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WDR-Test: Wie gut ist Werkzeug vom Discounter?

Regelmäßig gibt es bei Aldi oder Lidl günstige Heimwerkerprodukte zu kaufen. Lohnt der Kauf oder sollte man lieber in den Baumarkt gehen?

Werkzeuge gibt es von günstig bis teuer (Symbolbild)

Werkzeuge gibt es von günstig bis teuer (Symbolbild)

Getty Images

Werkzeuge und Heimwerkerbedarf gehören zu den beliebtesten Aktionswaren der Discounter. So hatte Aldi Süd im vergangenen Jahr 42 Mal Baumarktprodukte im Sortiment, Aldi Nord 39 Mal, und Lidl lockte sogar 66 Mal mit Angeboten zum Kauf. Aber was taugen die günstigen Baumarkt-Alternativen?

Die WDR-Verbrauchersendung "Markt" hat den Praxistest gemacht. Ein Experte und drei Hobby-Handwerker ließen verschiedene Geräte von Aldi Süd und Lidl gegen Markenprodukte antreten. Und die Discounter schlugen sich nicht schlecht: So befreiten die Hochdruckreiniger von Aldi (100 Euro) und Lidl (70 Euro) die Fugen einer gepflasterten Einfahrt überraschend gut vom Unkraut. Der Klassiker von Kärcher (275 Euro) hellte die Steine aber am besten auf. Bei Aldi gab es zudem leichte Abzüge fürs Handling.

Als nächstes im Test: Akku-Multifunktionswerkzeuge, die sägen, trennen und schleifen können. Die Geräte von Aldi und Lidl kosteten lediglich 40 Euro, das Markengerät von Bosch 150 Euro. Beim Aldi-Gerät löste sich nach wenigen Minuten ein Teil des Schleifaufsatzes - Aldi selbst erklärte dagegen, bei einer 50-stündigen Dauerprüfung keine Mängel festgestellt zu haben. Beim Lidl-Gerät gab es keine Probleme, Bosch war aber schneller und leiser.

Beim dritten Produkt im Test, der Pendelhub-Stichsäge waren die beiden Discountergeräte (je 25 Euro) gegenüber einer Säge von Black+Decker (60 Euro) sogar im Vorteil. Alle sägten gut, dem Markengerät fehlte aber ein Laser, der das Geradeaussägen erleichtert.

Discounter-Werkzeuge: Es gibt Tops und Flops

Unterm Strich waren die Hobby-Tester mit den Geräten vom Discounter zufrieden. Auch der Experte bescheinigt, dass sie für gelegentliche Arbeiten ausreichen. Wer die Werkzeuge viel und auch für größere Arbeiten benutzt, für den kann sich ein teureres Gerät vom Baumarkt aber lohnen.

Wer wissen will, wie lange die Discounterprodukte halten, sollte sich die Tests der Stiftung Warentest aus den vergangenen Jahren anschauen. Die Ergebnisse der Warentester schwankten: Von Lidl wurden Bohrer für Holz und Metall im vergangenen Jahr mit "sehr gut" bewertet, eine Teleskop-Astschere aus dem Jahr 2015 mit "befriedigend" und eine Bypass-Gartenschere 2010 mit "mangelhaft". Bei Aldi Nord erhielt vergangenes Jahr die weiße Wandfarbe die Note "befriedigend", ein Hochdruckreiniger aus dem Jahr 2014 war "mangelhaft". Es kommt also auch immer auf den Einzelfall an. 

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Wie gut ist Werkzeug vom Discounter?



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bak
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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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