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Weihnachtswahn: Süßer die Glocken schon klingen

Weihnachten ist erst in zwei Monaten? Von wegen! In den USA hat der Einzelhandel schon längst die Regale mit Christbaumschmuck und Lichterketten gefüllt, und die Kunden greifen - verschämt - zu.

Armer Weihnachtsmann - seine jährliche Verschnaufpause wird immer kürzer. Jedenfalls in den USA: Während sogar an der kühleren Ostküste noch die letzten Geranien blühen, hat sich Santa Claus längst auf die Socken gemacht. Bereits seit Anfang Oktober ist er unterwegs, mancherorts tauchte Weihnachtsware schon nach dem Herbstanfang Ende September in den Regalen auf und Chef-Rentier Rudolph Rotnase in der ersten Fernsehwerbung.

Wer Anfang September in einem Laden der Möbel- und Haushaltskette Crate&Barrel noch nach Gartendekorationen für eine Grill-Party zu fragen wagte, erntete ein fast mitleidiges Lächeln. "Honey", sagt die Verkäuferin. "Sie sind ein bisschen spät dran. Das haben wir schon Ende August aus den Regalen genommen. Wir müssen Platz für die Weihnachtsartikel machen." Kein leeres Versprechen, denn tatsächlich sind sie schon sechs Wochen da, die Stände mit Christbaumschmuck, die Körbe mit glänzenden Girlanden, die Kaffeebecher mit Tannenbaum und Sternchen. Tatsächlich wird auch schon gekauft, bestätigt dieselbe Verkäuferin. "Die Kunden sehen die Ware und denken, wer weiß, wenn ich jetzt nicht zugreife, dann sind die Sachen vielleicht ausverkauft."

Mit Badelatschen Christbaumkugeln kaufen

Der Trend zur frühen Weihnacht im US-Einzelhandel setzte vor rund fünf Jahren ein. Große Ketten wie Wal-Mart, Target und J.C. Penney gingen voran, und andere Läden folgten. Heute ist in den USA kaum noch ein größeres Geschäft zu finden, in dem es nicht schon im Oktober weihnachtlich glitzert und glänzt, wobei Rudolph Rotnase sich wetterbedingt im Osten immer noch früher die Hufe abwetzt als im Westen. Aber auch dort kommt es zunehmend häufig vor, dass Menschen in Shorts und Badelatschen zwischen Regalen mit Nussknackern, Engeln und Christbaumkugeln bummeln. Immerhin macht das Weihnachtsgeschäft 25 bis 40 Prozent des jährlichen Gesamtumsatzes in der Branche aus, wie der Nationale Einzelhandelsverband erklärt.

So begannen seinen Angaben zufolge in diesem Jahr schätzungsweise mindestens 60 Prozent der Geschäfte schon vor dem Spukfest Halloween am 31. Oktober damit, Santa auf die Reise zu schicken, auch wenn er sich manchmal noch kurze Hosen zulegen musste. Und dabei wurden nicht nur die Regale mit Weihnachtswaren bestückt. Vielerorts sind auch die Läden selbst seit Tagen mit Girlanden und Tannenbäumen geschmückt, türmen sich in Rot verpackte Riesenschachteln mit Schleifen auf den Gängen und auf Plakaten - wie bei etwa bei Macy’s, einer großen US-weiten Warenhauskette.

Der Truthahn ist der Verlierer

Der Verlierer bei der Jagd nach frühen Weihnachtskugeln ist ganz klar der Truthahn. "Thanksgiving", das Erntedankfest in den USA am letzten Donnerstag im November mit Abertausenden verspeisten Puten, hat für viele Amerikaner als Tag der Familie einen ebenso hohen Stellenwert wie Weihnachten. Aber die frühe Vermarktung von Christfest-Waren hat alle Artikel um den Thanksgiving-Truthahn herum auf die hinteren Regal-Plätze verbannt, viele Geschäfte kaufen Erntedank-Waren nur noch begrenzt oder überhaupt nicht mehr ein. Was sich gehalten hat, ist der Halloween-Spuk: Schwarze Kater, Riesenspinnen und Gespenster leben in vielen Läden schon seit Ende September friedlich neben himmlischen Geschöpfen.

"Always Christmas"-Shops boomen

Nicht, dass Santa überall in den USA überhaupt ein paar Monate auf der faulen Haut liegen könnte. In vielen Städten gibt es Läden, in denen das ganze Jahr über alles um Weihnachten herum gekauft werden kann - von Porzellanengeln bis zu Räuchermännchen. Oder wie wäre es mit einem "Olé Santa", einem Weihnachtsmann mit Mexikohut? Er gehört zu den diesjährigen Verkaufsschlagern eines Shops im texanischen Plano mit dem Namen "Always Christmas" - immer Weihnachten.

Sind die USA auf dem Weg dahin? "Ich bin strikt dagegen", sagt die 36-jährige Jenny Custis beim Shoppen im Kaufhaus "Great Indoors" in Rockville bei Washington. Aber dann legt sie doch verschämt einen Kugelkranz in Silber, Pink und Blau in ihren Einkaufswagen. "Ich sehe nur zehn davon", verteidigt sie sich. "Sie passen perfekt an meine Eingangstür, und ich möchte nicht riskieren, dass sie ausverkauft sind, wenn die Weihnachtszeit beginnt." Paula Snyder entschuldigt ihren Warenkorb voll von goldbesprühten künstlichen Blumen mit der "Leere, die nach dem Sommerende einsetzt, die möchte man füllen, und Weihnachten ist das Schönste, was kommt".

1000 Stunden Jingle Bells

Bis dahin hat Santa aber noch viel zu tun - gejagt vom Osterhasen, der sich zunehmend früh warm hoppelt. Zum Glück wird der US-Weihnachtsmann bald Unterstützung erhalten - von einem Radiosender, der von Mitte November an Weihnachtslieder nonstop spielt. Das sind bis zum Fest über 1000 Stunden Jingle Bells und Ram-Pam-Pam des kleinen Trommeljungen - fröhliche Weihnachten.

Gabriele Chwallek/DPA / DPA
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(