernährt. Außerdem sei das Paar ihr zwei Monatsgehälter schuldig gewesen. "Wenn Sie irgendwelche Beschwerden haben, gibt es legitime Kanäle, an die Sie sich wenden können, aber es ist nicht richtig, das zu tun, wie Sie getan haben", sagte der zuständige Richter Ng Peng Hong.

10.51 Uhr: China lässt seit 2018 festgehaltene US-Geschwister ausreisen

China hat zwei seit mehr als drei Jahren festgehaltene US-Amerikaner in ihre Heimat zurückkehren lassen. Wie die Hongkonger Zeitung "South China Morning Post" berichtete, flogen die Geschwister Victor und Cynthia Liu bereits am Samstag aus Shanghai aus. Sie waren bereits im Juni 2018 mit einem Ausreiseverbot belegt worden, weil die chinesischen Behörden ihren Vater im Zusammenhang mit einem Betrugsfall suchten, wie die "South China Morning Post" unter Berufung auf den Anwalt der Geschwister berichtete.

Das Reisedatum deutete darauf hin, dass sie Teil eines Deals waren, der es der Finanzchefin des chinesischen Technologie-Konzern Huawei, Meng Wanzhou, ermöglicht hat, nach China zurückzukehren. Die Top-Managerin war im Dezember 2018 auf Ersuchen der US-Behörden in Kanada verhaftet worden. Die US-Regierung warf ihr unter anderem Bankbetrug vor. Am Samstag durfte Meng Wanzhou jedoch nach China zurückkehren.

10.45 Uhr: Frau in Pakistan wegen Gotteslästerung zum Tode verurteilt

Ein Gericht in Pakistan hat eine Frau zum Tode verurteilt, weil sie in Schriftstücken den Propheten Mohammed verunglimpft haben soll. Die Richter in der Stadt Lahore sprachen die Muslima laut dem heute veröffentlichten Urteil wegen Gotteslästerung schuldig. Ein örtlicher Geistlicher hatte die Frau 2013 beschuldigt, sich selbst als Prophetin zu bezeichnen. Ihr Anwalt sagte indes, sie sei zu dem Zeitpunkt nicht zurechnungsfähig gewesen. Außerdem seien die Texte nicht von ihr verfasst, sondern manipuliert worden. Die Verteidigung kann den Schuldspruch nun vor dem Obersten Gerichts Lahores anfechten.

Gotteslästerung und die Beleidigung des Propheten stehen in Pakistan unter Strafe. Das südasiatische Land führte die umstrittenen Blasphemiegesetze in den 1980er-Jahren während der Amtszeit des Militärherrschers Zia ul-Haq ein.

10.38 Uhr: Polizei fasst nach antisemitischem Anschlag in Hamburg mutmaßlichen Schläger

Ermittler des Hamburger und Berliner Landeskriminalamts haben in Berlin den mutmaßlichen Täter des antisemitischen Angriffs auf einen 60-Jährigen bei einer Mahnwache in Hamburg gefasst. "Wir gehen davon aus, dass wir die Tat aufgeklärt haben und den Tatverdächtigen ermittelt haben", sagte ein Sprecher der Polizei der Deutschen Presse-Agentur. Weitere Informationen könne man zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht herausgeben.

Der 60-jährige Mann hatte am 18. September an einer Mahnwache für Israel und gegen Antisemitismus in der Hamburger Innenstadt teilgenommen. Dabei wurde er Opfer eines Angriffs. Zunächst sei er von einem Mann antisemitisch beleidigt und dann mit der Faust ins Gesicht geschlagen worden, wodurch er eine Platzwunde erlitten habe, teilte die Polizei mit. Der Täter sei anschließend mit seinen Begleitern wahrscheinlich auf Leih-E-Scootern geflüchtet.

