Verbraucher Preissteigerungen bei Bier und Fleisch


Irgendwann schlägt sich das Wetter auch im Kassenbon nieder: Als Folge der dürrebedingten Ernteausfälle bei Getreide werden Grundnahrungsmittel teurer.

Wegen der anhaltenden Trockenheit ist mit Preissteigerungen bei Bier und Fleisch zu rechnen. Wie der Berliner "Tagesspiegel" am Donnerstag meldete, drohen allein in Bayern Ernteausfälle bei Braugerste von 25 Prozent. Auch bestünden 40 Prozent des Mischfutters für Schweine und Geflügel aus Getreide, das wegen der Trockenheit knapper und teurer wird.

Prognose: Bier wird im Frühjahr teurer

"Die Verknappung beim Braugetreide wird sich im nächsten Frühjahr mit Sicherheit bei den Bierpreisen auswirken", sagte der Geschäftsführer des Deutschen Brauerverbandes, Hansjörg Bosch, dem "Tagesspiegel" und fügte hinzu: "Die Preise werden anziehen."

Fleischpreise steigen in einigen Wochen

Der Getreideexperte der Zentralen Markt- und Preisberichtstelle der Landwirtschaft (ZMP) in Bonn, Rainer Stratmann, erklärte in dem Blatt ebenfalls: "Die Rohstoffpreise reagieren sofort auf eine Verknappung." Die landwirtschaftlichen Betriebe müssten die teureren Mischfutterpreise weitergeben. Das werde sich schon in den nächsten Wochen bei den Verbraucherpreisen für Fleisch niederschlagen. Der Deutsche Bauernverband hatte am Mittwoch erklärt, mit eine Teuerung bei Grundnahrungsmitteln wie Brot und Brötchen sei nicht zu rechnen.

Byerns Bauern befürchten schwere Ernteeinbußen

Jeder zehnte Hof in Sachsen steht nach Auskunft des Landesbauernverbandes am Rande der Pleite. Die "Sächsische Zeitung" (Donnerstagausgabe) zitierte Verbandssprecher Manfred Böhm mit den Worten, die Landwirte in dem Freistaat müssten mit Einnahmeausfällen von rund 18 Millionen Euro rechnen.


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