Einsparungen Nullrunde für Rentner?


Angesichts der schwierigen Haushaltslage müssen sich die Rentner in Deutschland nach Presseberichten im kommenden Jahr auf finanzielle Einbußen einstellen.

Angesichts der schwierigen Haushaltslage müssen sich die Rentner in Deutschland nach Presseberichten im kommenden Jahr auf finanzielle Einbußen einstellen. Wie die "Berliner Zeitung" und die "Financial Times Deutschland" übereinstimmend unter Berufung auf Regierungskreise berichten, plant Bundessozialministerin Ulla Schmidt (SPD) 2004 eine Nullrunde bei der Rentenerhöhung. Zudem würden die Beiträge der Rentner zur Krankenversicherung von jetzt 50 auf 60 Prozent angehoben. Mit den Maßnahmen wolle Schmidt einen Anstieg des Beitragssatzes von derzeit 19,5 auf 19,8 Prozent verhindern. Dagegen wies der Präsident der Bundesversicherungsanstalt für Angestellte, Herbert Rische, weitere Belastungen für Rentner zurück.

Auflösung der Schwankungsreserve

Bei einem Gespräch mit Bundesfinanzminister Hans Eichel (SPD) habe Schmidt ferner die vollständige Auflösung der so genannten Schwankungsreserve der Rentenversicherung, die zur Zeit eine halbe Monatsausgabe beträgt, angekündigt. Abzüglich des Immobilienbesitzes bedeute dies allein zusätzliche Einnahmen in Höhe von 5,5 Milliarden Euro, berichtete die "FTD".

"Ein Sonderopfer der Rentner steht nicht an"

Der Präsident der Bundesversicherungsanstalt für Angestellte, Herbert Rische, hat unterdessen Forderungen nach einer zusätzlichen Belastung der Rentner scharf zurückgewiesen. "Ein Sonderopfer der Rentner steht nicht an. Sie leben nicht in Saus und Braus. Wir haben keine so hohen Renten, die es erlauben würden, das zu fördern", sagte Rische der "Südwest Presse".

Er gehe davon aus, dass der Beitragssatz zur Rentenversicherung in kommenden Jahr auf 19,8 Prozent steigt. Auch ein Verschieben der Rentenerhöhung hätte an diesem Befund wenig geändert: "Für eine Entlastung beim Beitrag wäre das nicht der große Wurf", sagte Rische dem Blatt.

DPA

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