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Altersvorsorge für Anfänger Fünf goldene Regeln für die Rente


Es gibt jede Menge Anlage-Angebote - besonders, wenn es um das wichtige Thema private Altersvorsorge geht. Dennoch tun gerade Jüngere zu wenig.

Die meisten ahnen es schon: Im Alter wird die gesetzliche Rente nicht mehr ausreichen, um den heutigen Lebensstandard zu halten. Doch zwischen Erkenntnis und aktivem Handeln liegen leider Welten. So meiden Millionen Deutsche immer noch die Themen Geld und Altersvorsorge - und das wider besseres Wissen.

Was viele gerne verdrängen: Langsam aber sicher gibt der Staat immer mehr Vorsorgefunktionen an seine " Bürger ab. Wer sich also nicht selber um ein vernünftiges Auskommen im Alter kümmert, den erwischt auch schnell die berüchtigte Versorgungslücke. Dabei ist das Investieren für die Zukunft gar nicht so schwer, wenn man sich nur an die fünf folgenden Anlage-Grundregeln hält.

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1. Früh anfangen

Je eher, je besser: Selbst wenn es nur Kleinbeträge sind - mit dem Sparen sollte umgehend begonnen werden. Denn je länger die Spardauer ist, umso mehr profitiert der Anleger vom Zinseszinseffekt.

Was außerdem die wenigsten bedenken: Bei einer 40-jährigen monatlicher Sparleistung wird die Hälfte des Endvermögens erst in den letzten 10 Jahren gebildet.

Ein Beispiel: Um auf ein Altersvermögen von 500.000 Euro zu kommen, müsste ein 25-Jähriger jeden Monat 336 Euro im Monat bei 5 Prozent Zinsen zurücklegen. Mit 65 Jahren hätte er dann die halbe Million angespart. Will hingegen ein 45-Jähriger auf die gleiche Summe hinsparen, müsste er (bei fünfprozentiger Verzinsung und 20 Jahren Laufzeit) schon 1227 Euro pro Monat anlegen.

2. Entweder Sicherheit oder Rendite

Eine hohe Rendite bei hoher Sicherheit gibt es nicht. Wer auf Nummer Sicher geht, muss sich mit niedrigen Zinsen begnügen. Wer hingegen eine möglichst hohe Rendite will, kommt um riskante Anlagen nicht herum. Am besten mischt man Anlageformen mit verschieden hohen Risiken.

Da die Anlagen für die Altersvorsorge meist in die Kategorie "langfristig" fallen, machen außerdem auch altersabhängige Invest-Strategien Sinn: In jungen Jahren dürfen die risikoriecheren Anlagen im Portfolio überwiegen. Im Alter sollte hingegen auf den Sicherheitsaspekt geachtet werden. Siehe dazu auch Punkt 4. Spar-Risiko aufs Alter abstimmen.

3. Nicht abschrecken lassen

Nicht von unsicheren Prognosen täuschen lassen: Gerade bei langfristigen Geldanalgen kann niemand wirklich sagen, wie hoch das Endvermögen sein wird. Das hängt ja stets von der Gesamtwirtschaftslage ab - und diese über Jahrzehnte hinweg vorherzusagen ist praktisch unmöglich.

Deshalb sollte - trotz Banken- und Wirtschaftskrise - jede Anlagevariante gründlich auf die Strategie hin abgeklopft werden. Egal, was gerade für eine gefühlte Marktstimmung herrscht.

4. Spar-Risiko aufs Alter abstimmen

Je jünger der Sparer ist, desto größer dürfen auch die eingegangenen Spar-Risiken bei möglichen hohen Renditen sein. Die Faustregel dazu lautet: 100 minus Lebensalter gleich maximaler Anteil von Aktien am Ersparten. Denn: Kurstäler können auf Grund der langen Sparzeit eher ausgesessen werden. Ab einem Alter von 45 Jahren sollte man aber langsam in sichere - und renditeschwächere - Anlagen umschichten, um das Kapital vor Verlust kurz vor dem Ruhestand zu schützen.

5. Reserve nicht vergessen

Vor dem Aufbau der Altersvorsorge sollte auf jeden Fall erst einmal ein finanzieller Grundstock vorhanden sein, um Notfälle zu überbrücken. Das heißt, dass mindestens drei Netto-Monatsgehälter auf einem Tagesgeldkonto liegen sollten. So können - wenn's brennt - wenigstens Miete, Versicherungen etc. eine Zeitlang weiter laufen. Denn nur für einen kurzfristigen Geldbedarf sollte das langfristige Sparvermögen nicht angetastet werden.


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