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News von heute Orkanartigen Böen: Unwetterwarnung für die Nordseeküste

Wetter: Meteorologen warnen vor Orkanböen und Sturmflut
Sturm an der Nordseeküste von St. Peter Ording
© Wolfgang Runge / DPA
Die News von heute im stern-Ticker.

Inhaltsverzeichnis

Verfolgen Sie alle Nachrichten zur Bundestagswahl hier im Wahl-Ticker.

Die News von heute im stern-Ticker: 

17.42 Uhr: Mann betäubte seine Frau und ließ sie von anderen Männern vergewaltigen

Eine besonders scheußliche Vergewaltigungsaffäre ist in Frankreich aufgeflogen: In einem Zeitraum von zehn Jahren hat ein Mann seine Frau regelmäßig mit Drogen betäubt und sie von anderen Männern vergewaltigen lassen. Der 68-Jährige und 32 weitere Männer befänden sich in Untersuchungshaft, teilten die Ermittler am Mittwoch in Avignon mit. "So einen Fall hat es noch nie gegeben", sagte der Polizeikommissar Jérémie Bosse Platière.

Der Mann sei vor einem Jahr in die Fänge der Justiz geraten, weil ein Wachmann in einem Geschäft ihn dabei erwischt hatte, wie er unter den Röcken von Kundinnen filmte. Die Polizei entdeckte auf dem Computer des Rentners dann zahlreiche Filmaufnahmen, die zeigten, wie seine bewusstlose Frau von anderen Männern vergewaltigt wurde. "Der Mann hat seine Frau nackt auf das Bett gelegt und den Raum stark geheizt, damit sie nicht aufwacht", sagte Bosse Platière. 

17.38 Uhr: Drei in Mecklenburg-Vorpommern entdeckte tote Wölfe wurden erschossen

Drei in Mecklenburg-Vorpommern aufgefundene tote Wölfe sind erschossen worden. Das ergaben Untersuchungen im Berliner Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung, wie das Landesagrarministerium in Schwerin mitteilte. Zwei Kadaver waren demnach am Wochenende in der Elbe bei Boizenburg gefunden worden, zudem wurde ein toter Wolfswelpe in einem Maisfeld bei Plöwen entdeckt. Alle drei Tiere wiesen den Angaben zufolge Schussverletzungen auf.

17.03 Uhr: United-Chef: 96 Prozent geimpft - rund 600 Ungeimpfte müssen gehen

Bei der US-Fluggesellschaft United Airlines, die eine Corona-Impfpflicht verfügt hat, haben mehr als 96 Prozent der Mitarbeiter die Anforderung erfüllt. Zugleich sei United dabei, knapp 600 Beschäftigte zu entlassen, die sich einer Impfung verweigerten, sagte Firmenchef Scott Kirby im US-Sender CNBC. "Es tut mir leid für die 593 Leute, die gehen müssen, aber wir fokussieren uns darauf, das Richtige für United Airlines zu tun, und es ist gut, das Thema abhaken zu können."

16.56 Uhr: Anklage nach Bratpfannen-Explosion auf Dorffest im Siegerland

Gut zwei Jahre nach der Explosion einer riesigen Bratpfanne auf einem Dorffest im Siegerland mit zwei Toten hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen einen Verantwortlichen des örtlichen Heimatvereins erhoben. Dem 54-Jährigen werde fahrlässige Tötung vorgeworfen, sagte der zuständige Staatsanwalt Fabian Glöckner aus Siegen. Bei einem Brauchtumsfest im Freudenberger Ortsteil Alchen war am 8. September 2019 eine gasbetriebene Groß-Pfanne explodiert, in der für die Festbesucher Kartoffeln gebraten wurden. Zwei Frauen im Alter von 67 und 31 Jahren kamen ums Leben.

16.48 Uhr: Berichte: Deutsch-iranischer Professor in Norwegen angeklagt

Ein deutsch-iranischer Professor ist Medienberichten zufolge in Norwegen angeklagt worden, weil er Informationen über Verteidigungsmaterial mit Iranern geteilt haben soll. Wie der norwegische Rundfunksender NRK und die Nachrichtenagentur NTB berichteten, wird dem Wissenschaftler vorgeworfen, vier iranische Gastforscher zwischen Februar 2018 und Juli 2019 in ein Labor seiner Technisch-Naturwissenschaftlichen Universität Norwegens (NTNU) in Trondheim gelassen zu haben. Damit soll er unter anderem gegen Sanktionen verstoßen haben, die gegen den Iran verhängt worden waren.

16.46 Uhr: Erste Frau im Amt - Tunesiens Präsident ernennt Regierungschefin

Mehr als zwei Monate nach der Entmachtung des Regierungschefs Hichem Mechichi hat Tunesiens Präsident Kais Saied eine neue Ministerpräsidentin ernannt. Nejla Bourden solle nun rasch ein neue Regierung bilden, erklärte die Präsidentschaft. Nejla Bouden ist die erste Frau in der Geschichte Tunesiens, die das Amt einer Regierungschefin innehat. Die 59-Jährige Geologie-Professorin war bis dato unter anderem als Referentin im Bildungsministerium tätig.

16.15 Uhr: Youtube verschärft Vorgehen gegen Falschbehauptungen von Impfgegnern

Die Video-Plattform Youtube verschärft ihr Vorgehen gegen Falschinformationen von Impfgegnern. Wie die Google-Tochter mitteilte, werden fortan Videos gelöscht, in denen fälschlicherweise behauptet werde, zugelassene Impfstoffe seien gefährlich. Youtube beschränkt sich dabei nicht auf Impfstoffe gegen das Coronavirus, sondern wendet die Regel auf Vakzine allgemein an. Nach eigenen Angaben löschte Youtube seit dem vergangenen Jahr 130.000 Videos, die gegen die Regeln der Plattform zu Corona-Impfstoffen verstießen. Die neuen Regeln beziehen sich auf Impfstoffe, die von örtlichen Gesundheitsbehörden oder der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zugelassen und als "sicher und wirksam" eingestuft wurden. Das umfasst unter anderem Impfungen gegen Masern und Hepatitis B.

