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Versandapotheken: Zu viele Pillen-Pannen

Seit einem Jahr sind in Deutschland Versandapotheken zugelassen. Grund genug für die Stiftung Warentest, 20 Anbieter aus In- und Ausland zu testen. Das Ergebnis: Jeder zweite war "mangelhaft" - und der Branchenprimus muss nachbessern.

Von Karin Spitra

Ab 2004 haben die angestammten Apotheken vor Ort Konkurrenz bekommen: Wer seitdem bei einer Internet-Apotheke bestellt, spart sich den Weg zur Apotheke - und oft auch viel Geld. Doch was taugt der Bestell- und Lieferservice, wie gut wird bei telefonischer Nachfrage von Patienten beraten und wie nutzerfreundlich ist der Online-Auftritt? Dies hat die Stiftung Warentest in der jüngsten Ausgabe ihres Magazins "test" (Heft 3/05) untersucht und kommt zu einem ernüchternden Urteil.

Von 20 getesteten Versandapotheken und -portalen schnitt die Hälfte mit dem Urteil "mangelhaft" ab, darunter auch der Marktführer DocMorris. Dabei wird dem Medikamentenversand ordentliches Boompotential bescheinigt: 2004 erreichten Versandapotheken schon einen Anteil von fast 1,5 Prozent am Umsatz des Gesamtarzneimittelmarktes. Thomas Kerckhoff, Vorsitzender des Bundesverbands Deutscher Versandapotheker (BVDVA), rechnet in den kommenden fünf Jahren mit einer Steigerung des Marktanteils auf bis zu acht Prozent: "Das klingt zwar anteilsmäßig nicht nach viel, aber wenn man bedenkt, dass der gesamte Apothekenmarkt 2004 einen Unmsatz von rund 32 Milliarden generierte, dann sind auch wenige Prozente davon hochprofitabel".

Dabei ist sich Kerckhoff der Probleme durchaus bewußt "Es gibt natürlich schwarze Schafe und Pannen. Aber Versandapotheken gibt es gerade einmal ein Jahr - wir treten damit in Konkurrenz zu traditionellen Apotheken, die 150 Jahre Zeit hatten, an ihren Strukturen zu arbeiten". Problematisch ist für den obersten Versandapotheker das unterschiedliche Gebaren in- und ausländischer Apotheken. "Der deutsche Markt ist hochreguliert, mit einer strengen Rezeptpflicht, - und dann gibt es den EU-Binnenmarkt, der teilweise grau ist." So können reine Versandhändler wie die britische GetPharma.com ins Geschäft einsteigen: "Die sind nicht einmal eine Apotheke und verschicken eigentlich rezeptpflichtige Medikamente ohne Rezept." So sieht Kerckhoff in der Liberalität des europäischen Binnenmarktes auch das Hauptproblem: "Das darf doch nicht dazu führen, dass unsere Standards abgesenkt werden", warnt er. "Dass wir eine Rezeptpflicht haben, hat seinen Grund. Anders gesagt: Holland und Großbritannien hatten einfach noch keinen Pharma-Toten".

Lange Mängelliste

GetPharma wurde - weil keine Apotheke - beim Vergleich der Stiftung Warentest gar nicht erst erfasst, deren Mängelliste war trotzdem lang: In fünf Fällen wurden Rezepte schlicht vergessen oder nicht bearbeitet. Bei anderen mussten Patienten viele Tage - manchmal Wochen - auf ihre Bestellung warten. Wichtige Informationen zu Wechsel- und Nebenwirkungen von Medikamenten wurde nicht oder nur unzureichend gegeben. Es gab kaum einen Versender, der mit der Paketaufschrift "Nicht an Kinder ausliefern" arbeitete. Oft wurde das Päckchen beim Nachbarn abgegeben, gelegentlich landete es vor der Wohnungstür. Eine Apotheke buchte die Kosten für ein Rezept gleich drei Mal ab - und mahnte den betreffenden Kunden trotzdem. Auch korrekte Informationen über Widerruf- und Rückgaberecht fehlten oft.

Würden Sie Medikamente online bestellen?

"Versandapotheken sind für den Kunden vor allem wegen der möglichen Preisvorteile interessant", sagte Hubertus Primus von der Stiftung Warentest. Es gibt Preisabschläge zwischen zehn und 30 Prozent, in Einzelfällen sogar bis zu 50 Prozent - doch muss bei Preisen genau hingeschaut werden. Denn der Pharma-Versandhandel ist nicht immer günstiger, als der herkömmliche Kauf über die Apotheken. Manche Versender orientieren sich noch am offiziellen Apotheker-Preisverzeichnis, vereinzelt wurden auch darüber hinausgehende, weit höhere Preise verlangt. Dennoch bekamen neun getestete Versandapotheken das Qualitätsurteil "gut", eine erreichte ein befriedigendes Urteil. "Gut" schnitten mycare.de, pharma24.de, sanicare.de, versandapo.de, apo-rot.de, shop-apotheke.com und die europa-apotheke.de ab, außderdem vfg.ag und das Apothekenportal apo.ag.

