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Wegen steigender Energiepreise: Eon-Boss fordert Strom-Soli

Strom wird immer teurer - und daher fordert Eon-Chef Johannes Theyssen staatliche Stromzuschüsse für Geringverdiener. Strom dürfe nicht zum Luxusgut werden, so der Manager.

Angesichts steigender Strompreise hat der Chef des Energieversorgers Eon, Johannes Teyssen, staatliche Zuschüsse für Geringverdiener ins Gespräch gebracht. "Die Energiewende darf Strom nicht zum Luxusgut, zum Spaltgraben der Gesellschaft machen. Wird der Energieumbau zu teuer, dann muss das Sozialsystem einspringen und die Mehrbelastung für einkommensschwache Haushalte abfedern", sagte Teyssen der "Bild"-Zeitung. Er mahnte zugleich, Bürger und Unternehmen müssten "viel bewusster mit Energie umgehen".

Der Eon-Chef wies den Vorwurf zurück, die Versorger hätten die Strompreise in den vergangenen Jahren deutlich angehoben. "Die Preise sind in den letzten Jahren nicht übermäßig stark gestiegen", sagte Teyssen. Zugelegt habe vor allem der Staatsanteil, der inzwischen bei rund 45 Prozent liege. Das habe auch mit der Tatsache zu tun, dass vieles über den Strompreis geregelt werde. "Unter anderem finanziert die Ökosteuer die Renten mit."

Er glaube aber, dass die Menschen für vieles auch Verständnis hätten, sagte Teyssen weiter: "Zum Beispiel, dass die erneuerbaren Energien nicht umsonst den Weg in den Markt finden, sondern auch über den Strompreis finanziert werden müssen."

fro/AFP / AFP