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Royal Prinz Andrews neuer Business-Partner: Auch ihm wurde sexuelle Belästigung vorgeworfen

Prinz Andrew
Prinz Andrew hat bislang nicht mit dem FBI kooperiert
© Steve Parsons / Picture Alliance
Prinz Andrew ist von seinen royalen Verpflichtungen zurückgetreten und hat jetzt ein neues Unternehmen gegründet. Sein neuer Business-Partner hat ebenfalls eine Vorgeschichte. 

Prinz Andrew hält sich dieser Tage weitgehend aus der Öffentlichkeit zurück. Grund dafür ist noch immer seine Verstrickung in den Skandal um Jeffrey Epstein. Andrew wird vorgeworfen, die zum mutmaßlichen Tatzeitpunkt minderjährige Virginia Roberts Giuffre missbraucht zu haben. Er streitet die Vorwürfe ab. Bislang hat der Sohn von Queen Elizabeth II. nicht mit dem FBI kooperiert, obwohl er selbst beteuert hatte, dies tun zu wollen. 

Prinz Andrew gründet neues Unternehmen

Stattdessen hat Prinz Andrew jetzt ein neues Unternehmen gegründet, wie die britische Zeitung "The Times" berichtet. Und die Wahl seines Partners ist prekär. Harry Keogh, der als Gast bei Prinzessin Eugenies Hochzeit 2018 geladen war, trat im März 2018 von seinem Job bei der Coutts-Bank zurück, nachdem ihm sexuelle Belästigung vorgeworfen worden war. So soll er eine junge Mitarbeiterinnen unsittlich berührt und anstößige Sprüche gerissen haben. 

Laut "Times" soll das neue Finanzunternehmen mit dem Namen "Lincelles" (nach der Schlacht der Briten gegen die Franzosen im 18. Jahrhundert) Andrews Familienvermögen verwalten. Eingetragen ist es als Gesellschaft mit unbeschränkter Haftung und muss daher Gewinne nicht offenlegen. 

Epstein-Fall vor Gericht: Mutmaßliches Opfer bekräftigt Vorwürfe gegen Prinz Andrew

Partner wurde sexuelle Belästigung vorgeworfen

Ein Freund des Royals verteidigte die Entscheidung, mit Keogh zusammenzuarbeiten, gegenüber der "Times". Er sei "Privatbankier des Herzogs seit etwa 20 Jahren". 

Einige weibliche Angestellte weigerten sich dem Bericht zufolge, mit Keogh bei der Bank zusammenzuarbeiten. 2018 verließ der Finanzier das Unternehmen schließlich freiwillig. Mit Prinz Andrew hat er also nicht nur die Finanzen gemein. Der Royal repräsentiert nicht mehr länger das Königshaus aufgrund von Vorwürfen sexualisierter Gewalt. Allerdings trat er nicht freiwillig zurück, sondern auf Druck seiner Mutter, der Königin von England. 

Quelle: "The Times" / "Independent"

ls

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