Liquidität Versicherer erfüllen ihre Verpflichtungen


Die deutschen Versicherer haben eigenen Angaben zufolge wegen der Börsenkrise keine Liquiditätsprobleme. Zwar hätte es Verluste bei Aktieneinlagen gegeben, aber ebenso immer noch eine beträchtliche Rendite.

"Negativmeldungen, wonach wir unseren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen könnten, sind schlicht und einfach falsch", sagte der Präsident des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), Bernd Michaels, am 24. März in Leipzig. Der massive Kurseinbruch habe zwar zu Verlusten der Aktieneinlagen geführt, diese würden aber in der Regel nicht mehr als 18 Prozent der Anlagen ausmachen. Bislang habe kein Versicherungsnehmer etwas von seinem verbrieften Anspruch verloren.

Überschussbeteiligung: niedriger, aber doch

Die Branche habe immer noch eine beträchtliche Rendite erwirtschaftet und den Kunden eine wenn auch niedrigere Überschussbeteiligung zugewiesen. "Eine nachhaltige Erholung hängt von der Erholung der Börsen und der Entwicklung des Zinsniveaus ab", sagte Michaels.

Ausgewogene Mischung

Haupteinnahmequelle der Versicherungswirtschaft seien traditionell die Zinsen. "Festverzinsliche Titel machen 80 Prozent unserer Anlagen aus, diese sind von der Börsensituation unberührt geblieben", sagte Michaels. Die Versicherer würden auch künftig auf eine ausgewogene Mischung ihrer Anlagen achten, dabei sei die Investition in Aktien unverzichtbar.

Aktienanteil knapp 10 Prozent

Die deutschen Lebensversicherer hätten sich stets nur in verantwortbarem Maße am Aktienmarkt engagiert. Die zulässige Höchstgrenze von 35 Prozent sei selbst beim Börsenboom nur etwa zur Hälfte ausgereizt worden. Seit dem 11. September 2001 haben nach Schätzungen des Verbandes die Lebensversicherer ihren Aktienanteil auf unter 10 Prozent reduziert.


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