10.08 Uhr: Mehr als 20 Fischer bei Luftangriff in Nordost-Nigeria getötet

Bei einem Angriff der nigerianischen Luftwaffe sind im Nordosten des Landes mindestens 20 Fischer getötet worden. Das erfuhr die Nachrichtenagentur AFP von Bewohnern der Region und aus Militärkreisen. Der Angriff richtete sich demnach gegen ein Dschihadistencamp in der Grenzregion von Nigeria, Niger, Tschad und Kamerun am Tschadsee. Ein Militärflugzeug habe am Sonntag das Dorf Kwatar Daban Masara am Tschadsee angegriffen, wo sich eine Hochburg der Gruppierung Islamischer Staat Provinz Westafrika (Iswap) befindet. Die Gruppe hatte es den Fischern kürzlich gestattet, gegen die Entrichtung einer Abgabe im Tschad-See zu fischen. Der nigerianische Geheimdienst wies darauf hin, dass Fischer, die dieses Angebot wahrnähmen, dies auf eigene Gefahr täten, weil es "kein Mittel gibt, sie von Terroristen zu unterscheiden".

In Nigeria bekämpfen die Sicherheitskräfte seit zwölf Jahren einen dschihadistischen Aufstand, der sich nach Niger, Tschad und Kamerun ausgeweitet hat. Mindestens 40.000 Menschen wurden seither getötet und mindestens zwei Millionen Menschen vertrieben.

9.42 Uhr: VW-Manager im Prozess um hohe Betriebsratsgehälter freigesprochen

Im Untreue-Prozess um die jahrelange Genehmigung hoher Gehälter für leitende Betriebsräte bei Volkswagen hat das Landgericht Braunschweig die vier angeklagten Personalmanager freigesprochen. Ihnen sei kein strafbares Verhalten nachzuweisen urteilte die zuständige Kammer und folgte damit nicht der Linie der Staatsanwaltschaft, die in ihrem Plädoyer Bewährungsstrafen und Geldauflagen für die Führungskräfte gefordert hatte.

Es ging um die Frage, ob drei ehemalige und ein noch heute amtierender Manager zwischen 2011 und 2016 unangemessen hohe Bezüge für besonders einflussreiche Mitglieder der VW-Belegschafsvertretung freigegeben hatten. Juristisch gesehen lautete der Vorwurf der Ankläger auf Untreue, teils im besonders schweren Fall. Ein Teil des Gewinns sei durch die überzogenen Gehälter vermindert worden, wodurch VW auch weniger Steuern gezahlt habe. Den Schaden für VW bezifferte die Anklage im Verfahren auf mehr als 5 Millionen Euro. Für Kritiker des Konzerns stand zudem der Verdacht im Raum, die Führung könnte versucht haben, sich die Gewogenheit des Betriebsrates über finanzielle Zuwendungen vor schwierigen Entscheidungen zu sichern.

9.24 Uhr: Schadenersatzprozess gegen Tüv Süd wegen Staudammbruchs in Brasilien

Vor dem Landgericht München I hat ein Zivilprozess wegen eines Staudammbruchs in der brasilianischen Gemeinde Brumadinho Anfang 2019 gegen den Tüv Süd begonnen. In dem Verfahren werfen die Gemeinde Brumadinho und Angehörige eines der mindestens 270 Todesopfer einer Gesellschaft des Tüv vor, den Damm überprüft und zertifiziert zu haben, obwohl er nicht ausreichend sicher gewesen sei.

Der Bruch des Staudamms an einem Rückhaltebecken der Vale-Eisenerzmine brachte eine giftige Schlammlawine ins Rollen. Neben hohen Totenzahlen führte dies auch zu einer Naturkatastrophe in der Region. Der Konzern Vale erklärte sich in diesem Jahr zur Zahlung von 5,8 Milliarden Euro zur Beseitigung der sozialen und ökologischen Folgen des Dammbruchs bereit. 1,4 Milliarden Euro davon waren direkt für Betroffene vorgesehen.

