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Altersversorgung: Regierung erwägt neue Belastungen für Rentner

Die Bundesregierung plant nach einem Pressebericht im Zuge ihrer Sozialreformen eine deutlich stärkere Belastung der Rentner als bislang bekannt.

Die Bundesregierung plant nach einem Pressebericht im Zuge ihrer Sozialreformen eine deutlich stärkere Belastung der Rentner als bislang bekannt. Nach Informationen der "Berliner Zeitung" soll die Rentenformel um einen Faktor ergänzt werden, der die zunehmende Alterung der Gesellschaft berücksichtigt. Dies würde bedeuten, dass die jährlichen Rentenerhöhungen deutlich geringer ausfallen würden als nach geltender Rechtslage.

Entlastung in Milliardenhöhe

Zurzeit werde ein entsprechendes Modell in der so genannten Rürup-Kommission zur Reform der Sozialsysteme erarbeitet und vom Kanzleramt befürwortet. Mit Hilfe eines demographischen Faktors solle die gesetzliche Rentenversicherung in Milliardenhöhe entlastet werden, hieß es dem Bericht zufolge in Kommissions- und Koalitionskreisen. Geplant sei, die neue Rentenformel möglichst kurzfristig in Kraft treten zu lassen.

Auf der Suche nach einem anderen Namen

Den einst von der Kohl-Regierung eingeführten "demographischen Faktor", den Rürup ebenfalls entwickelt hatte, hatte die rot-grüne Koalition zu Beginn ihrer Amtszeit abgeschafft. Der neue Faktor solle deshalb einen anderen Namen erhalten.

Anhebung des Renteintrittsalters angedacht

Der Wirtschaftsweise Bert Rürup habe zudem vorgeschlagen, das gesetzliche Renteneintrittsalter ab dem Jahr 2010 schrittweise von 65 auf 67 Jahre anzuheben, berichtet das Blatt weiter. Die Mehrheit der nach Rürup benannten Expertenrunde werde dem folgen.