Besenreiser und die ganz kleinen, zarten und oberflächlich verlaufenden Krampfadern sind eher ein kosmetisches Problem. Sie stören, weil die Beine am Strand, in der Sauna oder in kurzen Hosen nicht mehr makellos erscheinen. Allerdings können daraus später richtig dicke Krampfadern werden.
Krampfadern entstehen meist im oberflächlichen Venensystem. Erste Anzeichen, das etwas mit den Venen nicht stimmt, können ständig geschwollene Knöchel sein. Auch wenn Sie oft unter müden, unruhigen, kribbelnden Beinen leiden, die vielleicht sogar schmerzen, könnte es sich um einen Vorboten handeln.
Sind bereits Krampfadern entstanden, dann staut sich das Blut in den Beinen. Dadurch entsteht Druck, der die Flüssigkeit aus den Adern ins umliegende Gewebe presst: Dann werden die Knöchel und die Unterschenkel dick. Durch den andauernden Blutstau in den Venen lagern sich dort Eiweiße und Blutpigmente ab. Die Blutfarbstoffe zerfallen und verfärben die Haut bräunlich. Nach einiger Zeit fühlen sich solche Stellen wie verhärtet an.
Bekommen Beine und Füße nicht mehr genügend Blut, kann es zu Sauerstoff- und Nährstoffmangel kommen. Die Haut wird immer dünner, es bilden sich weißliche, narbenähnliche Flecken. Vielleicht entstehen auch Infektionen oder Ekzeme. Nagelpilz ist eine weitere mögliche Folge.
Das so genannte offene Bein ist die schwerste Form des chronischen Venenleidens: Mangels Sauerstoff stirbt das Gewebe ab. Die dabei entstehenden Geschwüre sind anfangs klein. Im schlimmsten Fall können sie sich über den gesamten Unterschenkel ausdehnen. Solche großen, nicht heilenden Stellen sind schwer zu behandeln.
Eine weitere mögliche Komplikation sind Blutgerinnsel. Sie verstopfen die Venen. Das Tückische dabei: Durch die Krankheit stumpfen auch Nerven ab, das Schmerzempfinden schwindet. So spüren Betroffene gelegentlich gar nicht, wie schlimm es um ihr Bein steht. Umso wichtiger ist es, bereits bei ersten Hinweisen auf ein Venenleiden zum Arzt zu gehen.