8.31 Uhr: Explosion und Brand in Göteborg – mehr als 20 Verletzte

In der schwedischen Großstadt Göteborg hat es eine größere Explosion mit mutmaßlich mehreren Schwerverletzten gegeben. Die Detonation ereignete sich nach Angaben der Polizei am frühen Morgen in einem Mehrfamilienhaus im Stadtteil Annedal. Im Anschluss soll es zu einem Brand gekommen sein. Wie schwedische Medien berichten, wurden 23 Menschen ins Krankenhaus gebracht. Die große Mehrheit von ihnen soll nur leichtere Verletzungen erlitten haben, manche aber auch schwere. Hunderte Menschen seien evakuiert worden, einige auch aus den Fenstern des Gebäudes gesprungen, sagte der Einsatzleiter der Rettungskräfte demnach. Der Brand sei noch nicht unter Kontrolle. Die Hintergründe der Explosion sind unklar.

8.12 Uhr: Australier bei Bootstour von Krokodil gebissen

Bei einer organisierten Bootstour auf dem Adelaide River im Norden von Australien ist ein Passagier von einem Krokodil gebissen und am Arm verletzt worden. Der Mann habe stark geblutet und sei von anderen Mitreisenden notversorgt worden, berichtete der australische Sender ABC. Das 60-jährige Opfer sei später im Krankenhaus von Palmerston nahe der Regionalhauptstadt Darwin operiert worden. Ein Sprecher der örtlichen Notdienste sagte, es habe sich wohl um ein drei bis vier Meter langes Krokodil gehandelt, jedoch seien die Umstände des Vorfalls noch unklar.

Der Adelaide River im australischen Northern Territory ist für so genannte Jumping Crocodile Cruises bekannt - Krokodil-Kreuzfahrten, bei denen die Reptilien mit an Angelhaken befestigtem Fleisch angelockt werden. Die Tiere springen oft ganz in der Nähe der Reling aus dem Wasser, um den Happen zu vertilgen. Ob das Unglück bei einer solchen Tour geschah, die bei Touristen in aller Welt beliebt ist, ist unklar.

7.40 Uhr: Starkes Nachbeben erschüttert Kreta

Erneut hat ein Beben am Morgen die Mittelmeerinsel Kreta erschüttert. Es hatte eine Stärke von 5,3 und war nach Angaben des Chefs des Geodynamischen Instituts von Athen, Giorgos Chouliaras, ein Nachbeben des Erdstoßes von gestern. Das hatte mit einer Stärke von 5,8 ein Menschenleben gefordert und schwere Schäden angerichtet. "Die Einwohner sollen nicht in beschädigte Häuser zurückkehren", sagte Chouliaras im Staatsfernsehen weiter. Die Erdbebenserie werde andauern. Zuvor hatten sich mehr als 60 kleinere Beben ereignet.

Tausende Menschen mussten die Nacht in Zelten oder in ihren Autos verbringen, weil zahlreiche Häuser schwer beschädigt wurden. Die meisten Schäden wurden in der Region des Dorfes Arkalochori südlich der Hafenstadt Iraklion registriert. Hotelanlagen wurden nicht beschädigt, wie örtliche Medien berichteten. 

6.46 Uhr: Pfizer startet klinische Studie mit mRNA-Impfstoff gegen Grippe

Der US-Pharmakonzern Pfizer hat eine klinische Studie mit einem mRNA-Impfstoff gegen Grippe gestartet. Ziel sei es, durch die Anwendung der neuen Technologie die Wirksamkeit von Grippe-Impfstoffen zu verbessern, teilte das Unternehmen mit. Die Vakzine, die derzeit im Einsatz sind, haben eine Wirksamkeit von 40 bis 60 Prozent. An der Studie sollen in den USA mehr als 600 Probanden im Alter von 65 bis 85 Jahren teilnehmen.

5.23 Uhr: Ford will Milliarden in Produktion von E-Autos investieren

Der US-Autokonzern Ford will die Produktion von Elektroautos mit Investitionen in Höhe von mehr als elf Milliarden Dollar ausweiten. Bis 2025 sollen vier neue Werke gebaut und 11.000 Arbeitsplätze geschaffen werden, wie das Unternehmen ankündigte. Ford will die Fabriken zusammen mit seinem südkoreanischen Partner SK Innovation in den US-Bundesstaaten Kentucky und Tennessee bauen. Der US-Autobauer stellt nach eigenen Angaben sieben Milliarden Dollar für das Projekt bereit, die restlichen 4,4 Milliarden Dollar steuert SK bei. 