16.09 Uhr: Litauen und Lettland beginnen mit Bau von Zaun an Grenze zu Belarus

Litauen hat an seiner Grenze zu Belarus mit dem Bau eines 508 Kilometer langen Zauns begonnen, der illegal einreisende Migranten abhalten soll. Eine Baufirma habe in einem Abschnitt bei dem Kurort Druskininkai in der Nähe des Dreiländerecks zu Belarus und Polen die Auslegung von Stacheldrahtrollen aufgenommen, teilte die litauische Regierung mit. An anderen Abschnitten liefen die Vorarbeiten. Nach der Installation der Barriere soll im zweiten Schritt zum Jahresende hin ein etwa vier Meter hoher Zaun errichtet werden, der spiralförmig mit Stacheldraht bewehrt sein werde. Der Bau soll 2022 abgeschlossen sein und bis zu 152 Millionen Euro kosten.

15.21 Uhr: Warnung vor orkanartigen Böen an der Nordseeküste

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat eine Unwetterwarnung für die schleswig-holsteinische Nordseeküste herausgegeben. Von Mittwoch 20 Uhr bis Donnerstag 11 Uhr können an der Nordsee orkanartige Böen mit Geschwindigkeiten bis 110 Kilometer pro Stunde aus Südwest, später West, auftreten, wie der DWD mitteilte. Bäume könnten entwurzelt und Dächer beschädigt werden. Zudem wird in der Nacht zum Freitag mit Starkregen gerechnet. Innerhalb von sechs Stunden könnten bis zu 35 Liter pro Quadratmeter fallen.

15.13 Uhr: IT-Spezialist wegen Hochverrats in Moskau festgenommen

Der Chef einer auf Internetsicherheit spezialisierten Firma ist in Moskau wegen Hochverrats festgenommen worden. Das teilte ein russisches Gericht der Staatsagentur Tass zufolge mit. Ilja Satschkow bleibe zunächst für zwei Monate in Haft. Der Chef der Firma Group-IB wies die Vorwürfe demnach zurück. Offiziell wurden keine Einzelheiten zu dem Fall mitgeteilt. Wie der Radiosender Echo Moskwy berichtete, soll Satschkow Informationen an ausländische Geheimdienste weitergeleitet haben.

15.11 Uhr: Möglicher Koalitionspartner lässt Sondierungen in Norwegen platzen

Ein möglicher Koalitionspartner der Sozialdemokraten in Norwegen hat sich aus den Sondierungsgesprächen über ein künftiges Mitte-links-Bündnis zurückgezogen. Die Sozialistische Linkspartei (SV) verließ die Gespräche. "Mit großer Enttäuschung müssen wir feststellen, dass es auch Sicht der SV keine politische Grundlage für die Bildung einer rot-grünen Regierung gibt", sagte der Parteichef Audun Lysbakken am Tagungsort, einem Hotel nördlich von Oslo. Grund dafür dürften unterschiedliche Positionen beim Klima- und Umweltschutz sowie der damit verbundenen Ölpolitik sein.

14.24 Uhr: Militär: Mindestens 100 Tote bei Kämpfen im Jemen

Bei Kämpfen rund um die jemenitische Stadt Marib sind binnen 48 Stunden mindestens hundert Menschen getötet worden. Dabei handle es sich um 68 Kämpfer der Huthi-Rebellen und 32 regierungstreue Kräfte, hieß es aus Militärkreisen. Ärzte in der Region bestätigten die Angaben. Die von Saudi-Arabien unterstützten Truppen flogen demnach mehrere Luftangriffe gegen die Huthi-Rebellen. Die Aufständischen, die nur selten Opfer in den eigenen Reihen eingestehen, meldeten nach Angaben des Rebellensenders al Masirah rund 60 Luftangriffe in der Region Marib in den vergangenen 48 Stunden.

14.14 Uhr: Notrufe wieder erreichbar – Störung behoben

Die Störung der Notrufnummern 112 und 110 ist nach Angaben der Deutschen Telekom und des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe behoben. Sowohl die Feuerwehr- als auch die Polizeinotrufe seien wieder erreichbar, teilten Sprecher mit. Im Telekom-Netz habe es eine bundesweite Störung gegeben. Betroffen waren danach Anrufe aus dem Mobilfunk in das Festnetz. Somit seien auch einige Leitstellen für bis zu 40 Minuten nicht vom Handy aus erreichbar gewesen. Die Ursache sei noch unklar.

13.45 Uhr: September so trocken wie seit 15 Jahren nicht – und auch zu warm und zu sonnig

Der September 2021 war der trockenste seit 15 Jahren. Der Deutsche Wetterdienst maß 45 Prozent weniger Niederschlag als im Mittel der international gültigen Referenzperiode 1961 bis 1990. "Im Großen und Ganzen war der September zu warm, sehr trocken und sonnig", meldete der Wetterdienst nach ersten Auswertungen seiner rund 2000 Messstationen. Das Temperaturmittel lag im September 2021 mit 15,2 Grad um 1,9 Grad über dem Wert der Periode 1961 bis 1990. Den wärmsten Tag gab es demnach mit 30,0 Grad am 9. des Monats in Huy-Pabstorf im Harz (Sachen-Anhalt). In Merklingen (Baden-Württemberg) und in Oberstdorf (Bayern) gab es am 23. mit 0,9 Grad den bundesweit tiefsten Wert.

