Kopfschmerzen sind immer unangenehm - aber meist kein Grund zur Sorge. Nur selten deuten sie auf eine schwere Krankheit hin. Doch in manchen Fällen sollten Sie einen Arzt aufsuchen.

Gehen Sie zum Neurologen, wenn Ihre Kopfschmerzen immer schlimmer werden© Colourbox.com
Manche Kopfschmerz-Geplagten befürchten, hinter ihrer Pein stehe eine gefährliche Krankheit: zum Beispiel verstopfte Gefäße oder gar ein Hirntumor. So etwas kommt zwar vor, allerdings relativ selten: Nur acht Prozent aller Kopfschmerzfälle liegt ein körperliches Leiden zugrunde. Fachleute sprechen dann von sekundären Kopfschmerzen.
Steckt eine organische Krankheit hinter den Kopfschmerzen, treten meist weitere Symptome auf:
Sollten Sie eines dieser Symptome bemerkt haben, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Je nach Diagnose wird Ihr Arzt Sie an einen entsprechenden Spezialisten überweisen.
Einen Arzt sollten Sie auch dann konsultieren, wenn eine Kopfschmerz-Attacke ungewöhnlich stark ausfällt. Vorsicht ist ebenfalls geboten, wenn sich plötzlich neue Begleiterscheinungen einstellen oder sich Symptome ändern. Dann sollte die Ärztin die Diagnose überprüfen. Möglicherweise hat sich Ihr Kopfschmerz geändert und muss anders behandelt werden.
Sie sollten auch zur Ärztin gehen, wenn
Denn die Pein kann unbehandelt zum Dauerproblem werden und die Lebensqualität erheblich einschränken. Im schlimmsten Fall droht Ihnen eine Karriere als Schmerz-Patient.
Gefährlich kann es werden, wenn Sie sich über längere Zeit selbst behandeln. Denn an viele frei verkäufliche Schmerzmittel gewöhnt sich der Körper schnell. Dadurch kann es leicht passieren, dass Sie die Dosis erhöhen oder die Tabletten häufiger einnehmen, um die gewünschte Wirkung zu erzielen. Dann riskieren Sie, dass neben Ihren ursprünglichen Beschwerden zusätzlich noch ein Kopfschmerz durch Übergebrauch von Schmerzmitteln entsteht. Aus dieser Medikamenten-Abhängigkeit kommen Sie nur schwer heraus. Zudem müssen Sie mit schweren Nebenwirkungen rechnen, zum Beispiel mit Schäden an den Nieren, der Leber und dem Magen.
Nicole Graaf