HOME

Renten: So funktioniert betriebliche Altersversorgung

Die Betriebsrente ist eine zusätzliche Säule der Altersversorgung. Es handelt sich um eine freiwillige Zusatzleistung des Arbeitgebers - allerdings befindet sie sich seit Jahren auf dem Rückzug.

Die Betriebsrente ist eine zusätzliche Säule der Altersversorgung. Es handelt sich um eine freiwillige Zusatzleistung des Arbeitgebers. Allerdings ist die herkömmliche Betriebsrente seit Jahren auf dem Rückzug. Um gegenzusteuern, hat die Bundesregierung im Rahmen der Riester-Reform neue Möglichkeiten der zusätzlichen Altersvorsorge geschaffen.

Zahlungen sind Bestandteil des Gehaltes

Auch wenn die Bedeutung der rein arbeitgeberfinanzierten Betriebsrente abnimmt, so darf in sie nicht willkürlich eingegriffen werden. Sie ist tarifvertraglich geregelt, und nach oberster Rechtsprechung sind die Zahlungen praktisch Bestandteil des Gehaltes. In Krisenzeiten gibt es aber für den Arbeitgeber die Möglichkeit, die Betriebsrente einzuschränken oder gar zu kündigen - dies allerdings nur, wenn zuvor auch schon das Weihnachtsgeld gestrichen wurde. Gängige betriebliche Praxis ist es zudem, Neueinsteigern keine Betriebsrente mehr zuzusagen.

Ansprüche verfallen nicht

Die gesetzlichen Grundlagen für betriebliche Altersrenten sehen vor: die Unverfallbarkeit der Ansprüche, die Anpassungspflicht der Bezüge, die Insolvenzsicherung und die Möglichkeit einer Abfindung. Wenn der Arbeitgeber Insolvenz anmeldet, muss die Zahlung der Betriebsrente also dennoch gesichert sein: In diesem Fall springt der Pensions-Sicherungs-Verein (PSV) ein. Uneingeschränkt aber nur bei "Direktzusagen" und "Unterstützungskassen".

Auch Pensionskassen gehören dazu

Varianten der betrieblichen Altersvorsorge sind betriebliche Pensionszusagen (Direktzusage), Unterstützungs- und Pensionskassen und seit dem 01.01.2002 die Pensionsfonds: Diese zeichnen sich durch einen höheren Aktienanteil aus.

Seit 2002 anspruch gesetzlich verankert

Per Gehaltumwandlung beteiligen sich immer mehr Arbeitnehmer an der neuen betrieblichen Altersvorsorge. Die Aufwendungen dafür sind bis maximal 2.472 Euro im Jahr steuer- und sozialabgabenfrei. Seit Anfang 2002 besteht ein Rechtsanspruch auf Gehaltsumwandlung. Im März 2003 hatten nach offiziellen Angaben 15,3 Millionen Menschen oder 57 Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten eine solche betriebliche Altersversorgung abgeschlossen. Zwei Jahre zuvor waren es erst 29 Prozent.

DPA