Im Schnitt fielen in diesem September rund 35 Liter Regen pro Quadratmeter. Vereinzelt gab es Starkregen: Am 26. gab es in Kreuth-Glashütte in den Voralpen mit 74,9 Litern pro Quadratmeter den höchsten Tagesniederschlag. Mit 175 Stunden übertraf die Sonnenscheindauer ihr September-Soll von 150 Stunden (Periode 1961 bis 1990) um rund 15 Prozent. Mehr als 230 Stunden zeigte sich die Sonne im Süden und damit doppelt so lange wie im wolkenverhangenen Norden.

13.14 Uhr: Erste Frau im Amt – Tunesiens Präsident ernennt Regierungschefin

Mehr als zwei Monate nach der Entmachtung des Regierungschefs Hichem Mechichi hat Tunesiens Präsident Kais Saied eine neue Ministerpräsidentin ernannt. Nejla Bourden solle nun rasch ein neue Regierung bilden, erklärte die Präsidentschaft. Nejla Bouden ist die erste Frau in der Geschichte Tunesiens, die das Amt einer Regierungschefin innehat. Die 59-Jährige Geologie-Professorin war bis dato unter anderem als Referentin im Bildungsministerium tätig.

13.11 Uhr: Erreichbarkeit von Notrufnummern in Teilen Deutschlands gestört

In vielen Regionen Deutschlands ist es zu Störungen bei den Notrufnummern 110 und 112 gekommen. Die Nummern waren etwa in Magdeburg, Regensburg und Kassel sowie den jeweils umliegenden Landkreisen aus dem Mobilfunknetz nicht erreichbar, wie der Katastrophenschutz mitteilte. Twitter-Nutzer meldeten unter anderem auch Störungen aus Wiesbaden, Paderborn, Aachen und anderen Orten. Eine Sprecherin der Deutschen Telekom sagte der Nachrichtenagentur AFP, dass das Problem "bekannt" sei. Es seien aber zunächst keine Angaben zu den Gründen für die Störung möglich.

13.05 Uhr: Bafin verhängt Millionenstrafe gegen Onlinebank N26

Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) hat wegen mangelnder Bekämpfung von Geldwäsche eine Strafe von 4,25 Millionen Euro gegen die Onlinebank N26 verhängt. Das Bußgeld sei auf Grundlage des Gesetzes über das Aufspüren von Gewinnen aus schweren Straftaten verhängt worden, erklärte die Bafin. Insgesamt handelt es sich um Bußgelder für "weniger als 50" verspätet eingereichte Verdachtsmeldungen aus den Jahren 2019 und 2020, wie N26 erklärte. Die Ermittlungen der Bafin gegen N26 begannen im Jahr 2018. Einem Medienbericht zufolge war es möglich gewesen, bei der Onlinebank Konten mit gefälschten Ausweisen zu eröffnen.

12.56 Uhr: Polizei nimmt erneut Klimaaktivisten auf Londoner Autobahn fest

Britische Klimaaktivisten haben auf der Londoner Ringautobahn M25 erneut den Verkehr blockiert. Man habe elf Beteiligte festgenommen, teilte die Polizei in Kent mit. Aktivistinnen und Aktivisten der Gruppe Insulate Britain hatten zuvor einen Kreisverkehr blockiert. Ein Gericht hatte nach Angaben der britischen Regierung kürzlich eine einstweilige Verfügung gegen Insulate Britain erlassen. Wer sich widersetze, könne ins Gefängnis kommen, hieß es. Dennoch setzte die Gruppe ihre Aktionen fort.

12.20 Uhr: Vater kauft gestohlenen Tretroller zurück

Ein Vater hat den gestohlenen Tretroller seiner Tochter im Internet wiedergefunden und den Dieb überlistet. Ein Unbekannter hatte am Freitag einen abgestellten Tretroller in Fürth geklaut, wie die Polizei mitteilte. Der Vater des bestohlenen Mädchens entdeckte einige Tage später, dass der rund 180 Euro teure Roller über ein Kleinanzeigenportal zum Verkauf angeboten wurde.

Er vereinbarte mit dem Verkäufer einen Termin für den Kauf und die Übergabe am Dienstag – und verständigte die Polizei. Wie vereinbart erschien der mutmaßliche Dieb mit dem Roller am Treffpunkt, wo ihn schon die Streife erwartete. Der 14-jährige Verdächtige wurde vorübergehend festgenommen und nach einem eingehenden Gespräch wieder den Erziehungsberechtigten übergeben.

12.10 Uhr: Mehr als 30 Durchsuchungen wegen Kinderpronographie

In Schleswig-Holstein sind Ermittler zu diversen Durchsuchungen wegen des Verdachts auf Besitz von Kinderpornografie ausgerückt. Die mehr als 30 Razzien richteten sich gegen Verdächtige im Alter zwischen 15 und 71 Jahren, wie Staatsanwaltschaft und Polizei in Kiel mitteilten. Es gab demnach keine Hinweise darauf, dass die Fälle direkt zusammenhingen oder die Beschuldigten gemeinsam agierten.

Auch Vorwürfe des sexuellen Missbrauchs oder der Herstellung von kinderpornografischem Material standen nicht im Raum. Bei den Razzien in den Kreisen Segeberg und Rendsburg-Eckernförde sowie in der Stadt Neumünster wurden Beweismittel wie etwa Datenträger beschlagnahmt. Haftbefehle waren vorab nicht beantragt worden. Die Auswertung der zahlreichen Beweismittel werde längere Zeit dauern, hieß es. Danach stehen den Beschuldigten Gerichtsverfahren bevor.

