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Stromausfall: 1.000 Autos in den Fabriken wurden zu Schrott

Die US-Autoindustrie hat bei dem großen Stromausfall vor einer Woche mehr als 1.000 fabrikneue Autos verloren. Und auch die Ausfälle waren nicht ohne - allein bei DaimlerChrysler wurden 10.000 Autos weniger produziert.

Die US-Autoindustrie hat bei dem großen Stromausfall vor einer Woche mehr als 1.000 fabrikneue Autos verloren. Wie am Freitag in Detroiter Autokreisen mitgeteilt wurde, ließ der Blackout Fahrzeuge in den Produktionsprozessen halb lackiert, mit nur unzureichend verschraubten Teilen und anderen Qualitäts- und Sicherheitsmängeln zurück - je nachdem, wo das neue Auto sich in den automatisierten Fertigungsstraßen befand. Eine Fertigstellung sei nicht möglich gewesen, wollte man ein Qualitätsprodukt garantieren.

"Hast du Zweifel, wirf es weg"

Ein Vizepräsident der DaimlerChrysler-Gruppe, Frank Ewashyn, sagte, insgesamt seien wegen des Stromausfalls 10.000 Fahrzeuge nicht produziert worden. Eine Schätzung des finanziellen Schadens war nicht zu bekommen. "Das erste Ziel war, den Verbraucher zu schützen", sagte Ewashyn. "Hast du Zweifel, wirf es weg." Weder Ford noch General Motors (GM) veröffentlichten Zahlen zum Produktionsausfall. Sprecher sagten aber, die Situation sei ähnlich wie bei DaimlerChrysler. Die größten Verluste habe es in den Lackierereien gegeben, in denen die Autos in einem minutiösem Ablauf mehrere Tauchbäder durchlaufen.

Jetzt kommen Überstunden

Vom Blackout am vergangenen Donnerstag und Freitag waren 54 Autowerke im Nordosten der USA und Kanada betroffen. Die Ausfälle sollen mit Überstunden wieder aufgeholt werden, erklärten die "Großen Drei".

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