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Wirtschaftsstudie Neue Vorschriften kosten Banken neun Millarden Euro


Neue Vorschriften und Bestimmungen nagen an den Bilanzen deutscher Banken. Ein Großteil der gestiegenen Kosten ist allerdings auf höhere Kapitalrücklagen zurückzuführen.

Die deutschen Banken ächzen unter den Kosten der zunehmenden Regulierung der Branche. Nach einer Studie der Beratungs- und Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG geben die Institute neun Milliarden Euro im Jahr aus, um die unterschiedlichen Maßnahmen umzusetzen und anzuwenden. Den Löwenanteil machten mit rund sieben Milliarden Euro die Kosten einer höheren Kapital- und Liquiditätsausstattung aus, teilte KPMG am Mittwoch in Frankfurt mit. Dazu kämen 1,4 Milliarden Euro zusätzliche Sach- und Personalkosten und 600 Millionen für die Bankenabgabe.

KPMG hatte in Zusammenarbeit mit den Bankenverbänden BdB und VÖB 20 große, regionale und Privatbanken befragt, die für 60 Prozent der Bilanzsumme aller deutschen Kreditinstitute stehen. Die Ergebnisse wurden auf die Branche hochgerechnet.

Und die Banken erwarten steigende Ausgaben: Jeder dritte Euro, den die Geldhäuser bis 2015 für interne Projekte ausgeben, stehe in Zusammenhang mit den neuen Vorschriften. Von 2010 bis 2012 war es jeder vierte Euro. Das Geschäftsmodell sei dadurch aber nicht gefährdet. "Die meisten Banken sehen ihr Geschäft aufgrund der Regulierung nicht infrage gestellt", sagte Ulrich Pukropski, Leiter des Finanzdienstleistungs-Bereichs bei KPMG.

ono/Reuters Reuters

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