11.54 Uhr: Bundesregierung weist Vorwürfe aus Moskau zu Verantwortung für RT-Sperrung zurück

Die Bundesregierung hat Vorwürfe einer Mitverantwortung für die Sperrung der deutschsprachigen Youtube-Kanäle des russischen Senders RT zurückgewiesen. Es handele sich um eine Entscheidung von Youtube, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert. Die Bundesregierung habe nichts damit zu tun. Wer anderes behaupte, bastele sich "eine Verschwörungstheorie" zurecht. Seibert betonte, die Pressefreiheit sei für die Bundesregierung ein hohes Gut. Aus ihrer Sicht gebe es "keinen Anlass" zu "Gegenschlägen". Wer darüber spreche, zeige kein gutes Verhältnis zur Pressefreiheit.

Das russische Außenministerium hatte wegen der Sperrung Youtube einen "beispiellosen Akt der Medienaggression" vorgeworfen und eine Unterstützung deutscher Behörden vermutet. Eine Vergeltungsmaßnahme gegen deutsche Medien in Russland erscheine vor diesem Hintergrund "nicht nur angemessen, sondern auch notwendig", hieß es in einer Erklärung. Die russische Medienaufsichtsbehörde Roskomnadsor drohte Youtube mit "Maßnahmen zur vollständigen oder teilweisen Beschränkung" der Plattform. Youtube hat die RT-Kanäle wegen Verstoßes gegen seine Richtlinien zu Missinformationen bei der Berichterstattung über die Corona-Pandemie gesperrt.

11.32 Uhr: Gesundheitsämter können Infektionswarnungen über Luca-App senden

Die Gesundheitsämter in Deutschland können künftig Nutzerinnen und Nutzer der Luca-App über die Anwendung selbst auf ein erhöhtes individuelles Corona-Infektionsrisiko hinweisen. Die neuen Risikohinweise seien in den letzten zwei Wochen intensiv von mehr als 20 Gesundheitsämtern erprobt und feinjustiert worden, erklärte Patrick Hennig, Geschäftsführer des Betreibers Culture4Life GmbH, in Berlin. Nach einer weiteren Testphase werde die Funktion im Herbst für alle Gesundheitsämter freigeschaltet. Damit können die Ämter viele Menschen gleichzeitig erreichen, ohne sie einzeln anrufen zu müssen.

Die Luca-App wird seit Monaten von Datenschutz-Aktivisten und etlichen Sicherheitsforschern kritisiert. Sie stören sich unter anderen an der zentralen Datenspeicherung und halten die App für unwirksam. Zu den Luca-Skeptikern gehören auch einzelne Vertreter von Gesundheitsämtern, etwa in Berlin-Neukölln.

10.58 Uhr: "Wunderhaus" von La Palma existiert nicht mehr

Das sogenannte Wunderhaus auf der Vulkaninsel La Palma ist nun doch ein Raub der Lava geworden. Das kleine Häuschen war berühmt geworden, weil es inmitten einer glühend heißen Lavawüste zunächst unbeschadet geblieben war, während Hunderte andere Bauten rundherum zerstört worden waren. Wie auf Bildern und Videos zu sehen war, floss der Lavastrom tagelang um das kleine Gebäude in der Ortschaft El Paraíso (deutsch: Das Paradies) herum. Dann aber war es plötzlich verschwunden, verbrannt und unter Lava begraben wie etwa 600 weitere Gebäude auf der spanischen Kanareninsel.

Das im kanarischen Stil erbaute Einfamilienhaus gehörte Rainer Cocq und seiner Frau Inge Bergedorf, einem Rentnerpaar aus Dänemark, wie die spanische Zeitung "El Mundo" berichtete. Die beiden hätten die Insel seit Ausbruch der Corona-Pandemie nicht mehr besucht. "Alles ist zerstört. Wir haben alles auf unserer geliebten Insel verloren. Es ist sehr traurig. Inge und ich sind sehr erschüttert", zitiert die Zeitung Cocq.

10.56 Uhr: Corona-Beschränkungen in Schweden weitestgehend aufgehoben

Nach anderthalb Jahren mit ohnehin vergleichsweise lockeren Maßnahmen und der vollständigen Impfung von mehr als 76 Prozent der über 16-Jährigen sind in Schweden die allermeisten Corona-Beschränkungen aufgehoben worden. Seit heute gelten in dem EU-Land keine Teilnehmerobergrenzen mehr für Zusammenkünfte und Veranstaltungen wie Fußballspiele und Konzerte. Auch größere Privatfeiern wie Hochzeiten und Geburtstage sind damit wieder ohne Beschränkung der Gästezahl möglich. Die Empfehlung zum Homeoffice fällt ebenfalls weg. Wer Krankheitssymptome zeigt, sollte aber weiterhin zu Hause bleiben und sich auf das Coronavirus testen lassen.

Manche Empfehlungen bleiben jedoch bestehen, insbesondere für Bürger, die bisher noch nicht vollständig gegen Covid-19 geimpft worden sind. Nicht-geimpfte Erwachsene sollten der Gesundheitsbehörde zufolge große Menschenaufläufe meiden und auch keinen engeren Körperkontakt mit Personen aus Risikogruppen sowie Älteren haben.