Ford-Chef Bill Ford erklärte, sein Unternehmen wolle "Amerikas Übergang zu Elektrofahrzeugen anführen und eine neue Ära der sauberen, CO2-neutralen Produktion einleiten". Der Autobauer geht davon aus, dass der Anteil reiner E-Autos an seiner Flotte bis 2030 auf 40 bis 50 Prozent ansteigt.

4.55 Uhr: Feuerwehr prallt in Jülich gegen Lkw – Neun Verletzte

Neun Verletzte, ein zerstörtes Löschfahrzeug, ein ramponiertes Sonnenstudio und Sachschaden in sechsstelliger Höhe: Die Einsatzfahrt eines Feuerwehrfahrzeugs zu einem brennenden Wohnhaus in der nordrhein-westfälischen Kleinstadt Jülich ist gestern Abend nach einer heftig Kollision mit einem mit Zuckerrüben beladenen Lkw vorzeitig zu Ende gegangen. Die Wucht des Aufpralls sei so groß gewesen, dass der Lkw zunächst gegen ein weiteres Auto und dann in das Schaufenster eines Sonnenstudios geschleudert worden sei, teilte die Polizei heute mit. Dabei verteilte sich ein Teil der geladenen Rüben über die Straße. Auch der Feuerwehrwagen stieß gegen ein Auto, das an der Kreuzung wartete.

Alle sieben Feuerwehrleute wurden bei dem Unfall verletzt; der 51-jährige Fahrer sowie sein 58 Jahre alter Beifahrer schwer. Der 33-jährige Lkw-Fahrer wurde ebenfalls schwer verletzt, sein 16-jähriger Begleiter trug leichte Verletzungen davon. Menschen, die sich zum Zeitpunkt des Unfalls in dem Sonnenstudio aufhielten, blieben unverletzt. Das Gebäude wurde allerdings stark beschädigt und musste gesichert werden. Die Polizei schätzt den Gesamtschaden auf mindestens 100.000 Euro.

4.44 Uhr: RKI registriert 4171 Corona-Neuinfektionen – Inzidenz bei 60,3

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland ist leicht gefallen. Das Robert-Koch-Institut gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Morgen mit 60,3 an, am Vortag lag er bei 61,7, vor einer Woche bei 68,5. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 4171 Corona-Neuinfektionen, vor einer Woche waren es 4664. Deutschlandweit wurden binnen 24 Stunden 101 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 81. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 4.203.571 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2.

Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI mit 1,44 an. Der bisherige Höchstwert lag um die Weihnachtszeit bei rund 15,5. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.978.200 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 93.504.

3.16 Uhr: Gerichtliche Auflagen für Reagan-Attentäter Hinckley sollen aufgehoben werden

Mehr als 40 Jahre nach dem Attentat auf den damaligen US-Präsidenten Ronald Reagan ist dem Schützen John Hinckley eine Aufhebung der verbleibenden gerichtlichen Auflagen in Aussicht gestellt worden. Ein Bundesrichter billigte eine Vereinbarung zwischen dem Justizministerium und Hinckleys Anwälten, wonach die Beschränkungen für den 66-Jährige im Juni 2022 beendet werden sollen.

Hinckley hatte Reagan am 30. März 1981 vor einem Hotel in Washington niedergeschossen und dabei auch Reagans Sprecher James Brady und zwei Sicherheitsbeamte schwer verletzt. Als Motiv gab er an, er habe die Aufmerksamkeit der Schauspielerin Jodie Foster erregen wollen. Im Prozess erklärte ein Schwurgericht den Attentäter für unzurechnungsfähig und wies ihn in die Psychiatrie ein. Im September 2016 wurde Hinckley unter strengen Auflagen aus der Klinik entlassen. So war es ihm verboten, sich weiter als 80 Kilometer vom Wohnort seiner Mutter zu entfernen. Zudem durfte er nirgendwohin reisen, wo sich zu selben Zeit ein US-Präsident, dessen Vize oder Kongressmitglieder aufhalten.

