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VW-Affäre: Uhl zu Geldstrafe verurteilt

Im zweiten Prozess der VW-Affäre um Lustreisen auf Firmenkosten ist der frühere SPD-Bundestagsabgeordnete Hans-Jürgen Uhl zu einer Geldstrafe verurteilt worden. Am Ende der Verhandlung bat Uhl um Verzeihung.

In der VW-Affäre hat das Amtsgericht Wolfsburg am Donnerstag den früheren SPD-Bundestagsabgeordneten Hans-Jürgen Uhl zu einer Geldstrafe von 39.200 Euro verurteilt. Uhl sei der falschen eidesstattlichen Versicherung in fünf Fällen und Beihilfe zur Untreue in zwei Fällen schuldig, sagte der Richter Heiner Dickhuth. Dafür werde er zu 280 Tagessätzen zu je 140 Euro verurteilt. Uhl hatte zuvor gestanden, in seiner Zeit als VW-Betriebsrat die Dienste von Prostituierten auf Kosten von VW in Anspruch genommen zu haben.

Das Gericht folgte mit seinem Urteil dem Antrag der Staatsanwaltschaft. Uhls Anwalt Klaus-Ulrich Ventzke hatte eine "angemessene Geldstrafe" verlangt.

Uhl sagte in einem Schlusswort: "Ich bereue das, was ich getan habe und stehe dafür ein." Er bitte diejenigen, die er enttäuscht habe, um Verzeihung. Der frühere VW-Betriebsrat hatte seine Verstrickung in die Affäre lange geleugnet. Ursprünglich waren für den Prozess fünf Verhandlungstage angesetzt. Nach dem Geständnis Uhls verzichtete das Gericht aber darauf, Zeugen zu hören.

Im ersten Prozess der VW-Affäre war Ex-Arbeitsdirektor Peter Hartz im Januar vom Landgericht Braunschweig wegen Untreue und Begünstigung des früheren Betriebsratschefs Klaus Volkert zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren auf Bewährung sowie einer Geldstrafe von rund 576.000 Euro verurteilt worden.

Reuters / Reuters