10.33 Uhr: Sieben Verletzte bei Zusammenstoß von Straßenbahn und Bus in Bonn

Bei einem Unfall zwischen einer Straßenbahn und einem Linienbus sind in Bonn sieben Menschen zum Teil schwer verletzt worden. Nach ersten Ermittlungen kollidierte der Bus gestern Abend auf einer Kreuzung mit einer Straßenbahn, wodurch sich der Bus drehte und in den Bereich der Bahnhaltestelle geschoben wurde, wie die Bonner Polizei heute mitteilte. Ein 21-jähriger Fußgänger sei dabei von dem Bus getroffen und schwer verletzt worden. Auch der 26-jährige Fahrer des Linienbusses wurde demnach verletzt. Der 30 Jahre alte Bahnfahrer sei hingegen unverletzt geblieben. Zudem hätten sich vier Passagiere in der Straßenbahn sowie ein Fahrgast im Bus Verletzungen zugezogen. Der geschätzte Sachschaden belaufe sich auf rund 250.000 Euro.

9.56 Uhr: Vier Mitarbeiter von Aachener Impfzentrum festgenommen

In Aachen sind vier Mitarbeiter eines Impfzentrums festgenommen worden. Es bestehe der Verdacht, dass sie sich möglicherweise in betrügerischer Absicht Originalunterlagen angeeignet hätten, sagte eine Polizeisprecherin. Genaueres müssten die Ermittlungen ergeben. Gestern Nachmittag habe es einen Polizeieinsatz in dem Impfzentrum der Krankenkassenärztlichen Vereinigung gegeben. Zwei der vier festgenommenen Personen seien aufgefallen, weil sie mit Rucksäcken aus dem Impfzentrum zu einem Auto gegangen seien. Anschließend seien die Wohnungen der Verdächtigen und das Auto durchsucht worden.

9.54 Uhr: Russland droht Youtube nach Sperrung von deutschem RT-Kanal

Nach der Sperrung der deutschsprachigen Kanäle des russischen Senders RT hat Russland der Online-Plattform Youtube mit Vergeltungsmaßnahmen gedroht. Die russische Medienaufsichtsbehörde Roskomnadsor erklärte, in einem solchen Fall könnten "Maßnahmen zur vollständigen oder teilweisen Beschränkung" gegen die Google-Tochter getroffen werden. Youtube hatte zuvor die RT-Kanäle wegen Verstoßes gegen seine Richtlinien zu Missinformationen bei der Berichterstattung über die Corona-Pandemie gesperrt.

RT steht im Westen immer wieder als Propagandainstrument des Kreml in der Kritik. Zentraler Vorwurf: Der Sender verbreite im Auftrag des russischen Staates Verschwörungstheorien und Desinformationen. RT hat mehrere fremdsprachige Programme im Portfolio. RT DE bietet bislang Online-Berichte auf Deutsch an. Verbreitet werden die Inhalte über die Webseite und soziale Medien wie Facebook, Instagram und bislang Youtube.

9.30 Uhr: Globales Impfziel der WHO wird verfehlt

Das Ziel der Weltgesundheitsorganisation, bis Ende September in jedem Land mindestens zehn Prozent der Bevölkerung gegen das Coronavirus zu impfen, wird verfehlt. In einigen Dutzend Ländern vorwiegend in Afrika liegt die Impfquote deutlich darunter, wie WHO-Zahlen belegen. In der Demokratischen Republik Kongo wurden demnach erst 0,15 Impfdosen pro 100 Einwohner verabreicht, im Tschad 0,87 und in Madagaskar 1,5. Zum Vergleich: In Deutschland waren es bislang 128,49 Impfdosen pro 100 Einwohner. Die meisten Impfstoffe werden in zwei Dosen verabreicht.

Die WHO rief reiche Länder auf, mehr Impfdosen abzugeben. Sie kritisiert seit Langem, dass reiche Länder Impfdosen etwa für eine Auffrischungsimpfung lagern, während Millionen Menschen weltweit dringend auf eine erste Impfung warten. Die reichen Länder haben mehr als eine Milliarde Dosen als Spende versprochen. Davon wurde aber bislang weniger als ein Fünftel zur Verfügung gestellt.

9.25 Uhr: Knapp sechs Millionen ältere Menschen leben alleine

Die Zahl der alleinlebenden älteren Männer und Frauen in Deutschland steigt. So wohnten im vergangenen Jahr rund 5,9 Millionen Menschen ab 65 Jahren alleine. Das ist etwa jeder Dritte (34 Prozent) in dieser Altersgruppe, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. 20 Jahre zuvor waren es demnach noch 5,1 Millionen. "Wenn Partner oder Partnerin sterben, bleiben viele ältere Menschen allein zurück. Das ist der Hauptgrund dafür, dass mit zunehmendem Alter der Anteil der Alleinlebenden steigt", erklärten die Statistiker. So hätten in der Altersgruppe 65plus noch fast zwei Drittel (62 Prozent) angegeben, einen Partner oder eine Partnerin zu haben. Bei den über 85-Jährigen sei es nur noch ein Drittel (34 Prozent).

9.18 Uhr: United Airlines entlässt fast 600 Beschäftigte wegen Verweigerung einer Impfung

United Airlines will fast 600 Beschäftigte wegen der Verweigerung einer Covid-19-Impfung entlassen. Die US-Fluggesellschaft sprach von einer "unglaublich schwierigen Entscheidung", jedoch sei es stets oberste Priorität gewesen, "unser Team zu schützen".

United Airlines hatte Anfang August mitgeteilt, dass Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den USA künftig einen Impfnachweis oder eine Ausnahmeerlaubnis vorlegen müssen. Fast alle in der Belegschaft hätten sich daran gehalten, erklärte die Airline, die rund 67.000 Menschen beschäftigt. Jedoch hätten sich 593 Beschäftigte grundsätzlich geweigert, sich impfen zu lassen. 2000 Angestellte hätten eine medizinische oder religiöse Ausnahme geltend gemacht. Für die knapp 600 Ungeimpften beginne nun "leider" der Prozess der Ablösung vom Unternehmen. In den USA ist es den Unternehmen überlassen, ob sie eine Impfung zur Bedingung für eine Mitarbeit machen.

