Die Platzwunde entsteht ähnlich wie eine Prellung, nämlich durch stumpfe Gewalteinwirkung, die nahezu senkrecht auf die Haut trifft. Das kann zum Beispiel bei einem Sturz auf den Kantstein passieren. Anders als bei der Prellung bleibt die Haut dabei nicht intakt. Sie wird durch den stumpfen Schlag über den kritischen Punkt hinaus gedehnt, platzt auf und blutet stark. Häufig sind Körperstellen betroffen, an denen der Knochen knapp unter der Haut liegt, also ohne abfederndes Binde- oder Fettgewebe dazwischen. Daher entstehen Platzwunden oft am Kopf.
Grundsätzlich sind Platzwunden ein Fall für den Chirurgen. Schon aus ästhetischen Gründen: Die Wundränder sind oft unregelmäßig aufgerissen. Werden sie vom Experten geglättet, heilt die Verletzung schneller und hinterlässt nur eine unauffällige Narbe. Achtung: Wunden können nur in den ersten sechs Stunden problemlos genäht werden. Lassen Sie sich nach einem Unfall also nicht zu viel Zeit! Suchen Sie, falls Sie sich die Verletzung nachts oder am Wochenende zuziehen, umgehend die Notaufnahme eines Krankenhauses auf.