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Geschnitten, geschürft, geprellt

Prellungen

Stumpfe Gewalteinwirkung, zum Beispiel ein Faustschlag aufs Auge oder ein Sturz auf den Fahrradlenker, kann zu einer Prellung führen. Die betroffene Stelle schwillt oft durch Gewebswasser oder Blutergüsse an, die Haut selbst bleibt aber meist unversehrt.

Achtung: Werden Bauch oder Lunge geprellt, entstehen unter Umständen in der Tiefe Wunden, die auf den ersten Blick nicht zu erkennen sind. Risse innerer Organe wie Milz oder Leber verursachen oft starke Bauchschmerzen. Werden sie nicht rechtzeitig behandelt, besteht die Gefahr des inneren Verblutens. Bei einem Sturz oder Schlag auf die Rippen kann die zarte Lunge verletzt werden. Indizien dafür sind plötzliche Atemlosigkeit oder stechende Schmerzen.

Eine Prellung des Kopfes kann zum Schädel-Hirn-Trauma führen. Vorübergehende Vergesslichkeit, Bewusstlosigkeit, Schwindelgefühl oder Übelkeit, Kopf- und Nackenschmerzen sind die Warnsignale, die auf eine Gehirnerschütterung hindeuten.

Harmlose Prellungen zum Beispiel an Armen und Beinen lassen nur kurzzeitig die Haut anschwellen. Lagern Sie den betroffenen Körperteil erhöht, kühlen Sie die Verletzung mit einer Kompresse oder nassen Umschlägen. Wenn die Schwellung oder die Schmerzen stärker werden oder die Stelle gar taub wird, holen Sie medizinischen Rat ein. Prellungen am Oberkörper und Bauchraum sind immer ein Fall für den Arzt, der mittels Ultraschall oder Röntgenbild prüfen kann, ob Leber, Bauchspeicheldrüse, Milz oder Lunge etwas abbekommen haben.

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