9.06 Uhr: England will Regeln für Anbau genetisch veränderter Pflanzen lockern

Die britische Regierung will die Regeln für den Anbau genetisch veränderter Pflanzen in England lockern. "Das ist ein Werkzeug, das uns helfen könnte, einige der größten Herausforderungen zu bewältigen, denen wir gegenüberstehen - wie Ernährungssicherheit, Klimawandel und dem Verlust der ökologischen Vielfalt", sagte Landwirtschaftsminister George Eustice. Außerhalb der EU sei es Großbritannien nun möglich, Innovationen in diesem Bereich voranzutreiben.

Die britische Regierung will erleichterte Regeln für kleinere Genveränderungen innerhalb einer Pflanzenart erlassen, während Genmanipulationen, die mehrere Arten involvieren, zunächst strenger reguliert bleiben sollen. In der EU gelten für beides strikte Regeln. Die Lockerungen gelten zunächst nur für England.

8.30 Uhr: Menschenrechtsaktivistin aus Kamerun erhält Alternativen Nobelpreis

Für ihren Einsatz zum Schutz von Kindern in Kamerun wird die Aktivistin Marthe Wandou mit dem Alternativen Nobelpreis ausgezeichnet. Wandou und ihre Organisation Aldepa erhalten die Auszeichnung für "die Schaffung eines Modells des gemeindebasierten Kinderschutzes angesichts terroristischer Übergriffe und geschlechtsspezifischer Gewalt in der Tschadseeregion", wie die in Stockholm ansässige Right-Livelihood-Stiftung bekanntgab. Auch zwei Aktivisten aus Russland und Kanada sowie eine Gruppe aus Indien wurden mit dem Preis geehrt. Wandou engagiert sich den Angaben zufolge in ihrer Heimat seit den 1990er-Jahren im Kampf gegen sexuelle Gewalt an Kindern – insbesondere Mädchen.

8.11 Uhr: Japans Ex-Außenminister Kishida wird wohl neuer Regierungschef

Der frühere japanische Außenminister Fumio Kishida hat die Wahl zum neuen Vorsitzenden der regierenden Liberaldemokratischen Partei (LDP) gewonnen. Damit wird der konservative Politiker voraussichtlich am 4. Oktober mit der LDP-Mehrheit im Unterhaus des Parlaments auch zum Nachfolger von Yoshihide Suga als Ministerpräsident des Landes gewählt. Der 64-Jährige setzte sich in einer Stichwahl gegen Ex-Außenminister Taro Kono durch.

Regierungschef Suga hatte nach nur einem Jahr im Zuge der Coronakrise das Handtuch geworfen. Sein Nachfolger Kishida muss das angeschlagene Image der Partei in der Bevölkerung schnell wieder verbessern, denn bereits im November steht die Wahl zum mächtigen Unterhaus des nationalen Parlaments an.

7.43 Uhr: Verurteilter Mörder in Texas hingerichtet

Im US-Bundesstaat Texas ist ein verurteilter Mörder hingerichtet worden. Der 57-jährige Rick Rhoades wurde im Gefängnis von Huntsville mit einer Giftspritze exekutiert, wie die texanischen Behörden mitteilten. Rhoades war 1992 wegen der Tötung von zwei Brüdern zum Tode verurteilt worden. Den Behörden zufolge hatte er bereits mehrere Haftstrafen verbüßt, als er 1991 in das Haus der Brüder in einem Vorort von Houston eindrang, beide im Schlaf tötete und seinen Opfern Geld stahl. Einen Monat später wurde er bei einem Überfall auf eine Schule verhaftet. In der Untersuchungshaft gestand Rhoades den Doppelmord.

Außer in Texas hat es in den USA in diesem Jahr bisher nur fünf Hinrichtungen gegeben. Insbesondere seit Pandemiebeginn ist die Zahl der Vollstreckung von Todesurteilen stark zurückgegangen. US-Präsident Joe Biden ist ein Gegner der Todesstrafe.

7.19 Uhr: Kanada gewährt vier Snowden-Helfern Asyl

Kanada hat vier Flüchtlingen Asyl gewährt, die den ehemaligen US-Geheimdienstmitarbeiter Edward Snowden 2013 auf seiner Flucht in Hongkong versteckt hatten. Supun Thilina Kellapatha, Nadeeka Dilrukshi Nonis sowie ihre Kinder Sethumdi und Dinath seien in Toronto angekommen, teilte die Nichtregierungsorganisation For The Refugees mit. In Montréal würden sie nun "ein neues Leben beginnen". Kellapatha und Nonis stammen ursprünglich aus Sri Lanka. Ihnen drohte zuletzt die Abschiebung aus Hongkong, nachdem ihre dortigen Asylanträge abgewiesen wurden. 

Mit Unterstützung von For The Refugees hatte bereits eine erste Familie, die Snowden in Hongkong Unterschlupf gewährt hatte, in Kanada Asyl erhalten. Die Philippinerin Vanessa Rodel und ihre siebenjährige Tochter Keana waren im März 2019 in Kanada eingetroffen. Die Gruppe hatte Snowden geholfen unterzutauchen. Dieser hatte 2013 Dokumente des US-Geheimdienstes NSA zu weltweiten Überwachungsprogrammen an die Öffentlichkeit gebracht und musste daraufhin fliehen. Er versteckte sich zunächst in Hongkong, später strandete er auf der Flucht auf einem Moskauer Flughafen. Er lebt seitdem in Russland im Exil. 

