Bei Asthmatikern strömt weniger Luft durch die Atemwege als bei Gesunden. Wie gut es um die Lunge des Patienten bestellt ist, lässt sich mithilfe verschiedener Tests ermitteln.

Das gängigste Gerät, mit dem Ärzte die Lungenfunktion messen, ist der Spirometer© Colourbox
Lungenfunktionstests werden eingesetzt, wenn die Beschwerden des Patienten auf Asthma bronchiale hindeuten. Dafür gibt es verschiedene Geräte. Für manche Untersuchungen ist es wichtig, dass der Patient aktiv mitwirkt, andere liefern auch unabhängig von der Mitarbeit aussagekräftige Messdaten.
Der Spirometer ist das gängigste Gerät, mit dem die Lungenfunktion gemessen wird. Neben Lungenfachärzten bieten auch Hausärzte den Test an. Der Patient pustet dabei in ein Mundstück des Apparates. Seine Mitarbeit ist hier entscheidend, weshalb ein Test bei Kindern schwierig sein kann.
Folgende Werte kann der Arzt mit dem Spirometer bestimmen:
Der englische Begriff peak flow bedeutet "stärkste Strömung". Mit dem Peak-Flow-Meter kann der Patient selbst messen, wie stark er ausatmen kann. Dazu pustet er mit aller Kraft in ein kleines Gerät, das wie eine kurze Flöte aussieht. Das aussagekräftigste Ergebnis ist die 24-Stunden-Variabilität. Sie bezeichnet die Veränderungen des Peak Flows innerhalb eines Tages. Diese Werte gelten als wichtig, um ein Asthma zu diagnostizieren, weil die Ergebnisse der Spirometrie nur eine Momentaufnahme sind.
Mit dem Peak Flow können Patient und Arzt das Asthma über längere Zeit kontrollieren. Und der Patient kann mit dem kleinen Gerät zu Hause selbst überprüfen, ob sich ein Asthmaanfall anbahnt und sofort Medikamente inhalieren. An den Schwankungen des Peak Flows lässt sich genau überprüfen, wie wirksam die Therapie ist.
Diese Untersuchung wird auch Ganzkörper-Plethysmographie genannt. Sie liefert genauere Messwerte, wenn die vorherigen Tests kein klares Ergebnis erbracht haben. Das Verfahren ist aufwendig, daher wird es nur in Spezialpraxen und Kliniken angeboten. Während des großen Lungenfunktionstests sitzt der Patient in einer Glaskabine, die einer Telefonzelle ähnelt, und pustet in ein Messgerät. Nur mit dieser Untersuchung lässt sich neben den Werten aus der Spirometrie auch das so genannte Residualvolumen feststellen. Das ist die Menge Luft, die nach dem Ausatmen in der Lunge zurückbleibt. Zudem kann der Arzt den Widerstand bestimmen, den die Atemwege dem Luftstrom entgegensetzen. Beide Messwerte sind wichtige Hinweise für den Langzeitverlauf des Asthmas.