2.20 Uhr: Republikaner blockieren Entwurf für Übergangshaushalt – "Shutdown"-Gefahr rückt näher

In den USA rückt die Gefahr eines teilweisen Stillstands der Regierungsgeschäfte ab Ende der Woche näher. Die Republikaner blockierten bei einem formalen Votum im US-Senat eine Vorlage, mit der die Finanzierung der Regierung über das Ende des Haushaltsjahres an diesem Donnerstag hinaus vorerst gesichert werden sollte. Das neue Haushaltsjahr startet zum 1. Oktober, also an diesem Freitag. Ist bis dahin kein Budgetreglung beschlossen, kommt es zu einem "Shutdown" von Teilen der Regierung.

Das heißt, Staatsbedienstete müssten zum Teil zwangsbeurlaubt werden oder vorübergehend ohne Bezahlung arbeiten. Je nachdem, wie lange ein solcher Zustand dauert, könnten bestimmte Behördendienste eingeschränkt oder Zahlungen verzögert werden. Solche "Shutdowns" von Teilen der Regierung kommen in den USA öfter vor. Die Regierung von US-Präsident Joe Biden will dies jedoch unbedingt vermeiden.

1.56 Uhr: Mehr als 500 Migranten landen auf Lampedusa

Mehr als 500 Migranten, unter ihnen Kinder und Frauen, sind gestern Abend auf einem alten Fischerboot auf der italienischen Insel Lampedusa angekommen. Die Menschen stammten vermutlich aus Marokko, Syrien, Bangladesch und Ägypten, wie die Nachrichtenagentur Ansa und lokale Medien berichten. Das 15 Meter lange Schiff, das sieben Kilometer vor der Insel von der Zollpolizei abgefangen und zum Hafen eskortiert worden sei, sei vermutlich von Libyen aus in See gestochen. Zuvor waren gestern bereits 119 Menschen an Bord von fünf Schiffen auf der Insel angekommen.

Migranten und Flüchtlinge, die aus Tunesien oder Libyen kommen, steuern oft Lampedusa an, um in die Europäische Union zu gelangen. Von Januar bis Anfang September 2021 starben nach UN-Angaben rund 1100 Migranten im zentralen Mittelmeer, mehr als doppelt so viele wie im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

0.07 Uhr: Sprecher von US-Außenminister nach UN-Woche mit Corona infiziert

Der Sprecher von US-Außenminister Antony Blinken, Ned Price, ist nach einer Woche hochrangiger Treffen bei der UN-Generalversammlung positiv auf das Coronavirus getestet worden. Price schrieb auf Twitter, er habe am Montagmorgen erstmals Symptome entwickelt und sei kurz darauf positiv getestet worden. Er werde sich nun für zehn Tage in Quarantäne begeben. Price hatte Blinken in der vergangenen Woche bei vielen Treffen mit ausländischen Partnern am Rande der UN-Generaldebatte begleitet.

Eine Sprecherin des Außenministeriums sagte, Blinken sei bei einem Routine-Check am Montagmorgen negativ auf das Virus getestet worden. Auch niemand sonst aus der Delegation, die zur UN-Generalversammlung nach New York gereist sei, habe bislang Symptome entwickelt.

0.05 Uhr: Nordkorea feuert offenbar mindestens ein Geschoss ins Meer ab

Nordkorea hat einem Bericht zufolge erneut mindestens ein nicht identifiziertes Geschoss ins Meer abgefeuert. Das Projektil wurde in Richtung Japanisches Meer (koreanisch: Ostmeer) geschossen, wie die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap unter Berufung auf Südkoreas Generalstab berichtete. Über die genaue Zahl der Geschosse, ihre Art, den Abschussort und die Flugweite liegen keine Details vor. UN-Resolutionen verbieten der selbst erklärten Atommacht Nordkorea den Test von ballistischen Raketen, die je nach Bauart auch einen atomaren Sprengkopf befördern können. Das Land ist wegen seines Atomwaffenprogramms harten internationalen Sanktionen unterworfen. Südkoreas Präsident Moon Jae In hatte einen Test zweier ballistischer Kurzstreckenraketen durch Nordkorea Mitte September als "Provokation" bezeichnet.

mad / rw DPA AFP

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