6.18 Uhr: Wissenschaftler in Peru entdecken neue Echsenart

Wissenschaftler in Peru sind auf eine neue Echsenart gestoßen. Wie die nationale Naturschutzbehörde mitteilte, wurde die Echsenart mit der Fachbezeichnung Liolaemus warjantay in einem Naturschutzgebiet in den peruanischen Anden auf einer Höhe von 4500 Metern entdeckt. Der Fund markiere einen "wertvollen Beitrag der peruanischen Naturschutzgebiete für die Welt", erklärte die peruanische Naturschutzbehörde. Zu den Merkmalen der neu entdeckten Echsenart gehört ihr dunkelgrauer Kopf. Die weiblichen Tiere haben blassgelbe Augenlider.

5.40 Uhr: NBA-Superstar James hat sich gegen Coronavirus impfen lassen

Basketball-Superstar LeBron James hat seine Meinung geändert und sich gegen das Coronavirus impfen lassen. "Nachdem ich meine Recherchen gemacht habe, hatte ich das Gefühl, es ist nicht nur das Beste für mich, sondern auch für meine Familie und Freunde. Deswegen habe ich entschieden, das zu tun", sagte der 36 Jahre alte Profi der Los Angeles Lakers. Als Handlungsempfehlung für Fans oder andere Spieler wollte er seinen Entschluss nicht verstanden wissen: "Aber ich spreche nicht über andere Leute und was sie tun sollten. Ich spreche für mich."

Zwei Wochen vor dem Start in die Saison gibt es rund um die Liga eine kontroverse Debatte um die Corona-Impfungen für Spieler. Trainer, Betreuer und Schiedsrichter dürfen nur geimpft ihrer Aufgabe nachgehen - für Spieler dagegen gilt diese strikte Regel nicht. Die NBA hatte einen solchen Schritt zwar angestrebt, ist aber am Widerstand der Spielergewerkschaft gescheitert. Nach Angaben der Liga sind 90 Prozent der Profis geimpft.

4.55 Uhr: RKI registriert 11.780 Corona-Neuinfektionen – Inzidenz bei 61

Bei der Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland gibt es kaum Dynamik. Das Robert-Koch-Institut gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Morgen mit 61,0 an, am Vortag lag er bei 60,3, vor einer Woche bei 65,0. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 11.780 Corona-Neuinfektionen. Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 67 Todesfälle verzeichnet, vor einer Woche waren es 71. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 4.215.351 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das Institut mit 1,54 an. Der bisherige Höchstwert lag um die Weihnachtszeit bei rund 15,5.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.989.700 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 93.571.

4.07 Uhr: Unveröffentlichter John-Lennon-Song für fast 50.000 Euro versteigert

Eine Kassette mit einem unveröffentlichten Song von Beatles-Legende John Lennon hat für fast 50.000 Euro den Besitzer gewechselt. Ein unbekannt bleibender Fan bot bei einer Versteigerung gestern in Kopenhagen 49.760 Euro für die mehr als 50 Jahre alte Aufnahme. Auf der insgesamt 33-minütigen Kassette, die nach einer Pressekonferenz 1970 aufgenommen wurde, ist unter anderem das nie veröffentlichte Lied "Radio Peace" zu hören.

Die Kassette stammt nach Angaben des Auktionshauses Bruun Rasmussen von vier Männern, die damals als Schüler an der Pressekonferenz in Dänemark teilnahmen und mit Lennon sprachen. Der erfolgreiche Bieter erstand mit ihr auch Fotos des Treffens sowie die Ausgabe der Schülerzeitung, in der die vier Jugendlichen über ihr Erlebnis mit dem Star berichteten. Lennon hielt sich im Winter 1969/70 mit seiner Frau Yoko Ono einige Wochen an Dänemarks Westküste auf. Hintergrund war, dass seine Frau Yoko Ono ihrer Tochter näher sein wollte, die bei ihrem Vater in Nordjütland lebte.

3.01 Uhr: Mexikos Präsident bittet früher verfolgten Yaqui-Stamm um Verzeihung

Der mexikanische Präsident hat sich bei der indigenen Gruppe der Yaqui für frühere Verbrechen des Staates entschuldigt. In einer Zeremonie im Dorf Vícam im nordwestlichen Bundesstaat Sonora gab Präsident Andrés Manuel López Obrador den Yaqui auch 2900 Hektar Land zurück und gewährte ihnen Wassernutzungsrechte, die sie lange gefordert hatten.

Der Stamm, dem heute etwa 30.000 Menschen angehören, ist dafür bekannt, sich im 16. Jahrhundert gegen die spanischen Eroberer energisch zur Wehr gesetzt zu haben. Während der Herrschaft des Präsidenten Porfirio Díaz (1884 bis 1911) wurden die Yaqui verfolgt, ihres Landes beraubt und versklavt. Laut López Obrador starben dabei bis zu 15.000 von ihnen.

2.48 Uhr: Biden sagt wegen schwieriger Verhandlungen im US-Kongress Chicago-Trip ab

Angesichts schwieriger Verhandlungen und drängender Entscheidungen im US-Kongress hat Präsident Joe Biden einen für heute geplanten Trip nach Chicago kurzfristig abgesagt. Das Weiße Haus teilte mit, angesichts der laufenden Gespräche mit Kongressmitgliedern werde der Präsident in der Regierungszentrale in Washington bleiben, um weiter daran zu arbeiten, seine beiden Investitionspakete voranzubringen. Der Chicago-Besuch werde zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt. Biden hatte dort für Corona-Impfungen werben wollen.