Schwache Beratung bei DocMorris

Die Prüfer haben nach eigenen Angaben bei jedem Anbieter fünf rezeptfreie und zwei rezeptpflichtige Arzneien bestellt. Für die Bewertung der Beratung fragten die Prüfer nach der Wechselwirkung zwischen einem Betablocker und einem Schnupfenmittel, die zusammen eingenommen zu Blutdruck-Problemen führen können. Vor dieser Kombination hätten die Apotheken warnen müssen. Sieben Anbieter hatten am Telefon keine Bedenken. Bei einem anderen Versand landete der Testkunde statt bei einer Fachberatung im Lager. Zu den mangelhaft benoteten Unternehmen gehört auch der Branchenführer DocMorris, dem die Verbraucherschützer eine schwache Beratungsleistung attestierten mussten. "DocMorris hat uns gegenüber angegeben, dass es dort bei bestellter Ware grundsätzlich Kontrollen und Infos zu den Arzneimitteln gibt. Im Test sah das anders aus", versicherte Primus.

Eine Kritik, die sich Ralf Däinghaus, Vorstandsvorsitzender von Doc Morris, zu Herzen nahm. Im "Tagesspiegel", gab er zu, dass es keine Mängel in der Beratung hätte geben dürfen. Seine Mitarbeiter seien zwar hoch qualifiziert, das Leistungspotenzial sei aber schlecht koordiniert worden: "Es ist uns nicht gelungen, dass die Leute an der Telefon-Hotline richtig bedient werden. Da müssen wir ganz schnelle Nachholarbeit leisten", zitiert die Zeitung Däinghaus.

Es gibt auch Vorteile

Natürlich kann man von den Dienstleistungen der Versandapotheken auch profitieren: Sie haben keine einschränkenden Öffnungszeiten, liefern an die gewünschte Adresse, bieten verschiedene Zahlverfahren und Rabatte an und sind bei bestimmten Medikamenten diskreter. Bei der Stiftung Warentest liest sich das dann so: "Sie wissen, was Sie brauchen, sind gut informiert - dann ist es ok".

Wie lange ist die frist bei einer Kündigung?
Hallo Ich möchte gerne kündigen, da das Arbeitsverhältnis nicht mehr gegeben ist. Leider verstehe ich den Arbeitsvertrag nicht ganz. Auszug aus dem Vertrag: Paragraf 13 Kündigungsfristen: (1) das Arbeitsverhältnis kann beiderseitig unter Einhaltung einer frist von 6 Werktagen gekündigt werden. Nach sechsmonatiger Dauer des Arbeitsverhältnisses oder nach Übernahme aus einem Berufsausbildungsverhältnis kann beiderseitig mit einer frist von zwölf Werktagen gekündigt werde. (2) Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber erhöht sich, wenn das Arbeitsverhältnis in demselben Betrieb oder unternehmen 3jahre bestanden hat, auf 1 monat zum Monatsende 5jahre bestanden hat, auf 2 monate zum Monatsende 8jahre bestanden hat, auf 3 monate zum Monatsende..... (3) Kündigt der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis mit dem Arbeitnehmer, ist er bei bestehenden Schutzwürdiger Interessen befugt, den Arbeitnehmer unter fortzahlung seiner bezüge und unter Anrechnung noch bestehender Urlaubsansprüche freizustellen. Als Schutzwürdige interessen gelten zb. Der begründete Verdacht des Verstoßes gegen die Verschwiegenheitspflicht des Arbeitnehmers, ansteckende Krankheiten und der begründete verdacht einer strafbaren handlung. Ich arbeite in einem Kleinbetrieb (2mann plus chef) seid 2 jahren und 3-4Monaten. (Bau) Seid ende November bin ich krank geschrieben. Was meinem chef überhaupt nicht passt und er mich mehrfach versucht hat zu überreden arbeiten zu kommen. Da mein zeh gebrochen ist und angeschwollen sowie schmerzhaft und ich keine geschlossenen schuhe tragen kann ist arbeiten nicht möglich. Das Arbeitsverhältnis ist seid längerem angespannt vorallem mit dem Arbeitskollegen. Möchte nur noch da weg! Wie lange ist nun die frist und wie weitere vorgehen? Ich hoffe es kann mir jemand helfen.