Der Präsident kämpft momentan darum, zwei zentrale Vorhaben seiner Amtszeit im Kongress durchzusetzen: ein groß angelegtes Paket für Investitionen in die Infrastruktur des Landes und ein zweites gewaltiges Paket mit Investitionen für Soziales. Beide Vorhaben wackeln angesichts interner Diskussionen bei den Demokraten noch. In der laufenden Woche werden dazu Entscheidungen erwartet.

2.40 Uhr: Mann stirbt bei Sturz in Schacht von Entwässerungsanlage

Beim Sturz in einen mehrere Meter tiefen Schacht einer ökologischen Entwässerungsanlage in der niedersächsischen Kleinstadt Lehrte ist ein Mann ums Leben gekommen. Wie die Feuerwehr mitteilte, trieb der Mann beim Eintreffen der Rettungskräfte unter Wasser und war nicht ansprechbar. Laut Polizei handelt es sich bei dem Toten um einen 60-jährigen Angestellten der Stadtwerke. Warum er in den Schacht stürzte, war zunächst unklar.

Die Bergung des leblosen Körpers gestaltete sich den Angaben zufolge aufgrund einer hohen Konzentration von Schwefelwasserstoff und Methangasen in dem fünf bis sechs Meter tiefen Schacht schwierig. Die Messung mit einem Gasmessgerät bestätigte die Gefahr einer möglichen Explosion, weshalb unter anderem Spezialkräfte der Absturzsicherung hinzugerufen wurden. Die Einsatzkräfte pumpten zunächst das Filtratwasser aus dem Schacht und seilten sich dann mithilfe einer Drehleiter mit Atemschutz und in Chemikalienschutzanzügen ab. Der Notarzt habe anschließend nur noch den Tod des Mannes feststellen können.

2.24 Uhr: Mindestens 24 Tote bei Kämpfen in Gefängnis in Ecuador

Bei gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen verfeindeten Banden sind in einem Gefängnis in Ecuador mindestens 24 Häftlinge ums Leben gekommen. 48 weitere Menschen wurden bei den Kämpfen in der Haftanstalt Guayas N1 in der Nähe der Wirtschaftsmetropole Guayaquil im Westen des Landes verletzt, wie die Gefängnisverwaltung mitteilte. Bei den Zusammenstößen zwischen den Gangs kamen demnach auch Schusswaffen und Sprengsätze zum Einsatz.

Spezialeinsatzkräfte der Polizei brachten die Haftanstalt danach wieder unter ihre Kontrolle. Bei dem Einsatz seien Schusswaffen, Messer, Munition und Drogen sichergestellt werden, teilte die Polizei mit.

1.12 Uhr: Lavastrom erreicht nach Vulkanausbruch auf La Palma das Meer

Die Lava des auf der Kanareninsel La Palma ausgebrochenen Vulkans Cumbre Vieja hat das Meer erreicht. "Der Lavastrom hat das Meer bei Playa Nueva erreicht", teilte das Vulkanologische Institut der Kanaren auf Twitter mit. Experten befürchten, dass der Kontakt der Lava mit Meerwasser gesundheitsschädliche Gase freisetzen könnte. Auch Explosionen glühender Lavabrocken und kochend heiße Flutwellen sind demnach möglich.

Der Cumbre Vieja war am 19. September zum ersten Mal seit 50 Jahren ausgebrochen und hatte schwere Schäden angerichtet. Hunderte Häuser wurden seither zerstört. Mehr als 6000 Menschen mussten in Sicherheit gebracht werden. 

0.44 Uhr: Nordkorea meldet erfolgreichen Test von Hyperschall-Rakete KCNA

Nordkorea hat nach eigenen Angaben erfolgreich eine Hyperschall-Rakete getestet. Die amtliche Nachrichtenagentur KCNA meldete, der gestrige Test sei von "großer strategischer Bedeutung". Nordkorea wolle seine Verteidigungskapazitäten um ein "Tausendfaches" erweitern. Der Test habe bewiesen, dass "alle technischen Spezifikationen den Planungsanforderungen gerecht" würden, schrieb KCNA. Mit Hyperschall werden Geschwindigkeiten oberhalb der fünffachen Schallgeschwindigkeit bezeichnet, also rund 6180 Kilometer pro Stunde.

Das international weitgehend isolierte Nordkorea steht wegen seines Atom- und Raketenprogramms unter strikten US- und UN-Sanktionen. Pjöngjang hatte in diesem Monat bereits mehrere Raketentests vorgenommen und dabei einen neuen Marschflugkörper mit großer Reichweite sowie ballistische Kurzstreckenraketen abgefeuert.

0.02 Uhr: Heizkosten steigen in diesem Jahr laut Prognose deutlich

Viele Haushalte in Deutschland müssen sich nach einer Prognose auf deutlich höhere Heizkosten einstellen. Steigende Energiepreise, kühleres Wetter und der neue CO2-Preis führen in diesem Jahr im Schnitt zu 13 Prozent höheren Heizkosten in Häusern mit Erdgas-Heizung, wie die gemeinnützige Beratungsgesellschaft co2online mitteilte. Im vergangenen Jahr waren die Heizkosten noch um fünf Prozent gesunken.

Noch teurer wird es demnach 2021 in Häusern mit Ölheizung, wo mit 44 Prozent höheren Kosten gerechnet wird, nach einem Rückgang um 27 Prozent im Vorjahr. Auf Kostensteigerungen im einstelligen Prozentbereich muss sich demnach einstellen, wer mit Fernwärme, Wärmepumpen und Holzpellets heizt.

mad DPA AFP

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